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Medienberichte

 

Ab Ende April 2017 werden Medienberichte zum Thema Blackout oder Cyber vereinfacht in dieser Tabelle gesammelt. Eine Kommentierung erfolgt nur bei außergewöhnlichen Berichten.

Nr.DatumMeldungStichworte
128.04.17Gegen den Blackout: An diesen Lausitzer Orten gehen die Lichter niemals aus

Aber die Versorgung funktioniert trotzdem nur sehr eingeschränkt!
Blackout
229.04.17In Kärnten rüstet man sich gegen Strom-Blackouts

Es geht nicht nur um den Schutz, sondern auch um die Bewältigungsfähigkeit der Bevölkerung!
Blackout
413.05.17Renault stoppt teilweise die Produktion nach Cyber-Angriff

Siehe auch Datenschutz-Grundverordnung könnte Zahlungswilligkeit bei Ransomware fördern
Cyber
513.05.17Europol: Cyberattacke hatte „beispielloses Ausmaß“

Cyber
310.05.17Stromausfall in der Innenstadt von Nürtingen

23 000 Hausanschlüsse waren vom Stromausfall betroffen. Viele Bürger waren beunruhigt und riefen die Notrufnummern an. Das führte in der Esslinger Leitstelle annähernd zu chaotischen Verhältnissen.
Stromausfall
615.05.17IT-Experte: Es kann noch schlimmere Cyber-Attacke geben

Der Angriff hat eine bestehende Sicherheitslücke ausgenutzt, für die es bereits ein Sicherheitsupdate gab, und er war nur erfolgreich, wo dieses Update nicht aufgespielt wurde.
Laut TÜV-Einschätzung werden auch Aufzüge anfälliger für Cyber-Angriffe.
Cyber
717.05.17Wissenschafter warnen vor "digitalem Stillstand"

siehe auch Beitrag Digitaler Stillstand: Die Verletzlichkeit der digital vernetzten Gesellschaft – Kritische Infrastrukturen und Systemperspektiven

Studie, Cyber
823.05.17"WannaCry"-Nachfolger infiziert erste Rechner

„EternalRocks“ Die neue Schadsoftware ist raffinierter und agiert hinterhältiger als WannaCry, spricht jedoch die gleiche Zielgruppe an und nutzt mehrere NSA-Exploits der Shadowbroker-Familie. Die Hacker versuchen damit vor allem Nutzer anzugreifen, die noch nicht den WannCry-Patch eingespielt haben. Und: Dieses Mal gibt es keinen Ausschalter (Kill Switch), der die Malware stoppt.
Cyber
923.05.17WannaCry: Fast nur Windows-7-PCs infiziert

Nach aktuellen Zahlen von Kaspersky hat sich der Erpressungstrojaner WannaCry fast ausschließlich über Windows-7-Versionen verbreitet. Die Infektionsrate bei Windows XP sei irrelevant.
Cyber
1026.05.17Überlastetes Handynetz ist Sicherheitslücke bei Grossanlässen und Terroranschlägen

"Dazu kommt, dass bei einem Stromausfall die kommerziellen Handynetze nach rund 20 Minuten ausfallen."

Interessant, wenn man bedenkt, dass es auch in der Schweiz ein landesweites Tetrapol-Netz gibt:

"Polycom ermöglicht den drahtlosen Nachrichtenaustausch innerhalb sowohl zwischen den verschiedenen Organisationen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Zivilschutz und Verbänden der Schweizer Armee."
Kritische Infrastruktur
1127.05.17British Airways: IT-Ausfall sorgt für globales Flugchaos

Fluggäste von British Airways waren am Samstag mit erheblichen Verspätungen und Ausfällen konfrontiert. Grund dafür war ein weitreichender Ausfall des IT-Systems der Airline, der für Beeinträchtigungen beim weltweiten Flugbetrieb sorgte. Es gebe hingegen keine Hinweise auf einen Cyberangriff.

Ähnlich wie jetzt bei British Airways gab es in der Vergangenheit schon Vorfälle bei anderen Airlines und Flughäfen. Erst im April des Jahres brachte ein Computerproblem im Kontrollsystem die Balearen-Flughäfen Ibiza, Menorca und Palma für mehrere Stunden durcheinander. Fluglotsen müssen sich unter erschwerten Bedingungen auf die ankommenden Maschinen konzentrieren.

Im September des Vorjahres hatte British Airways abermals mit Verzögerungen zu kämpfen. Ein IT-Fehler führte zu langen Wartezeiten auf den Londoner Flughäfen Heahthrow und Gatwick, auch Passagiere anderer Flughäfen beschwerten sich über Verspätungen.
Cyber
1230.05.17Stromausfall im Brüderkrankenhaus Trier am Montagabend

Das Krankenhaus hat am Dienstagvormittag mitgeteilt, dass offenbar ein Defekt eines Steuerungsschalters in der Stromversorgungsanlage die Ursache für den Blackout war. Durch den Defekt gab es auch keine automatisierte Zuschaltung des Notstromaggregates, das manuell in Gang gesetzt werden musste. Haustechnik und Fachfirmen seien dabei, die Ursache des Defekts zu klären.

Die Berufsfeuerwehr hatte in einigen Bereichen des Krankenhauses weitere Stromerzeuger aufgebaut, um alles aufrecht zu erhalten.
1330.05.17Bosch legt BMW lahm

BMW muss wegen Lieferproblemen des Zulieferers Bosch die Fahrzeugproduktion in mehreren Werken drosseln. Der Fall zeigt erneut, wie fragil die Lieferketten in der Automobilindustrie sind, bei denen Teile rechtzeitig an die Produktionsbänder gebracht werden müssen. Fällt ein zentraler Lieferant aus, kann das gesamte System ins Stocken geraten.
Versorgungssicherheit, Abhängigkeiten
1402.06.17Wir werden es nicht verhindern können, dass es Ausfälle gibt. Im Kleinen wie im Großen.

Es wird immer irgendetwas nicht funktionieren. Egal, wie oft es getestet wurde.

Obwohl die Unternehmen immer mehr für ihre Cyber-Sicherheit tun, wird es nie genug sein können. Wir werden noch mehr von diesen Cyberattacken erleben. Die gibt es zwar schon länger, aber nun beginnen wir sie auch zu spüren, eben etwa bei Flugausfällen.
Cyber
1511.06.17Blackout-Versicherung für Firmen

Eine mehrmonatige Stromknappheit könnte Schäden von mehr als 100 Milliarden Franken verursachen.
Unrealistisch ist das Szenario keineswegs. Im letzten Januar konnte im benachbarten Frankreich ein Netzabsturz nur knapp verhindert werden.
Da künftig in Europa mehr Kernkraftwerke abgeschaltet werden und dessen Produktionsausfall durch unregelmässigen Wind- und Solarstrom ersetzt werden soll, steigt laut Experten die Blackout-Gefahr. Um das Netz stabil zu halten, muss die Stromproduktion immer mit dem Stromverbrauch übereinstimmen.
Helvetia hat die Blackout-Versicherung vor allem wegen der fortschreitenden Digitalisierung und der damit verbundenen Verwundbarkeit geschaffen.
Blackout
1611.06.17Den eigenen Kapazitäten besser vertrauen

Der Kapazitätstest ist die Königsdisziplin unter den Prüfungen der lebenswichtigen Notstromreserven der Energieversorgung in Form von stationären Batterieanlagen.

Stationäre Batterieanlagen in Kraftwerken, Umspannwerken, Schaltanlagen, Krankenhäusern oder in der IT-Infrastruktur versorgen während eines Stromausfalls wichtige Anlagenteile wie Leistungsschalter und Schutzrelais, Rechnersysteme, Steuerungselemente oder Telekommunikationsanlagen weiter mit Strom. In Sekundenbruchteilen schaltet die Anlage beim Blackout auf diese allerletzte Stromreserve um, bis die Notstrom-Dieselgeneratoren angelaufen sind oder die Stromversorgung wieder steht. Diese Zeitspanne muss eine stationäre Batterieanlage sicher überbrücken können.
Versorgungssicherheit
1712.06.17Drohne verursacht Stromausfall

In Kalifornien haben rund 1.600 Personen einen mehrstündigen Stromausfall erlebt, weil eine Drohne in eine Hochspannungsleitung geflogen wurde. Ob dies absichtlich geschah, ist nicht bekannt.
Stromausfall
1812.06.17Abwehr von Cyber-Angriffen: Niedersachsens Innenminister fordert Katastrophenschutz-Übung

Zur Abwehr von Cyber-Angriffen hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius gemeinsame Katastrophenschutz-Übungen von Bund und Ländern gefordert.

Hackerangriffe auf lebenswichtige Systeme der Gesellschaft sind keine Fiktion mehr, sondern längst Realität.

"Wir sollten nicht warten, bis etwas Schlimmeres passiert, sondern jetzt damit beginnen.

Die Auswirkungen können verheerend sein - zum Beispiel wenn unsere Energieversorgung, Krankenhäuser oder andere sogenannte kritische Infrastrukturen betroffen wären.
Cyber
1915.06.17Chaos wegen Stromausfall am Brüsseler Flughafen

Hunderte Passagiere mussten zeitweise im Freien warten.

Die Betreiber erwarteten jedoch noch für den ganzen Tag Verzögerungen im Ablauf.

Anmerkung: Siehe auch 2015: Stromausfall legte den Flugverkehr in Belgien lahm
Stromausfall
2015.06.17Rock am Ring: Terroralarm wegen Schreibfehlers

Der Terroralarm beim deutschen Musikfestival Rock am Ring geht nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz auf Schreibfehler zurück. „Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf“.
Das Festival war am Pfingstwochenende wegen einer terroristischen Gefährdungslage unterbrochen worden. Knapp 90.000 Menschen mussten das Gelände auf dem Nürburgring verlassen.

Anmerkung: Kleine Ursache, große Auswirkung
Terror
2116.06.17Blackout – Wie gut ist München auf einen Stromausfall vorbereitet?

Nun haben die Stadtwerke (SWM) geantwortet - und machen klar, dass München nie länger als sechs Stunden ohne Strom auskommen müsste. Mit der aktuellen technischen Konditionierung sind die SWM in der Lage, "die Versorgung der Stadt ohne Unterstützung des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers zu bewerkstelligen" (sogenannter Inselnetzbetrieb).

