Beispiele für das Energiezellensystem

 

zellenAuf dieser Seite werden konkrete Beispiele gesammelt, die bereits einen Beitrag zum Energiezellensystem leisten bzw. eine Vorstufe darstellen.

Steuerung / Regelung / Selbstorganisation

Solothurn: Grid Sense erlernt Nutzerverhalten mit künstlicher Intelligenz

27.02.16

(PM) Adaptricity, AEK, Alpiq und Landis+Gyr untersuchen zusammen mit dem Kanton Solothurn in der Gemeinde Riedholz, wie sich der Energiefluss in einem Stromverteilnetz durch künstliche Intelligenz optimieren und steuern lässt. Ein teurer Netzausbau soll damit minimiert und Stromkosten gesenkt werden.

Im Test wird untersucht, wie GridSense die grossen Stromverbraucher wie Wärmepumpen, Boiler, Hausbatterien und Ladestationen für Elektrofahrzeuge steuert und Messdaten von Photovoltaikanlagen für den optimalen Netzbetrieb einbezieht.

Die Technologie GridSense wird dabei in der Gemeinde Riedholz bei Solothurn an rund 40 Einfamilienhäusern und Wohnungen in der Praxis eingesetzt. Im 18 Monate dauernden Test wird untersucht, wie GridSense die grossen Stromverbraucher wie Wärmepumpen, Boiler, Hausbatterien und Ladestationen für Elektrofahrzeuge steuert und Messdaten von Photovoltaikanlagen für den optimalen Netzbetrieb einbezieht. GridSense sorgt dafür, dass das Stromnetz stets optimal ausgelastet ist und optimiert auch den Eigenverbrauch der Kunden. Idealerweise wird der selbst erzeugte Strom aus Photovoltaik entweder im eigenen Haus oder innerhalb des Quartiernetzes verbraucht.

Quelle: www.ee-news.ch, Weitere Informationen: www.sologrid.ch

Babelbee – das Open Source Stromnetz Analyse Projekt

27.02.16

Das Open Source Projekt “Babelbee” (www.babelbee.org) will einen flexiblen Hardware Baustein für die Stromnetzanalyse bereitstellen, der es erlaubt ein lokales Stromnetz zu studieren und individuelle Lösungen für ein dezentrales Stromnetzmanagement zu bauen.

Die Vortragsfolien stehen auch als PDF zur Verfügung.

Intelligente Notstromversorgungskonzepte unter Einbeziehung Erneuerbarer Energien

27.02.16

Wie das Energiezellensystem funktionieren könnte, zeigt das deutsche Forschungsprojekt “Intelligente Notstromversorgungskonzepte unter Einbeziehung Erneuerbarer Energien (Smart Emergency Supply System (SES²))“. Wobei dieses auf eine Inselnetzversorgung fokussiert. Um das großräumig skalieren zu können, ist auch eine Orchestrierung erforderlich, bzw. müssen auch noch die unterschiedlichen Zeithorizonte berücksichtigt werden. Aber das System kann sicher ein Baustein im zukünftigen Energiezellensystem sein. Dazu eine sehr anschauliche Aufbereitung (http://youtu.be/4H4jx_bG_Yc):

Forschungsprojekt SPIDERS (2011-2015)

05.03.16

Microgrid-Konzept zur Stärkung von Zuverlässigkeit, Sicherheit und Flexibilität unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Versorgung von 100% kritischer Lasten, Integration von erneuerbaren Energien, Verbesserung der Cyber Security.

http://energy.gov/eere/femp/spiders-jctd-smart-cyber-secure-microgrids

Forschungsprojekt An Intelligent Restoration System for a Self-healing Smart Grid (2014-2017)

05.03.16

Selbstheilendes Smart Grid basierend auf einem intelligenten NWA-System. Entwicklung eines adaptiven online NWA-Programms, Untersuchung von neuen NWA-Plänen zur Integration von EE in den NWA-Prozess sowie von Schwarzstartstrategien.

http://www.nsf.gov/awardsearch/showAward?AWD_ID=1408486&HistoricalAwards=false

Forschungsprojekt AFTER (2011-2014)

05.03.16

Schwachstellenbewertung und Notfallplanung der Energieversorgungssysteme und Erzeugungsanlagen, wobei ebenfalls relevante IKT-Systeme für Schutz und Steuerung berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt liegt auf kaskadierenden Ereignissen (wie Gefahren durch Naturgewalten oder durch menschliche Eingriffe), die katastrophale Ausfälle des Stromnetzes verursachen können.

http://www.after-project.eu/Layout/after

Forschungsprojekt SORGLOS (2013-2015)

