Quelle: 07 – 2014 www.report.at

Herbert Saurugg, Koordinator der Plattform »Plötzlich Blackout!«:

»Wir hätten kurzfristig kaum Möglichkeiten, um das Worst-Case-Szenario eines plötzlichen Blackouts zu verhindern. Mein Appell ist daher, sich auch auf diese Szenarien vorzubereiten. Wir möchten dazu viele Menschen einbinden, um eine Krisenphase möglichst kurz zu halten, und stehen vor Herausforderungen, die das gesamte System betreffen. Die Energiewende ist derzeit lediglich auf die dezentrale Erzeugung, aber nicht auf eine Systemgestaltung ausgerichtet. Wir haben in Europa Netze, die für die Anbindung einiger tausend Kraftwerke errichtet worden sind, heute aber einige Millionen Erzeuger einbinden müssen. Das erfordert ein anderes Systemdesign. Bei einem totalen Ausfall der Netze sollte ein System aus regionalen Energiezellen, die eine Mindestversorgung zu jeder Zeit gewährleisten, einspringen können. Bei Störungen im Netz könnte dann jenen am besten geholfen werden, die es dringend benötigen. Das würde eine Robustheit schaffen, die jede Art von Bedrohung bewältigt.«