Im Falle eines Blackouts reichen die städtischen Treibstoffreserven (zum Beispiel für Dieselgeneratoren) "für bis zu 20 Tage". "Selbst bei einem europäischen Krisenfall mit einem zeitgleichen Totalausfall der öffentlichen Gasversorgung", wie die SWM betonen.
Blackout
2217.06.17Stromausfall: Land arbeitet Schutzpläne aus

Ein Blackout, also der Ausfall großer Stromnetze, ist keine Panikmache und nur Inhalt von Kinofilmen, sondern längst eine ernstzunehmende Gefahr. Darin sind sich Katastrophenschützer weltweit einig.

Hackerangriffe und Extremwettereignisse sind nur zwei Gründe, die eine großflächige Unterbrechung der Stromversorgung in Europa verursachen könnte und das binnen Sekunden. Die Wiederherstellung der Versorgung könnte dann lange Zeit in Anspruch nehmen.

Die Einsatz- und Krisenpläne sollen für einen Stromausfall von 72 Stunden ausgelegt sein. Markus Hudobnik fordert aber von jedem Einzelnen die Selbstverantwortung ein. So sollte jeder Lebensmittel-Konserven, Mineralwasser, ein batteriebetriebenes Radio für Informationen und Kerzen zu Hause haben, um sich eine Woche selbst versorgen zu können, Das muss bei vielen noch in das Bewusstsein: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich und je besser sich jeder darauf vorbereitet, desto angenehmer wird er es dann haben. Es sollte uns bewusst sein, dass es jederzeit so ein Blackout geben könnte.

Noch stecken die Krisenpläne für einen großflächigen Stromausfall in Österreich in den Kinderschuhen. Das soll sich in den nächsten Jahren aber ändern.
Blackout
2320.06.17Blackout – Selbsthilfe bei Stromausfall

n unserer vernetzten Welt bildet eine sichere Stromversorgung für uns die Basis des alltäglichen Lebens − ob Bereiche wie z. B. Kommunikation, Transport oder auch die Versorgung mit Lebensmitteln: wir alle sind abhängig von den technisierten Infrastrukturen, die uns umgeben. Doch was passiert, wenn der Strom mal länger ausfällt? Wie gut oder schlecht sind wir darauf vorbereitet? Und wie unterscheiden wir uns von anderen Kulturen und Gesellschaften? Die Katastrophenforschungsstelle und das Institut für Sozial- und Kulturanthropologie laden zum Experiment „Blackout“ ein und testen die Selbsthilfefähigkeit der Besucher/innen der Langen Nacht der Wissenschaften. Lernen Sie etwas über die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen sowie die aktuellen Forschungsmethoden und -ergebnisse.
Blackout, Bevölkerung
2420.06.17Weltwetterorganisation warnt vor Hitzewelle

Wir nähern uns dem weltweiten Temperaturrekord von 1913

Er erinnerte daran, dass in Europa 2003 durch eine Hitzewelle 70.000 Menschen ums Leben kamen.
Versorgungssicherheit
2521.06.17http://orf.at/stories/2396285/2396286/Pegelstände in ganz Österreich niedrig

Derzeit befinden sich alle heimischen Gewässer auf den zwei niedrigsten Pegelstufen.

Was wohl auch dazu beiträgt, dass sie Strompreise derzeit relativ hoch sind.
Versorgungssicherheit
2626.06.17Der Blackout ist möglich

Ein Hacker legte vor sechs Wochen weltweit zehntausende Computer lahm. Auch die Deutsche Bahn erwischte es damals. Bundesweit fielen die Anzeigetafeln aus. Die Folgen waren überschaubar. Doch was, wenn es einem Hacker gelingt, in sensible Bereiche vorzudringen, zum Beispiel bei Stromversorgern? Wie sicher ist das deutsche Stromnetz?

Verbandspräsident von zur Mühlen meint hingegen, selbst Fachpolitiker würden die Gefahren unterschätzen.
Blackout
2726.06.17The World Is Even Less Stable Than It Looks

But flammable material is
accumulating and it is hard to have high confidence in the political leadership in several key countries
(including here in the United States).
Komplexität
2827.06.17Fast 70.000 Berliner Haushalte stundenlang ohne Strom

Die Berliner Feuerwehr ist gerade dabei, zwei große Wachen über Generatoren mit Strom zu versorgen. Die Einsatzkräfte können derzeit nicht ausrücken, weil sich die Hallentore ohne Stromversorgung nicht öffnen lassen. Das soll zeitnah behoben sein. Immerhin seien mehrere Aufzüge in den Wohngebieten stecken geblieben, Menschen warten dort auf Hilfe.
Stromausfall
2927.06.17Second Global Ransomware Outbreak Under Way

A global WannaCry-like ransomware outbreak–which began in Russia and Ukraine and spread across Europe–is being reported today. The attack is locking down networks in a number of industries, including energy, transportation, shipping and financial.

Security experts are still trying to determine what type of ransomware is being distributed.
Cyber
3028.06.17Digitaler Datenklau bedroht internationale Transportketten

Die Transport- und Logistikbranche gerät immer stärker ins Visier von Cyberkriminellen. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse bei Verladern, Spediteuren, Transportunternehmen und Infrastrukturbetreibern wachsen die Gefahren von Datenmissbrauch und -klau. Der weltweiten Logistikbranche drohen bereits 2020 rund sechs Milliarden Euro an Schäden durch Cyberkriminalität, warnt eine Analyse der Strategieberatung Oliver Wyman.

Anmerkung: Es geht hier längst nicht nur um Datenklau. Wie gerade aktuelle Ransomwareangriffe zeigen, geht es auch um die Verfügbarkeit von Daten und damit auch von Services!
Cyber
3103.07.17Die Waffen des Geheimdienstes sind außer Kontrolle

„Ich glaube“, sagte kürzlich etwa Leon Panetta, „dass wir unterschätzt haben, was geschehen kann.“ Panetta war unter dem früheren Präsidenten Barack Obama CIA-Chef und Verteidigungsminister. Er fürchtet, dass die NSA ihre Waffen nicht vor Dieben schützen kann. Computerviren aus den Laboren der Spione seien wohl längst weltweit verbreitet worden. „Sie tauchen in Gegenden auf, in denen sie nicht ein sollten“, sagte Panetta. Nordkorea, Russland, China, der Iran, sogar die Terroristen des IS – sie alle seien offenbar im Besitz amerikanischer Schadprogramme. Panetta glaubt, dass sich für die USA daraus eine ganz neue Bedrohungslage ergibt.

Früher beunruhigte westliche Regierungen die unkontrollierte Verbreitung chemischer, biologischer oder atomarer Waffen – heute müssen sie zudem mit der Proliferation digitaler Waffen rechnen.
Cyber
3207.07.17Hackerattacken auf die Ukraine sind nur der Vorgeschmack

Immer und immer wieder greifen Hacker wichtige Einrichtungen in der Ukraine an. Warum ausgerechnet dieses Land? Experten haben einen Verdacht: Die Angriffe sind lediglich ein Test für das, was folgen soll – ein Digitaler Krieg, der vor allem die USA treffen wird.

Man kann kaum behaupten, wir seien nicht verwundbar. Alles, was untereinander verbunden ist, ist verwundbar.
Cyber, Versorgungssicherheit
3309.07.17Brand in US-Umspannwerk lässt 140.000 Menschen ohne Strom

Während die Feuerwehr versuchte, die Flammen einzudämmen, musste das Umspannwerk zu dem Stromnetz abgeschaltet werden. Das Ausmaß der durch das Feuer zugefügten Schäden war zunächst unklar. Der Brand entstand vor dem Hintergrund einer Hitzewelle in der Region.
Stromausfall
3410.07.17Frankreich stellt Abschaltung von AKWs in Aussicht

Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot hat die Abschaltung von bis zu einem Drittel der französischen Atomreaktoren in Aussicht gestellt. Um den Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion wie geplant bis 2025 auf 50 Prozent zu senken, müsse „eine gewisse Anzahl“ von Reaktoren abgeschaltet werden, sagte Hulot heute dem Radiosender RTL. Das werde „vielleicht bis zu 17“ Reaktoren betreffen.

Anmerkung: Das ist zwar erfreulich, die Frage ist nur, wie diese Menge an Kraftwerken in dieser kurzen Zeit kompensiert werden kann. Und auch Frankreich ist Teil des gesamteuropäischen Verbundsystems, das nur im Ganzen funktioniert.
Energiewende, Versorgungssicherheit
3512.07.17Stromausfall in weiten Teilen Landshuts sorgt für chaotische Szenen

Weite Teile Landshuts, unter anderem auch der Bahnhof, warem eine knappe halbe Stunde von dem Blackout betroffen.

Weil auch die Ampelanlagen betroffen waren, kam es zu chaotischen Szenen im Straßenverkehr. Auf einer der meistbefahrenen Kreuzungen Landshuts, die der B299 mit der Siemensstraße, krachte es dann auch gleich.

Anmerkung: Das war kein Blackout, sondern ein gewöhnlicher lokaler Stromausfall.
Stromausfall
3615.07.17Big Data hilft bei klimafreundlicher Stromversorgung

Kurzfristige Windprognosen vergleicht schon der Netzbetreiber TenneT mit den tatsächlich ins Netz eingespeisten Windstrommengen. Große Abweichungen von oft mehr als 70 Prozent sind bisher allerdings keine Seltenheit.

Anmerkung: Gerade Preissignale sind nur sehr bedingt dazu tauglich, eine Laststeuerung durchzuführen, wie die Uni Bremen festgestellt hat. Hier könnte genau der gegenteilige Effekt erreicht werden. Zum anderen kann man natürlich mit mehr Daten genauere Prognosen erstellen. Jedoch steigt damit auch wieder die Abhängigkeit und Komplexität. Daher wird es auch auf das Gesamtsystemdesign ankommen. Einfach so weiter wie bisher wird nicht funktionieren. Wir benötigen ein dezentralisiertes Energiezellensystem, wo auch Rechenmodelle eine Rolle spielen können.
Komplexität
3701.07.17USA warnen vor Cyberangriffen auf Energiewirtschaft

Die US-Regierung warnt die Industrie vor Hackerangriffen auf Atom- und Energiefirmen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Heimatschutzministeriums (DHS) und der Bundespolizei FBI hervor, der Reuters am Freitag vorlag.

Derartige Warnungen gibt es schon seit längerem. Siehe eigene Auswertungen
Cyber, Verwundbarkeit
3823.07.17Die Angst vor dem Blackout

Rund zwei Drittel der Schweizer Elektrizitätswerke befürchten Stromausfälle als Folge von Cyber-Attacken, zeigt eine Studie der Beratungsfirma EY.

Cyber-Kriminalität sei für Energieunternehmen ein ähnlich grosses Risiko wie Naturkatastrophen oder Brände.

