Visualisieren mit dem iMODELER

 

ModellierenUm komplexe Zusammenhänge und Herausforderungen erfassen zu können, sind Hilfsmittel erforderlich, welche uns bei unserer begrenzten Wahrnehmungsfähigkeit unterstützen. Forscher haben herausgefunden, dass unser Gehirn nur die Wechselwirkungen von 3-4 Faktoren erfassen kann, was in unserem bisherigen Leben oftmals ausgereicht hat. Durch die zunehmende Vernetzung und den damit geschaffenen komplexen Systemen und Strukturen reicht das aber häufig nicht mehr aus. Eine einfache Unterstützung kann die Visualisierung sein, die wesentlich rascher zu erfassen ist, als reiner Text. Eine Möglichkeit zur Visualisierung ist der iMODELER, der genau für diese Zwecke entwickelt wird. Die Auswahl wurde dabei subjektiv getroffen. Die wesentlichen Auswahlkriterien:

  • Einfachheit / einfache Bedienung – er ist ohne Einarbeitung sofort zu bedienen, Modelle werden natürlichsprachlich erstellt
  • Universelle Einsetzbarkeit (Multiplattformunterstützung)
  • Skalierbarkeit der Modelle
  • Möglichkeit der virtuellen Zusammenarbeit/Kollaboration
  • Relativ Kostengünstig
  • Kostenlos für Schulen und Forschungseinrichtungen
  • Freie Modelle auf www.know-why.net
  • Deutsche Bedienungsoberfläche
Modell "Vernetzung & Komplexität"; (Klicken Sie auf das Bild, um das Modell zu öffnen)

Modell „Vernetzung & Komplexität“; (Klicken Sie auf das Bild, um das Modell zu öffnen)

Auf den ersten Blick mag der iMODELER bzw. die Vorgangsweise etwas irritierend sein, was auch damit zusammenhängt, dass wir hier etwas Neues lernen müssen:

Wenn ich meine gewohnten Denkmuster ablegen und neue übernehmen möchte, muss ich mich darauf einstellen, dass mein Gehirn Neues zuerst abwehren wird und zwar ohne dass ich es bemerke. Nur wenn ich bewusst umlerne, kann ich dieses Problem überwinden. Lerne ich um, werden bestehende Verknüpfungen im Nervengeflecht meines Gehirns ab und neue aufgebaut. Daher werde ich Phasen erleben, in denen mein gewohntes Denken nicht mehr, und das neue Denken noch nicht funktioniert. Ich werde dann meinen, ziemlich dumm zu sein. Das aber ist ein gutes Zeichen, dass ich gerade dabei bin, klüger zu werden.

Komplexität im Management 2: InFormation, S.23.

Der iMODELER ist sehr einfach und intuitiv gestaltet und ermöglicht einen raschen Einstieg, ohne besondere Vorkenntnisse. Die größte Hürde ist der erste Schritt – zu etwas Neuem und Unbekannten.

Ein wesentlicher Vorteil des modelns liegt auch darin, dass widersprüchliche Standpunkte leicht erfasst werden können und damit die Realität gut abgebildet werden kann. Der iMODELER ist keine Blackbox, wo nach Eingabe von Daten ein Ergebnis herauskommt, sondern unterstützt Kommunikationsprozesse und schafft ein gemeinsames Bild und hoffentlich auch ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge bei den Beteiligten. Dabei sollte aber auch Bewusst sein, dass jedes Bild, das von einem dynamischen Systemen gemacht wird, nur für eine Momentaufnahme steht, die laufend aktualisiert werden muss. Ein Modell ist eben ein Modell und nicht die Abbildung der Wirklichkeit. Es kann auch nie vollständig sein, sondern immer nur eine Annäherung an die momentane Wirklichkeit.

Kompliziert versus komplex

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen komplexen und komplizierten Zusammenhängen. Kompliziert ist grundsätzlich berechenbar – auch wenn es viel Aufwand bedeuten kann. Komplex ist grundsätzlich nicht berechenbar, sondern nur anzunähern – wenn einzelne Einflussfaktoren nicht exakt bestimmt werden können. So ist tatsächlich fast jede Herausforderung komplex, wenn menschliches Verhalten oder Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Technische Zusammenhänge und Prozesse können hingegen auch einmal nur kompliziert sein – genau genommen aber auch nur, da für etwaige komplexe Einflussfaktoren einfach genügend Spielraum vorgesehen ist, so dass ein Prozess oder ein Konstrukt nicht maßgeblich beeinflusst werden kann. Theoretisch können beispielsweise Brücken und Gebäude viel filigraner gebaut werden, wenn insbesondere die komplexen Umwelteinflüsse besser berechnet werden könnten. Für die Modellierung heißt das, dass wir mit Modellen uns der Realität nur annähern können, dass wir eine Ideen entwickeln, wie sich etwas potentiell entwickeln könnte, was einen potentiell größeren oder kleineren Einfluss entwickeln könnte.

Weitere Informationen sind im Handbuch zum Visualisieren und Analysieren von komplexen Zusammenhängen im Consideo iMODELER bzw. auf der Homepage von Consideo zu finden.

Um einen ersten Eindruck von iMODELER zu erhalten, greife ich auf mehrere Einführungsvideos der Firma Consideo zurück.

Besser Entscheiden (2 Minuten)

Vergleich: iMODELER & Matrix-Ansätze

Kurzeinführung & Praxisbeispiel: iMODELER – Vernetztes Denken für die Praxis

Fitness-Test für Planer, Entscheider & Berater (Vernetztes Denken)

Beispielmodelle

Einen Fitness-Test für Vernetztes Denken (kleinere Beispielmodelle & Aufgabenstellungen) finden Sie hier. (Um den Test zu starten, klicken Sie bitte auf den 2. Link im schwarzen Kästchen „Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse“ oder unter Menu – Presenter“.)