Vorbereitungen auf ein Blackout

 

Vorbereitung ist das Um und Auf!

Nur wenn sich möglichst viele Menschen und Organisationen im Vorfeld eines möglichen Blackouts mit diesem Thema auseinandersetzen, wird eine sinnvolle Bewältigung möglich sein. Eine vorbereitete Gesellschaft wird viel weniger hart getroffen.

Empty_supermarket_shelves_before_Hurricane_Sandy,_Montgomery,_NY_Daniel CaseDabei geht es nicht nur um die Bewältigung des unmittelbaren Stromausfalls, sondern besonders auch um die Phase danach. Nach der Wiederherstellung der Stromversorgung bis zur weitgehenden Wiederkehr der Normalität. Denn auch wenn die Stromversorgung wieder funktioniert, wird es noch wesentlich länger dauern, bis die Normalität in den anderen Infrastrukturbereichen und vor allem in der Versorgung wieder hergestellt werden kann. Besonders nachteilig könnte sich hier unsere hoch optimierte Just-in-Time Lebensmittelversorgung erweisen. Siehe dazu auch die Studie „Ernährungsvorsorge in Österreich„.

Ein Blackout kann in sehr kurzer Zeit zum Kollaps fast der gesamten Strategischen Infrastruktur und damit der Basis unseres Zusammenlebens führen. Dadurch kann es zu einem infrastrukturellen oder gesellschaftlichen „Multiorganversagen“ kommen. Die Gesellschaft zerfällt durch den Ausfall der technischen Kommunikationsmöglichkeiten temporär in Kleinststrukturen. Daher muss eine Stabilisierung vorwiegend Bottom-up auf lokaler und regionaler Ebene erfolgen. Besonders kritisch könnte sich auch die Wasserver- und Abwasserentsorgung darstellen. Siehe hierzu etwa die Forschungsarbeit Energy blackouts and water outages.

Nur wenn der persönliche, familiäre Bereich vorbereitet und handlungsfähig ist und bleibt, bleiben Ressourcen für die organisatorische/unternehmerische Ebene bzw. für das Gemeinwesen. Daher sind bei der Vorbereitung immer alle drei Ebenen miteinander zu betrachten. So wie in der Realität auch alle drei miteinander eng vernetzt sind.

Kommunikation als Schlüsselfaktor

Emergency_Stop_Icon_by_mrd2345Einen ganz zentralen Punkt in der Auseinandersetzung stellt die Kommunikation dar. Etwa in Form der derzeit weitgehend kaum vorhandenen Sicherheits- bzw Risikokommunikation, um über die potenzielle Möglichkeit eines solchen Szenarios und den erwartbaren Auswirkungen breit zu informieren. Oder die Festlegung von klar definierten Abläufen und Kommunikationsmaßnahmen für den Ernstfall, um möglichst rasch die gewohnten Abläufe zu unterbrechen und weitere Schäden zu minimieren, indem weitgehend in einen „gesellschaftlichen Notbetrieb“ übergegangen wird.  Eine sehr häufige Frage lautet nämlich, wie erfahren wir, dass es sich nicht um einen begrenzten Stromausfall, sondern um ein länger andauerndes Blackout handelt? Dies könnte etwa mit der frühzeitigen Auslösung eines Zivilschutzalarms erreicht werden, wenn das vorher auch kommuniziert wurde.

autoradioFür die Krisenkommunikation werden wahrscheinlich nur mehr wenige Kanäle zur Verfügung stehen. Etwa das Radio (Autoradio, Handy, Batterieradio). Der Hauptsender wird aufgrund der Reichweite Ö3 sein. Aber auch die Regionalradiosender werden eine wichtige Rolle spielen.

Auch nach der Wiederkehr der Stromversorgung werden noch umfangreiche Kommunikationsmaßnahmen erforderlich sein. Einerseits in der Bewältigung des Schockerlebnisses und anderseits, um möglichst rasch wieder zur Normalität zurückkehren zu können. Denn auch wenn die Stromversorgung wieder funktioniert, wird es noch wesentlich länger dauern, bis die Normalität in den anderen Infrastrukturbereichen und vor allem in der Versorgung wieder hergestellt werden kann.

Durch eine offene und transparente Risiko- und Krisenkommunikation (Sicherheitskommunikation) könnte eine wichtige Zeitreserve für den Fall eines Blackouts geschaffen werden. Diese kann zur Milderung der Schäden und zum raschen Wiederherstellen der Normalität beitragen.

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Die wichtigsten Kurzwellenradiofrequenzen für den Katastrophenfall

Mit einem entsprechenden Kurzwellenempfänger (Weltempfänger) kann man diese Kanäle empfangen. Ergänzungen sind gerne willkommen!

  • 5800 bis 6300 khz AM 49m Band
  • 7200 bis 7500 41m
  • 9400 bis 9900 31m
  • 11600 bis 12100 25m
  • 13.600 bis 13.900 22m
  • 15.100 bis 15.800 19m
  • 17.500 bis 17900 16m
  • 21.500 bis 21..850 13m
  • wobei 49mm bis 25m fuer Europa
  • und 25m bis 13m fuer Interkontinentalempfang sind, aber nur wenige Sender senden noch auf AM

Funkamateure – Notfunkstellen – A.R.E.N.A (Amateur Radio Emergency Network Austria

Die Funkamateure betreiben ein österreichweites Notfunksystem, dass auch bei Blackout funktioniert. Sie stellen damit eine wichtige Rückfallebene dar.  Ähnliche Kapazitäten gibt es auch in anderen Ländern, wie etwa in Deutschland mit dem www.notfunk-leuchtturm.de.

Der Amateurfunk/Notfunk findet im Katastrophenfall in Österreich auf 3.600bis 3.800 und 7.100 bis 7200 in LSB (lower side band modulation) statt. Eine Liste der österreichischen Funkamateure stellt das BMVIT zur Verfügung.

Klicken Sie auf die Karte um zu einer interaktiven Karte zu gelangen.
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Gemeinschaftliche Vorbereitungen Persönliche Vorbereitung

 

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