Wenn zwei Drittel aller 82 befragten Stromversorger sich Sorgen machten, zeige dies, dass Handlungsbedarf bestehe.

Blackout
3928.07.17IoT-Geräte in Österreich: 31.000 von 280.000 unsicher

In Österreich gibt es eine beträchtlich hohe Zahl ungeschützter Router und Webcams im Internet, so eine neue Studie von Avast. Warum das ein Problem ist und was man tun kann.
Cyber, IoT
4027.07.17Mit einem Kompass durchs Zeitalter der Komplexität

Die Welt von morgen verlangt mehr als Sachkompetenz und emotionale Intelligenz. Neue Fertigkeiten sind gefragt.

Viele Verursacher, viele Einflussfaktoren, die einander hemmen, beschleunigen, auslöschen oder auch vernachlässigbar sein können.

Simple Ansätze nach dem Prinzip „Ursache – Wirkung“, unterfüttert von Ideologie oder Tradition, müssen umfassenden, systemischen Lösungsansätzen weichen, die auch der Komplexität der Problemstellungen gerecht werden können. Nichts anderes wird umschrieben, wenn von der Auflösung des Lagerdenkens gesprochen wird.

Einerseits trauen die Menschen den etablierten politischen Lagern immer weniger zu, mit ihren ideologiebehafteten Patentrezepten für die drängenden komplexen Fragen gerüstet zu sein. Zum anderen treten im öffentlichen Interesse eben diese Sachthemen in den Hintergrund und die eigentlichen Grundbedürfnisse rücken ins Zentrum.

Auch der zweite große Problemkreis an Herausforderungen, zu denen glaubwürdige Konzepte dringend gefragt sind, geht auf eine ähnliche Gemengelage zurück. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie eine gleichberechtigte Teilhabe („Equality“) der Menschen an zentralen gesellschaftlichen Prozessen sichergestellt werden kann.
Komplexität
4114.08.17Zwölferhorn-Bahn in St. Gilgen evakuiert

Die Zwölferhorn-Bahn in St. Gilgen (Flachgau) hat Dienstagnachmittag wegen eines technischen Defekts evakuiert werden müssen. Mehr als hundert Personen saßen fest. Die Hitze sorgte bei Fahrgästen für Kreislaufprobleme.

Zuerst wurde überlegt, die Passagiere mittels Hubschraubers zu bergen, die Bahn konnte aber im Notbetrieb die restlichen Gondeln zumindest bis zur Tal- beziehungsweise Bergstation bringen. Bei der Bergstation warteten rund 300 Personen, die ins Tal gebracht werden mussten. Die Freiwillige Feuerwehr St. Gilgen alarmierte auch die umliegenden Feuerwehren. Sie brachten die Gäste mit geländegängigen Fahrzeugen ins Tal.
Ausfall
4215.08.17Trojaner-Angriffe gegen Ziele in Nordkorea angelaufen

Rund um die bevorstehenden Manöver der südkoreanischen Streikräfte mit ihren US-Verbündeten kamen zwei neue und massive Spionagekampagnen mit Trojaner-Schadsoftware gegen das Regime in Pjöngjang ans Tageslicht.

Während die Welt noch rätselt, welche Seite im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA nun welche Maßnahmen ergreifen wird, sind laut mehreren Anti-Virusfirmen mindestens zwei große „Cyber“-Kampagnen gegen nordkoreanische Ziele angelaufen. In beiden Angriffswellen werden mit Trojaner-Schadsoftware verseuchte Word-Dokumente an Repräsentanten, Handelsfirmen und Organisationen des nordkoreanischen Regimes verschickt.
Cyber
4315.08.17Anlagen und Maschinen im Fadenkreuz der Hacker

Auch die Welt der Hacker ist komplexer geworden, so der Tenor auf der Black-Hat-Conference in Las Vegas, einer der wichtigsten internationalen IT-Sicherheitskonferenzen. Griffen sie früher PCs und Server an, sind inzwischen Industrieanlagen ihr Ziel. Das könnte zu großen Sicherheitsproblemen führen.
Cyber
4418.08.17Update macht hunderte smarte Schlösser unbenutzbar

Hunderte Nutzer standen vergangene Woche vor verschlossenen Türen – denn ein Firmware-Update der Firma Lockstate sorgte für einen Defekt bei rund fünfhundert smarten Schlössern. Das 469 Dollar teure Gerät wird vor allem von AirBnb-Vermietern verwendet, berichtet Bleeping Computer. Diese mussten physische Ersatzschlüssel für Urlaubsgäste organisieren. Das Unternehmen gab an, dass die smarten Schlösser binnen fünf Tagen repariert werden können. Außerdem wurde ein Austausch der Geräte angeboten, der bis zu zwei Wochen dauert.

Der Vorfall zeigt die Gefahren des "Internets der Dinge" auf. Da "echte" Schlüssel noch funktionierten, konnten private Nutzer größere Probleme meist vermeiden. Allerdings soll es auch User geben, die ohne solche Schlüssel außer Haus gehen und die Türe dann kostspielig von Schlüsseldiensten öffnen lassen mussten.
Cyber, Realität
4519.08.17Logistikalptraum auf zentraler Güterroute

Ein Regionalzug benötigt für die Strecke zwischen Baden-Baden und Rastatt im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg rund fünf Minuten - für Hunderte Personen- und Güterzüge, die in der Regel hier täglich verkehren, sind die beiden Städte nur Durchfahrtsstationen: Derzeit steht allerdings alles still, und der Grund dafür findet sich ausgerechnet in einem Vorzeigeprojekt, das die bisherige Rheintalstrecke künftig entlasten soll.

Konkret ist vor mittlerweile einer Woche bei einer Schlüsselstelle des seit Mai 2016 im Bau befindlichen Rastatt-Tunnels etwas gänzlich schiefgegangen, und das Problem wiegt weit schwerer, als die von der Deutschen Bahn (DB) zunächst in den Raum gestellten „technischen Störungen“ vermuten lassen. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Baden-Baden hat ein Erdrutsch in einer der beiden Tunnelröhren zu einer Absenkung der nur wenige Meter darüber liegenden Zugsstrecke geführt. Was folgte, war ein Komplettstopp aller Züge.
Kritische Infrastrukturen, Abhängigkeiten
4619.08.17Sturm in Oberösterreich: 150.000 Einwohner ohne Strom

Der schwere Sturm über Oberösterreich in der Nacht auf Samstag hat für großflächige Stromausfälle gesorgt. Umgestürzte Bäume und Blitzeinschläge sorgten für das Blackout. 150.000 Menschen saßen im Dunkeln berichtete die Netz OÖ GmbH in einer Presseaussendung.

Anmerkung:Siehe Netzausfallplan 19.08. 04:41 Uhr; Siehe auch Unterschied regionaler Stromausfall und Blackout!

Stromausfälle, Extremwetter
4720.08.17Einsatz - Sicherung der Wasserversorgung, Sturmschäden und Brandeinsatz in einer Nacht

Durch den Stromausfall zeigte sich, dass gewisse Ereignisse schneller als erwartet eintreten können. In den letzten Monaten wurden von der FF Aschach umfangreiche Pläne erstellt, welche Tätigkeiten bei einem Stromausfall in Aschach notwendig sind bzw. welche Einschränkungen und Schwierigkeiten dabei auftreten können.

Besonders wichtig bei einem Stromausfall ist die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Bedingt durch das Fassungsvermögen der Hochbehälter befindet sich immer nur ein Trinkwasservorrat für eine gewisse Dauer in den einzelnen Behältern. Im Normalfall werden diese Behälter durch Pumpen kontinuierlich wieder aufgefüllt. Kommt es nun zu einem Stromausfall können die Tanks nicht wieder gefüllt werden und es droht der Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung.

Als Vorbereitung darauf wurde von der FF Aschach angeregt, sämtliche Trinkwasserserversorgungsanlagen sowie die Kläranlage und das Feuerwehrhaus mit einer Einspeisestelle für die Notstromversorgung auszustatten. Diese Arbeiten wurden in den vergangenen Monaten durch die Gemeinde in Auftrag gegeben und haben sich beim heutigen Stromausfall bereits ausgezeichnet bewährt.

Durch ein Notstromaggregat konnte das Feuerwehrhaus mit Strom versorgt werden und in weiterer Folge gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Firma WDL durch einen Notbetrieb der Trinkwasserpumpen die Wasserversorgung in Aschach aufrecht erhalten werden.

Die im Vorhinein für diesen Fall erstellten Pläne haben sich früher als gedacht bewährt und werden nun auf Basis der Erfahrungen weiter verbessert werden.
Stromausfälle, Extremwetter
4821.08.17Nordkorea schlägt im „Cyber“-War zurück

Die Angriffe Nordkoreas richten sich gegen zivile „Contractors“ des US-Militärkomplexes, dahinter stehen dieselben „Cyber“-Krieger, die 2014 das Firmennetz von Sony verwüstet hatten. Der Angriff zielt auf Informationen über US-Raketensysteme ab.
Cyber
4921.08.17Wie Hacker große Frachtschiffe ins Visier nehmen

Mithilfe von Malware können Handelsschiffe lahmgelegt und manövrierunfähig gemacht werden. Kriminelle könnten sogar die Kollision zweier Schiffe herbeiführen.

Im Zuge #NoPetya-Attacke Ende Juni wurden Tausende Computer mit Schadsoftware infiziert. Die Angreifer verschlüsselten die Daten auf den Rechner und verlangten Lösegeld. Unter den Erpressungsopfern war auch die dänische Reederei Maersk, bei der Terminals in mehreren Häfen ausfielen. Wie die Unternehmensgruppe Møller-Maersk nun bekannt gab, schlug sich der Cyberangriff auch auf den Quartalszahlen nieder. Die #NoPetya-Attacke habe das Unternehmen 200 bis 300 Millionen Dollar gekostet, heißt es von Møller-Maersk.

Dieser Vorfall lässt erahnen, wie verwundbar die internationale Schifffahrt für Cyberangriffe ist. Lange wurde das Thema IT-Sicherheit von Reedereien vernachlässigt.

Da es in der Schifffahrt um extrem hohe Geldbeträge geht, seien die Unternehmen der Branche für Cyberkriminelle ein lukratives Ziel.
Cyber, Verwundbarkeit
5023.08.17Is the Power Grid Getting More Vulnerable to Cyber Attacks?

Two weeks ago it was cyberattacks on the Irish power grid. Last month it was a digital assault on U.S. energy companies, including a nuclear power plant.