05.03.16

Microgrids mittels EE-Anlagen und intelligenter Systemlösungen resistent gegen Blackouts gestalten. Entwurf eines robusten Systemansatzes, um im Microgrid einen schnellen NWA zu gewährleisten; Entwurf von Regel- und Betriebsführungsalgorithmen sowie Schutzauslegung für einen stabilen Inselbetrieb; Ermittlung des benötigen Mindestbedarfs an Erzeugung und Speicher sowie eine wirtschaftliche Bewertung.

http://www.ea.tuwien.ac.at/projekte/sorglos

Forschungsprojekt LINDA (2015-2018)

05.03.16

Konzept für einen stabilen Inselnetzbetrieb und einen beschleunigten Netzwiederaufbau zusammen mit dem vorhandenen Mix an dezentralen Erzeugungsanlagen.

http://forschung-stromnetze.info/projekte/netzwiederaufbau-mit-erneuerbaren-energien

Forschungsprojekt PV-Regel (2014-2017)

05.03.16

Untersuchen, in welcher Form PV-Anlagen unterschiedlicher Größen am Regelleistungsmarkt teilnehmen und zum Netzwiederaufbau beitragen können. Dafür werden technische Lösungen erarbeitet und in einem Feldtest untersucht.

http://forschung-stromnetze.info/projekte/regelleistung-mit-pv-anlagen-fuer-stabilen-netzbetrieb

Forschungsprojekt Transstabil-EE (2015-2018)

05.03.16

Regelungsverfahren zur transienten Stabilität im Netz bei hohem Anteil von erneuerbaren Energien sowie stromrichterbasierten Erzeugern und Lasten. Damit sollen zukünftig Großstörungen mit Netzauftrennung auch ohne konventionelle Kraftwerke beherrschbar werden.

http://forschung-stromnetze.info/projekte/regelung-von-wind-und-solarparks-fuer-stabile-netze

Forschungsprojekt Kickstarter (2015-2018)

05.03.16

Schwarzstart sowie der Wiederaufbau eines Inselnetzes mittels eines schwarzstartfähigen Batteriekraftwerks in Kombination mit EEG-Anlagen und nicht schwarzstartfähigen GuD-Kraftwerken. Praktische Erprobung.

https://www.enargus.de/pub/bscw.cgi/26?op=enargus.eps2&q=01158844/1

Projekt C/sells

22.03.16

Ein großflächiges Schaufenster in der Modellregion „Solarbogen Süddeutschland“. Es geht darum, mit der Digitalisierung der Infrastrukturen (Erzeugung, Verteilung, Speicherung, Liegenschaften) Massenfähigkeit in dezentralen Strukturen erreichen und damit ökologische Fortschritte und ökonomische Wertschöpfung erzielen. So treiben wir die Energiewende voran. Mit C/sells entsteht das erste überregionale, einsatzfähige Smart Grid, also intelligentes Strometz, in Deutschland.

Was bedeutet der Name C/sells?

Wofür das „C“ steht: In unserem Energiesystem der Zukunft interagieren autonom handelnde Zellen abgestimmt im regionalen Netz. Nutzung und Bereitstellung von Strom werden zusammen mit Wärme, Gas und Mobilität optimiert. Dabei werden Flexibilitäten in und zwischen den Zellen genutzt.

Wofür das „s“ steht: Durch virtuelle Plattformen können vielfaltige Akteure autonom und gleichzeitig verbunden agieren. Dadurch ergeben sich neue Wertangebote und Geschäftsmodelle. Dienstleistungen, Lösungen und Produkte bekommen einen neuen Marktplatz – das „s” steht somit für „sells”.

www.smartgrids-bw.net

Forschungs-Projekt NETZ:KRAFT

22.03.16

NETZ:KRAFT erarbeitet neue Konzepte für den Netzwiederaufbau (NWA) bei zukünftigen Kraftwerksstrukturen. Ziel ist die Einbindung erneuerbarer Energien beim NWA zu ermöglichen.

Das Vorhaben verfolgt zwei Hauptstränge: Einerseits die Weiterentwicklung der vorhandenen NWA-Konzepte der Übertragungsnetzbetreiber unter Berücksichtigung des Verhaltens von Erneuerbare-Energie-Anlagen (EEA). Andererseits grundlegende Untersuchungen der Möglichkeiten, dezentrale Erzeugung in Versorgungsinseln der Verteilungsnetzbetreiber zur Verkürzung von Ausfallzeiten aktiv zu nutzen. Übergreifend wird die Koordination der beiden Stränge untersucht.

www.energiesystemtechnik.iwes.fraunhofer.de

 

Energiebevorratung

Energiespeicher: WEMAG zeigt Batteriekraftwerk zum Netzaufbau nach Stromausfällen

27.02.16

Erstmals soll in Deutschland ein stationärer Großspeicher für den Wiederaufbau des Stromnetzes nach Großstörungen im elektrischen Versorgungsnetz sorgen. Im Rahmen des Demonstrationsprojektes „Kickstarter“ erhält das WEMAG-Batteriekraftwerk in Schwerin ein Upgrade seiner Steuerungssoftware sowie seiner technischen Anlagen.