Now, the scary side of it is [twofold]. One, our adversaries are getting much more aggressive. They’re learning a lot about our industrial systems, not just from a computer technology standpoint but from an industrial engineering standpoint, thinking about how to disrupt or maybe even destroy equipment. That’s where you start reaching some particularly alarming scenarios.

The second thing is, a lot of that ability to return to manual operation, the rugged nature of our infrastructure—a lot of that’s changing. Because of business reasons, because of lack of people to man the jobs, we’re starting to see more and more computer-based systems. We’re starting to see more common operating platforms. And this facilitates a scale for adversaries that they couldn’t previously get.

The piece that is completely lacking is active defense. There are less than 1,000 ICS cybersecurity professionals worldwide. We’ve got to focus on training the human. The only way to counter human adversaries that are flexible and funded is with trained defenders operating in defensible environments.
Cyber, Verwundbarkeit
5124.08.1790% of Companies Get Attacked with Three-Year-Old Vulnerabilities

A Fortinet report released this week highlights the importance of keeping secure systems up to date, or at least a few cycles off the main release, albeit this is not recommended, but better than leaving systems unpatched for years.

Anmerkung: Die faktische Realität. Natürlich wüssten wir, wie es besser geht. Aber die Realität zeigt doch deutliche Abweichungen ab und an die müssen wir uns orientieren!
Cyber
5127.08.17Die beste Versicherung? Für Pharma könnten es autarke Stromnetze - Microgrids sein

Pharma-Firma & Stromausfall: Wir haben alle gekühlten Waren innerhalb ein paar Stunden verloren.

Ein nur 1 Minute dauernder Stromverlust zu einem großen wirtschaftlichen Schaden führen kann, weil ein Großteil der Arzneimittel in großen Chargen zur Abschreibung gebracht werden müssen: Die Kosten und die Steigerung der Produktion mit sich gebracht haben. Mit einer Verlustleistung ist es nicht nur eine vorübergehende Unterbrechung, sondern eine verlorene Charge. Und der Marktwert einer verlorenen Charge kann leicht Millionen von Dollar erreichen.

Für große Pharma oder andere Unternehmen, die niemals Strom verlieren können, ist ein Mikrogrid nicht nur ein funktionelles Element, das eine erhöhte Energiezuverlässigkeit bietet - sondern dient auch als Energieversicherung und reduziert die Betriebskosten in Form von Betriebsversicherungen.

Diese Pharma-Firma sagt jetzt, dass ihre "Lieblings" Versicherung eine dedizierte Mikrogrid ist, die den Produktionsbereich abdeckt und wird verwendet, um Energiekosten im Stand-by-Modus auszugleichen.

Was für ein Konzept - eine Lieblingsversicherung - das im Hintergrund arbeitet, spart Geld im Vordergrund und spart Millionen von Dollar im Falle von Unglück (was in diesen Tagen immer häufiger ist).
Nach dem Durchsehen der Zahlen entdeckten wir, dass die Kosteneinsparungen für die Mikrogrid in nur 3 Jahren bezahlen würden, wenn das Gerät so dimensioniert wäre, dass es die wichtigsten Produktionslinien abdeckte. Dieser kurze ROI ist sicherlich im Hinblick auf die Finanzabteilung des Unternehmens gerechtfertigt.

Über die Pharma hinaus, kleine Unternehmen, die auf kontinuierliche Produktionen angewiesen sind, würden die gleichen Kostenvorteile gelten. Für eine Bierbrauerei, die das Gebräu bei einer gegebenen Temperatur halten muss, oder ein Lager, das gekühlt werden muss, ist die Verwendung von microgrid als Versicherung für die Senkung der Versicherung ein echtes Phänomen. Für Einzelpersonen wären die Kostenvorteile in Zeiten extremer Wetterereignisse mehr ein Konzept in Sachen Sicherheit und Sicherheit.
Vielleicht sollten Solar-, Wind- und Hybrid-Microgrids mit Diesel-Generatoren-Sets am besten als nutzbare Versicherungspolicen betrachtet werden, die uns vor Stromausfällen schützen, die jetzt immer häufiger werden.
Energiezellensystem
5229.08.17Klimawandel: Wo und wann die meiste Energie verbraucht wird

Wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitteilte, bedeuten die steigenden Temperaturen auch mehr Klimaanlagen und dies werde "zusätzlichen Druck auf die Elektrizitätsnetze ausüben, wenn es draußen heiß ist und Stromerzeugungs- und Übertragungsinfrastrukturen ohnehin belastet sind".
Klimawandel, Versorgungssicherheit
5330.08.17Stromengpass: Österreich mit zu wenigen Reserven

Deutlich beunruhigender seien da schon die fehlenden Kraftwerksreserven in Österreich. Das hätten die kalten Wochen im heurigen Jänner und Februar gezeigt. Die Stromversorgung habe nur dank massiver Importe aus Deutschland und Tschechien über den gesamten Zeitraum sichergestellt werden können. "Bis zu diesem Winter waren wir der Meinung, die Versorgungssicherheit sei gegeben, das ginge sich mit der nationalen Leistung aus", sagt Eigenbauer. "Wir wurden eines Besseren belehrt." Stromseitig ist Österreich stark abhängig von den Pumpspeichern. "Das sind aber Tages- und Wochenspeicher", sagt Eigenbauer. "Bei einer dreiwöchigen Kälteperiode, wie wir sie heuer hatten, sind die Pumpspeicher vorzeitig erschöpft. Damit hat das Land plötzlich keine Leistung mehr außer dem, was an kalorischer Leistung da ist – sprich Gas- und alte Kohlekraftwerke." Österreich stehe mit dieser Problematik nicht allein da. "Die meisten Mitgliedsstaaten der Union rüsten parallel zum Energy-only-Markt Kapazitätsmechanismen nach. Energy-only-Markt bedeutet, dass Kraftwerksbetreibern nur die bereitgestellte Energiemenge (Stromproduktion in Kilowattstunden, kWh) bezahlt wird. Für die Vorhaltung von Erzeugungskapazitäten – sprich Kraftwerksleistung in Kilowatt – erfolgt keine direkte Vergütung.
Versorgungssicherheit
5430.08.17Software-Update setzt Fernseher außer Gefecht

Dass ein Gerät nach einem Software-Update weniger kann, als vorher, kommt bei Smartphones schon mal vor. Dass es aber gar nicht mehr funktioniert, eher nicht. Jetzt setzt ein fehlerhaftes Update Fernseher von Samsung außer Gefecht, der Bildschirm bleibt dunkel.

Anmerkung: Bei einem Fernsehr nur für die Besitzer tragisch. Wenn das im Infrastrukturbereich passiert, hätte das ganz andere Auswirkungen.
Cyber, Realität
5501.09.17Cyber Security Assessment Netherlands 2017: Digital resilience is lagging behind the increasing threat

The digital resilience of individuals and organisations is lagging behind the increasing threat. Government, business and citizens take many steps to increase digital resilience, but this is not happening fast enough. This is apparent from the Cyber Security Assessment Netherlands 2017 (CSAN 2017), which demissionary State Secretary Dijkhoff sent to parliament in June and which is being published in English today.
Cyber, Realität
5602.09.17Grünes Licht für Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee

Laut Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gibt es Grünes Licht für das Pumpspeicherkraftwerk der Energie AG (EAG) in Ebensee in Oberösterreich. Der Bescheid ist rechtskräftig. Wann das 150-Megawatt-Kraftwerk, dessen Kosten in der Einreichplanung auf 150 Mio. Euro geschätzt wurden, gebaut wird, ist aber noch offen. Das hänge vom Strommarkt ab.

Pumpspeicherkraftwerke verfügen über hohe Wirkungsgrade und sind im Vergleich zu anderen Speichertechnologien relativ kostengünstig, setzen aber topografisch geeignete Standorte voraus.

Die reine Bauzeit des Projektes Ebensee würde 3 bis 4 Jahre in Anspruch nehmen. Wann es realisiert wird, ist noch offen und hängt von der Strompreisentwicklung ab.
Strommarkt, Speicher
5704.09.17UK infrastructure failing to meet the most basic cybersecurity standards

More than a third of national critical infrastructure organisations have not met basic cybersecurity standards issued by the UK government.

In total, 163 responses were received, with 63 organisations (39 per cent) admitting to not having completed the "10 Steps" programme.

The findings suggest that many key organisations are not as resilient as they should be in the face of growing and sophisticated cyber threats.
Cyber, Versorgungssicherheit
5807.09.17Experten: Hacker rüsten sich für Sabotage von Kraftwerken

Eine seit Jahren aktive Hackergruppe kundschaftet laut IT-Sicherheitsexperten Kraftwerke im Westen und der Türkei aus, um sie sabotieren zu können. Dabei gehe es derzeit darum, in Computernetze einzudringen und Informationen zu sammeln, erklärte die Sicherheitssoftwarefirma Symantec.

Die Hacker seien in die Netze von 20 Unternehmen in den USA, sechs in der Türkei und eines Branchenzulieferers in der Schweiz eingedrungen. Auch Kraftwerke in Deutschland, den Niederlanden und Belgien seien dabei ins Visier geraten, es seien aber keine erfolgreichen Angriffe festgestellt worden.

„Wir sehen, dass die wahrscheinlichsten Ziele Fernzugriff und Sabotage sind“, sagte Symantec-Forscher Candid Wüest zum Vorgehen der Angreifer. In den bisher bekannten Fällen war es Hackern 2015 und 2016 zweimal gelungen, Kraftwerke in der Ukraine zu stören.
Cyber, Stromversorgung, Hacker
5909.09.17Bayern und Baden-Württemberg:Nicht genug Strom für Elektroautos?

Das Stromnetz in den Autoländern Bayern und Baden-Württemberg ist nach Brancheneinschätzung nicht auf die erwartete Verbreitung von Elektroautos und Wärmepumpen vorbereitet. Die Energiewirtschaft geht davon aus, dass in Zukunft deutlich höhere Lastspitzen auftreten als bisher, heißt es bei den Verbänden für Energie- und Wasserwirtschaft in den beiden wirtschaftsstarken Bundesländern. Zugleich geht die in Süddeutschland produzierte Strommenge zurück. Die vier Übertragungsnetzbetreiber erwarten in den Berechnungen für den Netzentwicklungsplan, dass die Stromproduktion im Süden nach der Abschaltung des letzten Atomkraftwerks 2022 deutlich unter dem Bedarf liegen wird.

Den Stromversorgern gibt beides zu denken: verfügbare Strommenge und Spitzenlast. "Über die Strommenge machen auch wir uns Gedanken, das ist nicht ganz ohne, insbesondere wenn die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen", sagte Höck. "Die Frage der maximalen Last ist jedoch lokal fast das bedeutendere Thema. Gleichzeitig haben wir einen Trend zur Eigenversorgung. In der Zukunft werden wir sowohl Tage und Stunden mit niedrigen als auch mit höheren Spitzenlasten haben."

Sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg deckten Atomkraftwerke bis zur Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 etwa die Hälfte des Strombedarfs. Der Atomstrom wird ab dem Jahreswechsel 2022/23 fehlen. Die geplanten Gleichstrom-Höchstspannungstrassen von Nord- und Ostdeutschland nach Süden aber werden nach allgemeiner Einschätzung frühestens 2025 fertig sein.
Energiewende, E-Mobility Versorgungssicherheit
6010.09.17Neue deutsche Stromautobahn geht in Betrieb

Nach mehr als zehn Jahren Planung und Bau geht in Deutschland die Höchstspannungsleitung von Sachsen-Anhalt über Thüringen nach Bayern in Betrieb. Die „Thüringer Strombrücke“ soll Strom von Norddeutschland in den Süden bringen. So wird vor allem der Windstrom aus dem Nordosten besser angebunden.

Der Betreiber hofft, dass sie das Netz entlastet und so die Kosten senkt, die entstehen, wenn Engpässe beim Stromtransport überwunden werden müssen.

Die „Thüringer Strombrücke“ ist die zweite Höchstspannungsverbindung nach Bayern.

Eigentlich sollte die „Thüringer Strombrücke“ schon viel früher stehen. Zuletzt sollte sie fertig sein, bevor das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld in Bayern vom Netz geht - das war 2015.
Energiewende
6111.09.17Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten

Windparks machen einen professionellen Eindruck, doch bei der IT-Sicherheit hapert es leider.

Viele Anlagen sind über zahlreiche Schwachstellen angreifbar sind - und das Bewusstsein für IT-Sicherheit sowohl beim Hersteller als auch offenbar bei den Betreibern nicht besonders ausgeprägt ist. Zudem herrscht offenkundig ein Zuständigkeitschaos, das die klare Zuordnung von Verantwortung erschwert.

Eine zielgenaue Abschaltung Hunderter Anlagen, wie sie in einem Hollywood-Hackerfilm vorstellbar wäre, ist nach unseren Recherchen aber immerhin nicht zu befürchten.

Allein über Google finden wir so circa 100 Systeme, die augenscheinlich für die Administration von Windparks vorgesehen sind.
Kritische Infrastruktur, Cyber
6216.09.17Tschechisches AKW Temelin probt für Stromausfall

Im umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist der Notbetrieb bei einem Komplettausfall des Stromnetzes geprobt worden. Im sogenannten Inselbetrieb habe der zweite Block nur den Strom hergestellt, den er selbst zum Betrieb benötigt, teilte Kraftwerkssprecher Marek Svitak am Freitag mit.

Der Test in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sei der erste dieser Art seit 14 Jahren gewesen und habe insgesamt 18 Minuten gedauert. Um einen Blackout zu simulieren, sei die Verbindung zur zwei Kilometer entfernten Umspannstation unterbrochen worden.

Dann seien die Turbogeneratoren innerhalb kürzester Zeit auf fünf Prozent ihrer vollen Leistung heruntergefahren worden. Dies sei einer der schwierigsten Betriebszustände. „Bei schnellen Veränderungen der Belastung werden die großen Turbinen hohen Drücken und Temperaturveränderungen ausgesetzt“, erklärte der Sprecher.
AKW, Krisenvorsorge
6316.09.17Bluetooth-Sicherheitslücke Fünf Milliarden Geräte gefährdet

Bluetooth ist vor allem für Smartphone-Nutzer praktisch. Doch die Technologie hat eine schwere Sicherheitslücke, wie jetzt bekannt wurde. Fünf Milliarden Geräte könnten betroffen sein, schätzen Experten.
Cyber, Verwundbarkeit
6416.09.17Wie sicher sind unsere Kraftwerke?

Hacker bereiten Großangriffe gegen westliche Energieversorger vor. Auch Österreich ist keine Insel der Seligen. Die Branche hat bereits ein Team von Cyber-Söldnern engagiert.

Knapp 200 Großkraftwerke und rund 10.000 Kilometer Stromkabel. Das ist das Rückgrat der österreichischen Energieversorgung – und es läuft zunehmend Gefahr, ins Visier von Hackern zu geraten. Allein im heurigen Jahr habe das russische Hackerkollektiv „Dragonfly“ tausend westliche Kraftwerke angegriffen, berichtete der Sicherheitsdienstleister Symantec kürzlich. In etlichen Fällen – in den USA, der Türkei und der Schweiz – seien die Cyberkriminellen so tief vorgedrungen, dass sie „nur noch den Schalter hätten umlegen müssen“, sagt Eric Chien von Symantec. Und auch für Österreich gebe es „keine komplette Entwarnung“, heißt es beim Computer Emergency Response Team (Cert) auf Anfrage der „Presse“.

Sicherheitsexperten sind sich einig: Auch Österreichs Stromwirtschaft ist keine Insel der Seligen. Erst im vergangenen Jahr haben zwei deutsche Studenten die Steuerungsmodule heimischer Wasserkraftwerke im Internet ausfindig gemacht und hätten sie dort theoretisch auch sabotieren können.

Die Branche hat reagiert – und professionelle Hilfe zugekauft. Seit Mai finanziert sie eine eigene Abteilung im Cert, die das Stromsystem im Land schützen soll. „Wir sind seit Mai dabei, in Österreich aufzuräumen“, sagt Cert-Mitarbeiter Otmar Lendl zur „Presse“. Ab November startet der Vollbetrieb.

erglichen mit anderen Branchen ist das Bedrohungspotenzial im Energiesektor allerdings deutlich größer. Wird ein einzelner Industriebetrieb oder ein Handelsunternehmen Opfer einer Cyberattacke, ist das in erster Linie schlecht für das Unternehmen selbst und vielleicht noch für seine Kunden und Anleger. Im Energiesektor sind die Marktteilnehmer jedoch eng miteinander vernetzt. Hier kann schon ein einziges erfolgreich attackiertes Unternehmen eine fatale Kettenreaktion auslösen und in weiten Teilen des Landes das Licht abschalten.

Die Wahrscheinlichkeit, dennoch Opfer zu werden, steige trotzdem. Mit jedem neuen Kleinkraftwerk und mit jedem intelligenten Stromzähler tut sich eine weitere Eingangstür für Angreifer auf. Das System wird komplexer – und damit schwerer zu schützen.
Cyber, Versorgungssicherheit, Kritische Infrastrukturen
6516.09.17Windkraft-Anlagen im Visier der Hacker

Viele Windkraft-Anlagen sind auf das Internet angewiesen – und deshalb angreifbar. Die Windparks sind nur unzureichend vor Angriffen geschützt und können das europäische Stromnetz gefährden.

Die deutschen Informatik-Studenten Tim Philipp Schäfers und Sebastian Neef von Internetwache.org haben gemeinsam mit dem Tech-Magazin «Golem.de» verschiedene Schwachstellen und unzureichende Schutzmechanismen bei Windkraft-Anlagen aufgedeckt. Den Recherchen zufolge sind Administrationspanels von Windparks in vielen Fällen deutlich schlechter gesichert als E-Mail-Konten.

Noch einfacher werde es Cyberkriminellen allerdings dadurch gemacht, dass viele Anlagen standardmässig unverschlüsselt mit dem Web kommunizieren, für die Internet-Verbindung häufig gewöhnliche Consumer-Router statt spezieller Industrieprodukte eingesetzt werden und veraltete Software auf den Anlagen läuft. „Viele Betreiber wissen nicht mal, dass ihre Anlagen mit dem Internet verbunden sind“, sagt Schäfers.

Internetwache.org warnt, dass Angreifer mit Ransomware-Angriffen Windräder lahmlegen könnten, um Lösegeld zu erpressen. In großem Umfang lanciert, könnten derartige Attacken zu Unregelmässigkeiten im Stromnetz führen. Schäfers und Neef zufolge gab es bereits solche Ransomware-Attacken, Insider-Informationen nach sei auch schon Lösegeld für das Freistellen von Windanlagen geflossen.

«Wir wundern uns, dass keiner genauer hinschaut», sagt Schäfers. «Weder Hersteller noch Betreiber legen ein ausgeprägtes Bewusstsein für IT-Sicherheit an den Tag.»
Cyber, Versorgungssicherheit, Kritische Infrastrukturen
6619.09.17KRITIS Krankenhaus: Wenn sich der Patient als Hacker entpuppt

Viele Kliniken zählen nach dem neuen IT-Sicherheitsgesetz als kritische Infrastrukturen (KRITIS). Heißt: Sie müssen sich unter anderem besonders gegen Cybercrime-Attacken schützen. Wie leicht eine Krankenhaus-IT zu knacken ist, zeigt ein realer Fall eines Kollegen.

Über das Multimediasystem auf Beatmungsgeräte zugreifen
Cyber, Kritische Infrastruktur
6725.09.17Chaos nach Stromausfall auf Flughafen von Sydney

Ein Stromausfall hat auf dem Flughafen der australischen Metropole Sydney für Chaos gesorgt. Heute Früh fielen nach Angaben des Flughafens zahlreiche Flüge aus, Hunderte von Passagieren waren betroffen. Es handle sich um „ein technisches Problem“ mit der Flugsicherung, das behoben werde müsse, so Air Services Australia.
Stromausfall, Erfahrungen
6804.10.17Droht der Blackout? Das Deutsche Stromnetz vor dem Winter-Härtetest

Dabei wird das deutsche Stromnetz immer heftiger beansprucht: Vor allem durch den stetig wachsenden Anteil an erneuerbarer Energie, der dazu führt, dass Angebot und Nachfrage beim Strom häufiger auseinander zu klaffen drohen. Darauf müssen sich die Stromerzeuger und Netzbetreiber einstellen, gerade jetzt vor der beginnenden Winterzeit.
Versorgungssicherheit
6904.10.17«Die nächste Rezession wird ein Endspiel an den Finanzmärkten auslösen»

Jede Finanzkrise hat ihren Auslöser. Wann der nächste Einbruch an den Finanzmärkten kommen wird, lässt sich nicht vorhersagen, aber für Albert Edwards steht schon heute fest, was den Börsen das Genick brechen wird. Als Achillesferse hat der unabhängige Denker der französischen Grossbank Société Générale die exzessive Verschuldung amerikanischer Unternehmen ausgemacht. So hat sich beispielsweise die Nettoverschuldung der im Russell-2000-Index zusammengefassten kleineren und mittelgrossen Gesellschaften seit Ende 2009 fast verfünffacht.