In Zukunft soll es in Kombination mit EEG-Anlagen und Gas- und Dampfturbinenkraftwerken (GuD) dafür sorgen, dass das Stromnetz nach Großstörungen schnell wiederhergestellt wird und so Schäden in Millionenhöhe vermieden werden, berichtet die WEMAG.

Quelle: www.solarserver.de

Pilotprojekt: Thüga bindet Power-to-Gas-Anlage ins Stromnetz ein

27.02.16

Die Zwischenspeicherung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien ist ein ungelöstes Problem der Energiewende. Power-to-Gas-Anlagen könnten Abhilfe schaffen: Bei dieser Technologie wird Strom dazu genutzt, Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Der Wasserstoff kann dann ins Gasnetz eingespeist werden. Die Technologie ist derzeit jedoch noch nicht rentabel, da der Energieverlust bei der Umwandlung relativ hoch ist.

Quelle: energyload.eu

Bremsenergie von Philadelphias Zügen hilft das Stromnetz zu stabilisieren!

27.02.16

In einem experimentellen Test wird die beim Bremsen erzeugte kinetische Bremsenergie abgezweigt und als Strom in die Speicherbänke der U-Bahn-Station geleitet. Die Stromgewinnung wird bei jedem Abbremsen und Anfahren sinnvoll genutzt. Über eine intelligente Software kann die Batterieleistung als Anfahrhilfe der elektrisch betriebenen Züge verwendet werden. Interessant ist, dass die gewonnene Energie aber nicht nur für die Züge selbst genutzt werden kann, sondern auch anderweitig Verwendung findet.

Quelle: energyload.eu

Anmerkung: Grundsätzlich ist die Rückspeisung nicht wirklich völlig neu, aber sie gewinnt wieder an Bedeutung bzw. schafft neue Anwendungsfelder.

Leitprojekt „leafs – Integration of Loads and Electric Storage Systems into Advanced Flexibility Schemes for LV Networks“

07.03.16

Von der Simulation zum Feldversuch – Zunächst werden die Einsatzmöglichkeiten von Speichern und flexiblen Lasten im Stromnetz analysiert und konkrete Anwendungsfälle mithilfe von Simulationen und Labortests erprobt. Anschließend werden die Lösungen in Feldtests überprüft. Der Realitäts-Check ist in den österreichischen Gemeinden Eberstalzell (Oberösterreich) und Köstendorf (Salzburg), in denen Siemens bereits auf erfolgreiche Vorläuferprojekte aufbauen kann, sowie in der Gemeinde Heimschuh (Steiermark) geplant. „Die Testgebiete werden mit unterschiedlichen Speicher- und Kommunikationstechnologien ausgestattet. In Eberstalzell und Köstendorf kommen kleine Speicher im Kapazitätsbereich von 5 bis 10 kWh für Heimanwender zum Einsatz. In Heimschuh ist ein großer dezentraler Speicher mit einer Leistung von circa 90 kWh geplant, der den Energieverbrauch mehrerer Haushalte optimieren und gleichzeitig Spannungsprobleme beheben soll. So können wir prüfen, ob je nach Netztopologie, eingesetzten Komponenten und Szenarien unterschiedliche Effekte auftreten.

http://www.hitech.at/2016/03/07/vitamin-d-fuer-lokale-stromnetze/

EEBatt – Interdisziplinäre Energiespeicherforschung

22.03.16

EEBatt ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem 13 Lehrstühle und Fachgebiete der Technischen Universität München unter der Leitung des Lehrstuhls für Elektrische Energiespeichertechnik von Herrn Prof. Dr.-Ing. Jossen und des Lehrstuhls für Technische Elektrochemie von Herrn Prof. Dr. Gasteiger dezentrale stationäre Energiespeicher zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien und Unterstützung der Netzstabilität erforschen. Als Partner sind das  Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) und die VARTA Storage GmbH beteiligt. Zusammen mit der KWH Netz GmbH, einem regionalen Stromnetzbetreiber in Haag in Oberbayern, werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes evaluiert und umgesetzt.

https://www.eebatt.tum.de/startseite/

Flüssige Batterie speichert Erneuerbare Energien

22.03.16

Ein Team von Forschern am MIT hat eine komplett flüssige Batterie entwickelt, die im Vergleich zu aktuellen Batterien länger lebt und weniger kostet. Dadurch erhalten auch Erneuerbare Energien Rückenwind, weil sich deren Strom besser speichern lässt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 

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