Auch der Beginn einer Rezession lasse sich nicht terminieren, aber viele Signale deuteten auf ein nahendes Ende des Konjunkturzyklus hin.

Hinzu komme ein fast grenzenloses Gottvertrauen der Anleger, deren Optimismus sich auf einem Höchstwert befinde.

Kommt es zu der angesprochenen Rezession, sieht Edwards für die Finanzmärkte und vor allem für die risikoreichen Anlageklassen schwarz.

«Die Kursgewinne vieler Jahre können sich innerhalb weniger Monate in Luft auflösen»,

Gesellschaft, Schwarzer Schwan, Crash
7005.10.17Nach Hurrikan Maria: Tesla sendet Hunderte Powerwall-Akkus nach Puerto Rico

Vor etwas über einer Woche verwüstete der Hurrikan Maria Puerto Rico, seitdem mangelt es fast an allem: Wasser, Nahrung und Strom sind rar, die Menschen kämpfen ums Überleben. Nun sendet Tesla nicht nur eine große Anzahl seiner Akkus in den karibischen Inselstaat, sondern auch Techniker und Solaranlagen.
Energiezelle
7106.10.17Speicher für erneuerbare Energie gesucht

In der Region Oberwart-Stegersbach ist ein Forschungsprojekt mit dem Namen „Urbane Speichercluster Südburgenland“ ins Leben gerufen worden. Ziel dieses Projektes ist es, Strom aus erneuerbarer Energie effizient zu speichern und dann an die Verbraucher zu verteilen.
Energiezelle
7206.10.17Erstes stromautarkes Haus

In Lembach im Mühlkreis ist jetzt ein Haus in Betrieb, das sich selbst mit Energie versorgen kann. Nach Angaben des Mühlviertler Heizungshersteller ÖkoFEN ist es das weltweit erste stromautarke Haus, das eine Pelletsheizung mit Photovoltaikanlagen kombiniert.

„Das wirklich Neue ist, dass es eine Heizung gibt, die mit erneuerbaren Energien funktioniert und auch Strom erzeugt im Winter“, so der Geschäftsführer von ÖkoFEN Stefan Ortner. Das zweite ist das intelligente Zusammenwirken von „Photovoltaik, Batteriespeicher und eben dieser neuartigen Heizung“.

Konkret heißt das: Wenn die Photovoltaikanlage an einem regnerischen Tag keinen Strom produziert, springt automatisch die Pelletsheizung ein, die mit einem Generator ebenfalls Strom erzeugen kann.
Energiezelle
7314.10.17Für Ernstfall gewappnet: Wenn in Nürnberg das Licht ausgeht

Große Stromausfälle sind in Deutschland selten. Meist fließt die Energie bereits nach Minuten wieder. Doch Experten warnen vor der wachsenden Gefahr durch Blackouts, die ganze Regionen über Tage oder gar Wochen lähmen könnten. Die Stadt Nürnberg will darauf vorbereitet sein.

"Unsere Energieversorger sind wirklich hervorragend vorbereitet. Aber der Teufel steckt im Detail", sagt Skrok. Und Bürgermeister Christian Vogel hat von einem entsprechenden Informationsbesuch in der Hauptstadt immer noch den Satz des Chefs der Berliner Berufsfeuerwehr im Ohr: Wir wissen nicht, wann so etwas passieren wird. Aber es wird einmal passieren.

Eine Stadt wie Nürnberg müsse sich bewusstmachen, wie in einem solchen Katastrophenfall das öffentliche Leben weiter funktionieren und Chaos verhindert werden kann.

In vielen Kommunen laufen die Vorbereitungen für einen solchen "Tag X", allerdings mit sehr unterschiedlichem Tempo. Laut Vogel und Skrok sind Städte wie Berlin und Hannover Vorreiter und bereits sehr weit.

Wie können die Mitarbeiter der Stadtverwaltung erreicht werden, wenn der Strom fehlt? Wie kann nach außen kommuniziert werden? Wie lassen sich Dialysepatienten versorgen? Wie könnte die Versorgung der Bevölkerung organisiert werden, wenn die Supermärkte leer sind?

Wie kann der Landwirtschaft geholfen werden, wo keine Melkmaschine, keine Kühlung für geschlachtete Tiere mehr funktioniert? Wie erreichen Notrufe eigentlich die Leitstellen? Wie sind die Kliniken darauf vorbereitet, einerseits mit einem Patientenansturm fertig werden zu müssen, gleichzeitig aber nur für eine begrenzte Zeit Diesel für den Notstrom zu haben?

Mit jeder Frage tauchen zehn neue auf, werden die Herausforderungen für Stadt, Behörden und Einsatzkräfte immer komplexer. Klar ist jetzt schon, dass man in einem solchen Fall in Nürnberg "Leuchttürme" für die Information der Einwohner schaffen würde, etwa über die Einbeziehung der Bürgerämter in den Stadtteilen.

Bei der Wasserversorgung ist Nürnberg laut Vogel in der "glücklichen Lage", dass hier in der Regel natürliches Gefälle für genug Druck in der Leitung sorgt und kaum elektrisch betriebene Hebewerke nötig sind.

Anmerkungen: Es ist sehr wichtig, dass Städte sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Es ist aber eine Illusion zu glauben, dass man die Versorgung der Bevölkerung in einem solchen Fall organisieren wird können, wenn diese nicht vorgesorgt hat. Daher ist die aktive Einbindung der Bevölkerung einer der wichtigsten Schritte.
Blackout, Krisenvorsorge
7417.10.17Projekt „Smiles“ soll Integration von Erneuerbaren und Speichern ins Netz vorantreiben

Mit der Energiewende verbunden ist die zunehmende dezentrale Erzeugung. Die Speicherung von erneuerbaren Energien und ihre Integration in die Netze ist dabei entscheidend, für eine gesicherte Energieversorgung in Zukunft. Dazu ist nun das Projekt „Smiles“ (Smart Integration of Energy Storages in Local Multi Energy Systems) aufgesetzt worden. Dort soll das europaweite Know-how zur der Simulation, Optimierung und Nutzung solcher Infrastrukturen zusammengeführt werden. Koordiniert wird das Projekt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Daran beteiligt sind zudem das Austrian Institute of Technology GmbH (AIT), die Danmarks Tekniske Universitet (DTU), die Electricité de France SA (EDF), die European Energy Research Alliance (EERA AISBL) und die Vlaamse Instelling Voor Technologisch Onderzoek N.V. (VITO).
Energiezelle, Forschung
7517.10.17Speicherclustern Südburgenland

Unter Berücksichtigung der Ausgangssituation sowie der Zielsetzung kleinstrukturierte Flexibilitäten zu vermarkten sollen zwei urbane Speichercluster (Oberwart und Stegersbach) realisiert werden: Umsetzung eines Living-Lab-Testbetriebes von zwei clusterbasierenden gebäude-, nutzerInnen-, quartierspeicher- und ladestationsübergreifenden Energiemanagementsystemen mit Fokus auf die Schaffung einer Schnittstellenkompatibilität, mit Fokus auf einen gebäudespezifisch überschaubaren Investitionsaufwand und mit Fokus auf neue innovative Tarif- und Bürgerbeteiligungsmodelle.
Energiezelle, Forschung
7617.10.17Distributed Energy Systems

Das CMG-AE Themenpanel „Distributed Energy Systems“ hat sich folgende Ziele gesetzt:

Unabhängige Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie auf Basis verteilter, jedoch intensiv vernetzter (Klein-)Strukturen soll in Zukunft eine sinnvolle Verteilung der erforderlichen Ressourcen sicherstellen. Die Transformation und Einbeziehung bereits bestehender Einzellösungen in innovative und autonome Gruppenlösungen auf breitem Konsens wird aufgezeigt und objektiviert.
Energiezelle, Forschung
7717.10.17„Ophelia“: Zehntausende irische Haushalte ohne Strom und Wasser

Nach dem Wirbelsturm „Ophelia“ sind in Irland noch Zehntausende Haushalte von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Laut Behördenangaben waren heute weiterhin etwa 216.000 Haushalte und Betriebe ohne Elektrizität und 20.000 ohne fließendes Wasser.

Der Wasserversorger Irish Water warnte, 360.000 weitere Haushalte drohten von der Versorgung abgeschnitten zu werden, sollte das Stromnetz für den Betrieb von Pump- und Wasseraufbereitungsanlagen nicht wiederhergestellt werden
Extremwetter, Stromausfall, Kritische Infrastruktur
7818.10.17Flächendeckender Stromausfall Wenn das Licht aus bleibt

Deutschland verfügt über ein gut ausgebautes Stromnetz. Doch welche Folgen hätte ein flächendeckender Zusammenbruch der Energieversorgung?

Neben der Versorgung würde die Entsorgung von Wasser und Müll zum Problem werden. Denn die Kläranlagen werden mit Strom betrieben.

Besonders der Wiedereinstieg in das Stromnetz würde eine enorme Herausforderung darstellen. Kraftwerke benötigen für ihren Eigenbetrieb Strom. Ist dieser nicht vorhanden müssten zunächst kleinere Kraftwerke in Betrieb genommen werden. In einem Wasserkraftwerk der Schweiz würde zum Wiedereinstieg erst eine Turbine dazu genutzt werden, um weitere Turbinen zu starten. Mit dem vorhandenen Strom könnten Funktionen wie Pumpen und Schieber betrieben werden, die letztendlich das Wasserkraftwerk wieder zum Laufen bringen würden. Nach und nach würden Leitstellen weitere Kraftwerke hinzu schalten und somit den Wiederaufbau des Stromnetzes im Land ausweiten.

Aufgrund des Aufbaus des deutschen Stromnetzes ist ein flächendeckender Stromausfall sehr unwahrscheinlich. Während des Normalbetriebs können sogar Ausfälle mehrere Leitungen kompensiert werden, damit es zu keinem großflächigen Stromausfall kommen kann

Anmerkung: Die Schlussbemerkung ist eine Truthahn-Illusion und könnte zum bösen Erwachen führen. Entscheident ist nur die Frage, ob wir auf ein solches Szenario vorbereitet wären.
Blackout, Truthahn-Illusion
7918.10.17Nach KatastrophenschutzübungLand nicht krisenfest bei Stromausfällen

Bei anderen Szenarien - wie beispielsweise großflächigen Stromausfällen - wären die Einsatzstellen jedoch deutlich schlechter vorbereitet. „Da kann es einem angst und bange werden“, gibt Remlinger zu. „Die Notstromaggregate sind zu schwach - selbst um eine Behörde wie das Regierungspräsidium am Laufen zu halten.“ Am Freitag hatten mehrere Büros von Feuerwehr und Polizei die verwaltungsinternen Abläufe unter anderem im Falle eines großflächigen Stromausfalls durchgespielt.

Blackout
8019.10.17EU-Kommission ruft Städte zu mehr Schutzmaßnahmen gegen Anschläge auf

Die EU-Kommission sieht die europäischen Städte und Gemeinden einem Bericht zufolge nur unzureichend vor Terrorangriffen geschützt. Wie die "Welt" (Dienstagsausgabe) berichtet, schlägt die Brüsseler Behörde daher einen "Aktionsplan zum verbesserten Schutz öffentlicher Räume" vor, der bereits in den kommenden 16 Monaten umgesetzt werden soll.

Die EU-Kommission begründet die Maßnahmen mit der "Propaganda" und der "Wahl der Ziele", in welchen sich "der Fokus der Terroristen immer stärker hin zu öffentlichen Räumen wie Fußgängerzonen, touristischen Zielen, Transportzentren, Einkaufsmalls, Konzerthallen und öffentlichen Plätzen in der Stadt" wende. In diesen Bereichen seien die Mitgliedstaaten "signifikant verwundbar".

Sorge bereitet Brüssel dem Bericht zufolge auch die Sicherheit von Zügen. Diese seien "ein Hochrisikoziel, weil die gesamte Infrastruktur von ihrer Natur her offen ist", heißt es in der zitierten Mitteilung. Die Kommission arbeite an "weiteren Maßnahmen um die Sicherheit von Zugpassagieren zu verbessern". Außerdem soll eine gemeinsame Risikobewertung vorgenommen werden.

Anmerkung: Immer dieser Aktionismus, wenn etwas passiert ist. Wobei gewisse Überlegungen sicher notwendig sind, aber wie die bisherigen Anschläge zeigen, werden sich die Anschlagsorte wohl in Zukunft auf einige wenige Hotspots/Städte konzentrieren.
Beim Thema Blackout wären aber alle betroffen und darüber reden wir mal lieber nicht. Das ist das ärgerliche an der Sache. Der Schaden wäre aber im Dimensionen größer und wenn ich mir schon Sorgen vor Angriffen auf die Infrastruktur mache, dann sollte ich auch das Stromnetz als sehr verwundbare Infrastruktur mitberücksichtigen.
Terrorismus, Kritische Infrastruktur
8121.10.17Dresden wappnet sich für den Blackout

Was tun, wenn tagelang der Strom ausfällt? Die Stadt und kommunale Firmen haben dafür jetzt neue Katastrophenpläne.

„Das ist mein Hauptthema“, stellte Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) unlängst auf der Feuerwehrmesse Florian fest.

Dresden bereitet sich auf diesen Katastrophenfall vor, dessen Wahrscheinlichkeit immer größer wird.

Schon vor zweieinhalb Jahren hatte das Brand- und Katastrophenschutzamt Verantwortliche von Unternehmen, Ämtern und Institutionen zusammengetrommelt, um eine Blackout-Strategie vorzubereiten. Jetzt gibt es einen Alarm- und Einsatzplan Stromausfall, so Rathaussprecher Kai Schulz. Dieser Plan wird ständig weiterbearbeitet. Die Stadtverwaltung geht dabei davon aus, dass der Stromausfall mehrere Tage dauert und das gesamte Stadtgebiet betrifft. Damit wäre dann ein Katastrophenfall gegeben.

Bürgermeister Sittel weist darauf hin, dass dann die Dresdner auf den üblichen Wegen nicht mehr erreichbar sind. Deshalb sollen in einem solchen Fall „dezentrale Kommunikationsorte“ eingerichtet werden. Das können Ortsämter, Verwaltungsstellen und Stadtteilfeuerwehren sein, die Infos weitergeben können. Die Stadt rechnet damit, dass bei einem mehrtägigen Stromausfall auch die Mobilität der Dresdner „drastisch eingeschränkt“ sein wird. Die meisten Einwohner werden nur noch zu Fuß Wege zurücklegen können.

Für das Krisenmanagement wurde ein Blackout-Handbuch erarbeitet. Festgelegt ist, was bei diesem Notfall geschieht, um Anlagen im Kanalnetz weiterbetreiben zu können. Sonst würde schnell ein Abwasserchaos drohen. So haben Fachleute berechnet, nach welcher Zeit es zu solchen Staus in den Kanälen kommt, dass Abwasser überläuft und Straßen sowie Plätze überflutet. Danach sind Einsatzpläne erarbeitet worden, bis wann Notstromaggregate in Pumpwerken und Saugfahrzeuge an speziellen Brennpunkten eingesetzt werden müssen.

Auf der Kläranlage Kaditz sei es besonders wichtig, dass die Anlagen am Zulauf weiter in Betrieb bleiben. Dazu zählen der Grob- und der Feinrechen. „Sonst würde es zum Kollaps kommen“, sagt Strothteicher. „Wir haben Notstromaggregate für die Anlagen und die Rechner, die alles steuern.“ Mit den drei Blockheizkraftwerken an den Faultürmen, die eine Leistung von drei Megawatt haben, sei bei Stromausfall ein Inselbetrieb des Klärwerks möglich. „Das haben wir am 8. April dieses Jahres getestet“, so der Geschäftsführer.
Blackout, Krisenvorsorge
8221.10.17Erfolgreicher Inselbetrieb nach Blackout

Der Verteilnetzbetreiber Stromnetz Hamburg hat jetzt mit zwei weiteren systemrelevanten Unternehmen erfolgreich einen Inselbetrieb nach einem simulierten Blackout aufbauen können.

Nach Abstimmung mit dem ÜNB 50Hertz wurde mit dem im Eigenbedarf befindlichen Vattenfall-Heizkraftwerk Tiefstack schrittweise ein Inselnetz unter Spannung gesetzt. Anschließend konnten die steuerbaren Lasten des Aluminiumherstellers Trimet sukzessive zugeschaltet werden. Die Versorgungsinsel, deren Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz gehalten werden muss, erwies sich als stabil und geeignet, um nach und nach weitere Lasten aufzunehmen. Der Stromnetzbetreiber koordinierte im Zusammenspiel von Stromproduktion, -verbrauch und -bezug dabei den Wiederaufbau des Gesamtnetzes.
Blackout, Krisenvorsorge
8321.10.17DEUTSCHE NETZBETREIBER MÜSSEN MITTLERWEILE TÄGLICH EINGREIFEN, UM EINEN KOLLAPS ZU VERHINDERN- Unter Höchstspannung

Die Übertragungsnetze stoßen seit Jahren an ihre Grenzen, da Öko-Strom hauptsächlich dort erzeugt wird, wo es kaum Abnehmer gibt.

Um dieses verzweigte Netz vor dem Kollaps zu bewahren, müssen die Experten in den Kontrollzentren immer häufiger eingreifen, indem sie Kraftwerke zwangsweise abschalten oder hochfahren. In einem weiteren Schritt wird der Betrieb von Windrädern und Solaranlagen reguliert.

Scheibner nennt Zahlen: 180 Millionen Euro hat dieses Engpassmanagement das Unternehmen im vergangenen Jahr gekostet, an insgesamt 296 Tagen musste "abgeregelt" werden. 2015 kamen gar 354 Millionen Euro zusammen. "Diese Maßnahmen sind die größten Kostentreiber", sagt er. Dies geschehe jedoch immer nur im Zusammenspiel aller Netzbetreiber und ihrer europäischen Partner. Mehrmals täglich werden nicht nur die Wettervorhersagen, sondern auch die Einspeiseprognosen von verschiedenen Dienstleistern ausgewertet.
Engpassmanagement
8421.10.17Blackout – Wenn der Strom ausgeht: Sankt Aegidi rüstet sich für Katastrophe

Als unsere Gemeinde nun von den Behörden aufgefordert wurde, einen Krisenstab einzurichten, haben wir mit Zivilschutz und Feuerwehr beschlossen, konkret initiativ zu werden", verrät Eduard Paminger den Grund für die Aegidinger "Blackout – Wenn es dunkel wird"-Initiative.
Blackout, Krisenvorsorge
8521.10.17Für Ernstfall gewappnet: Wenn in Nürnberg das Licht ausgeht

Große Stromausfälle sind in Deutschland selten. Meist fließt die Energie bereits nach Minuten wieder. Doch Experten warnen vor der wachsenden Gefahr durch Blackouts, die ganze Regionen über Tage oder gar Wochen lähmen könnten. Die Stadt Nürnberg will darauf vorbereitet sein.

Aber eine Stadt wie Nürnberg müsse sich bewusstmachen, wie in einem solchen Katastrophenfall das öffentliche Leben weiter funktionieren und Chaos verhindert werden kann. Dass die Sorge vor einem auch von außen provozierten Blackout nicht nur rein abstrakt ist, zeigte sich auch im August 2016, als Bundesinnenminister Thomas de Maizière sein neues Zivilschutzkonzept präsentierte. Dabei riet er der Bevölkerung ausdrücklich, sich auf lang anhaltende, "von Gruppen oder Staaten" provozierte Stromausfälle vorzubereiten.

In vielen Kommunen laufen die Vorbereitungen für einen solchen "Tag X", allerdings mit sehr unterschiedlichem Tempo. Laut Vogel und Skrok sind Städte wie Berlin und Hannover Vorreiter und bereits sehr weit. In Nürnberg befinde man sich in einer frühen Phase und klopft aktuell Frage um Frage ab: Wie können die Mitarbeiter der Stadtverwaltung erreicht werden, wenn der Strom fehlt? Wie kann nach außen kommuniziert werden? Wie lassen sich Dialysepatienten versorgen? Wie könnte die Versorgung der Bevölkerung organisiert werden, wenn die Supermärkte leer sind?
Blackout, Krisenvorsorge
8621.10.17Für Ernstfall gewappnet: Wenn in Nürnberg das Licht ausgeht

Bei einem flächendeckenden und langanhaltenden Ausfall der Stromversorgung - einem so genannten Blackout - wären die Katastrophenschutzbehörden im Land nach Einschätzung der SPD völlig überfordert. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Der SPD-Innenpolitiker Rüdiger Erben warnt davor, dass Sachsen-Anhalts Kommunen nicht angemessen reagieren könnten. "Was die Landkreise an Ausrüstung haben, ist im Vergleich zu anderen Ländern Spielzeug", sagte er der Zeitung.
Blackout, Krisenvorsorge
8721.10.17Größte Wasserkraftplattform Europas

So können Sie durch große Leistungsgradienten beim Engpassmanagement sehr rasch das Netz stabilisieren, Regelleistung und Blindleistung erbringen, das System nach einem Blackout ohne Energiezufuhr von außen wieder starten (Schwarzstartfähigkeit) sowie grundsätzlich sehr flexibel auf die Anforderungen des Netzes reagieren, Überschüsse aufnehmen oder in Spitzenlastzeiten Strom liefern. In Europa sind insgesamt 170 Pumpspeicherkraftwerke (PSW) mit 45 GW Leistung in Betrieb; die installierte Leistung in Deutschland beträgt rund 7000 MW, in Österreich 4500 MW, in der Schweiz 3700 MW. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist aktuell allerdings durch die Rahmenbedingungen am Strommarkt schwierig, was den Fortbestand der PSW gefährdet.
Stromversorgung
8821.10.17Sonne soll Netz nach totalem Blackout stabilisieren

Reparaturtechnik aus schwarzstartfähigen Klein- und Kleinstkraftwerken hilft bei Netzwerkausfällen.

US-Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) basteln derzeit an einem Ministromnetz aus sogenannten schwarzstartfähigen Klein- und Kleinstkraftwerken, das nach einem Blackout Strom für das erste größere Kraftwerk bereitstellt, um dieses schnell wieder hochzufahren.

"Es ist unser Ziel zu zeigen, dass wir dezentrale Stromerzeuger nutzen können, um das Netz nach einem großflächigen Stromausfall zu stabilisieren"

In etwa zwei Jahren, so die US-amerikanischen Wissenschaftler, sind sie zu einem Test bereit.
Energiezelle
8921.10.17Blackout in Karlsruhe: So bereitet sich die Stadt auf Stromausfälle vor

Ob Terrorangriff oder extremes Unwetter - ein flächendeckender und vor allem langfristiger Stromausfall - gerne auch Blackout genannt - kann durch viele Gründe bedingt sein. Doch wie bereitet sich eine Stadt wie Karlsruhe auf solch ein Szenario vor? Und was beinhaltet ein speziell dafür angepasstes Notfallkonzept?

"Seit dem Jahr 2014 laufen bei der Stadt Karlsruhe umfangreiche Planungen für ein entsprechendes Notfallkonzept Stromausfall," antwortet die Stadt. Konkret bedeutet das: Bis Ende 2018 soll die Stadtverwaltung auf einen "bis zu zwei Wochen andauernden Stromausfall" vorbereitet werden.
Blackout, Krisenvorsorge
9021.10.17Droht der Blackout? Das Deutsche Stromnetz vor dem Winter-Härtetest

Der Strom kommt aus der Steckdose. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, sicher und verlässlich. Nur 12,8 Minuten mussten wir Deutschen 2016 im Schnitt darauf verzichten, gab es einen temporären Stromausfall.

Das sagen die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur. Dabei wird das deutsche Stromnetz immer heftiger beansprucht: Vor allem durch den stetig wachsenden Anteil an erneuerbarer Energie, der dazu führt, dass Angebot und Nachfrage beim Strom häufiger auseinander zu klaffen drohen. Darauf müssen sich die Stromerzeuger und Netzbetreiber einstellen, gerade jetzt vor der beginnenden Winterzeit.
Stromversorgungssystem, Engpassmanagement
9121.10.17Gerüstet für den BlackoutStrom weg, Daten auch?

Ist das IT-System des Unternehmens tatsächlich für einen Blackout gerüstet? Mit dem passenden Disaster-Recovery-Ansatz lässt sich Datenverlust durch Stromausfälle wirksam vorbeugen.

Förderbänder standen still, Arbeiter einer Sonderschicht wurden nach Hause geschickt. Die Internetseiten des Unternehmens waren weltweit nicht mehr erreichbar. Der globale E-Mail-Verkehr streikte, auch für die Führungskräfte. Die Folgen eines Stromausfalles. Gleichzeitig waren im Frühjahr 2014 im betriebseigenen Kraftwerk von Volkswagen im deutschen Wolfsburg vier Generatoren ausgefallen. Selbst ein Weltkonzern wie VW ist nicht vor einem plötzlichen Stromausfall und dessen Auswirkungen bis hin zum IT-System gefeit. Dabei ist der Schaden schnell groß, wenn nicht nur Maschinen, sondern gleich die gesamte IT-Infrastruktur ungeordnet zum Erliegen kommt und etwa sensible Daten verloren gehen. Um dem vorzubeugen, lassen sich Maßnahmen für ein ‚Disaster Recovery‘ implementieren. Denn ein Stromausfall ist auch in Deutschland beziehungsweise in Europa alles andere als unwahrscheinlich.

‚Wiederherstellung nach der Katastrophe‘ bedeutet der Begriff ‚Disaster Recovery‘ wörtlich übersetzt – und trifft das Kernproblem. Disaster Recovery ist eine Versicherung, die im Notfall die Ressourcen eines IT-Systems schützt. Redundante Server – zumindest für die zentralen Bereiche des Systems – Replikations- und Backup-Systeme (kontinuierliches Kopieren und Duplizieren von Daten), womöglich ein Ausfall-Rechenzentrum, Firewalls, Antiviren-Software und ähnliches sind dafür die Basis, die defensive Grundaufstellung. Doch selbst wenn diese installiert ist, garantiert das keine Hochverfügbarkeit oder Ausfallsicherheit der Firmen-IT. Zudem ist nicht zu einhundert Prozent sichergestellt, dass die Datenwiederherstellung reibungslos funktioniert. Es sind wichtige, aber keine umfassenden Schutzmaßnahmen.

Fällt der Strom aus, fahren damit alle Server, Systeme und Applikationen planlos herunter, das kann zum Chaos führen. Ein nach Prioritäten geregeltes Herunterfahren der IT trennt Wichtiges von Unwichtigem. Gleiches gilt für den umgekehrten Weg: Ist der Strom wieder da, müssen die Systeme geordnet hochfahren. Das lässt sich in der Regel nicht manuell realisieren. Bei einem längerem Stromausfall und womöglich zu kurzer Überbrückung durch die unterbrechungsfreie Stromversorgung greift das zentrale Powermanagement, eine Software-Applikation, die physikalische Kontakte und Sensoren ebenso regelt wie USV-Geräte und virtuelle Anwendungen. Ein logikbasierter Failover-Ablauf ist zentraler Bestandteil. Die Anwendung selbst muss auch entsprechend abgesichert sein, da sie die letzte Instanz ist, die herunterfährt und die erste, die startet.

Das klingt vielleicht nach einer Selbstverständlichkeit, aber in der Praxis sind Pläne häufig nicht auf dem aktuellen Stand: Selten sind Änderungen beim Personal, neue Hard- und Software und erneuerte Passwörter und Handynummern vollständig berücksichtigt. Fünf Stunden nach dem Stromausfall bei Volkswagen in Wolfsburg waren die Internetseiten des Konzerns wieder online. Was der Ausfall tatsächlich an Kosten verursacht hat, ist nicht überliefert. Dass Stromausfälle in Industrieunternehmen besonders gravierende Folgen haben, liegt auf der Hand. Schon eine Unterbrechung der Stromzufuhr von wenigen Zehntelsekunden sorgt dafür, dass etwa vollautomatisierte Produktionsprozesse gestoppt werden. Da in der Industrie viele Abläufe teils oder ganz mit Hilfe von IT-Systemen gesteuert werden, kommt deren Schutz und Funktionieren große Bedeutung zu.

Anmerkung:Siehe etwa die Lösungen von IQSol
Blackout, Krisenvorsorge
9221.10.17Dresdner Forscher stellt Windkraft und Photovoltaik in Frage

Windkraft? Photovoltaik? Lösen die Probleme der Energieversorgung nicht, erklärt der Dresdner Wissenschaftler Sigismund Kobe kurz, knapp und vernichtend. Weil diese erneuerbaren Energieträger volatil, also vom Wetter abhängig seien. „Ohne fossile Energieträger geht es derzeit noch nicht“, so der Physiker.

Beispiel 24. Januar: Die Windräder produzierten nicht. Die Solardächer lieferten früh am Morgen noch keinen Strom. In den Flüssen herrschte Niedrigwasser. An diesem Tag, so der Dresdner Forscher, gab es noch eine Reserve von 28 Gigawatt, die den totalen Stromausfall verhindert habe. Aber 2023, wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet seien, wachse die Gefahr, dass eine Versorgungslücke entsteht. „Deshalb ist der Katastrophenschutz von Dresden gut beraten, sich auf das Szenario eines Blackouts vorzubereiten“, findet Kobe. „Wir nähern uns einer solchen Situation immer mehr an.“
Energieversorgung
9321.10.17Warum braucht das geplante Gaskraftwerk zwei Öltanks?

Ziemlich verunsichert waren die Leipheimer Stadträte in ihrer Juli-Sitzung, als sie zum Bauantrag des geplanten Gasturbinenkraftwerks auf dem Areal-Pro ihre Stellungnahme abgeben sollten. Konkret ging es um den Bau von zwei Heizöllagertanks....
Warum braucht das geplante Gaskraftwerk zwei Öltanks?

Im Regelfall werde die Anlage auch mittels Gas hochgefahren und betrieben. Das Öl werde nur benötigt, wenn das Gas nicht vorhanden ist, es beispielsweise zu wenig Druck in der Leitung gibt. Für den schlimmsten aller Fälle – ein kompletter Stromausfall in Deutschland, ein sogenannter Blackout – könne die Anlage dann aber mit Öl hochgefahren werden. Denn ohne das Stromnetz funktioniere auch das Gasnetz nicht. „Aber das soll nicht der Regelbetrieb sein“, sagte Schneider....
Anmerkung: Eine sehr kluge Entscheidung, ein Backupsystem vorzusehen. Leider wird das all zu oft aufgrund rein betriebswirtschaftlicher Überlegungen außen vor gelassen.
Blackout, Krisenvorsorge
9421.10.17Forscher untersuchen neue Methode, Strom unter der Erde zu speichern

Strom aus nachhaltigen Quellen haben ein Problem: Er wird nicht gleichmäßig gewonnen, sondern in der Regel nur dann, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Daher wird seit einigen Jahren an Methoden geforscht, Elektrizität für jene Zeiten zu speichern, zu denen sie gebraucht wird. Im Bodensee beispielsweise wurde in den vergangenen Monaten mit einer Betonkugel experimentiert, die Energie nach dem Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks speichert. Eine ähnliche Methode untersuchen nun Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit Partnern von der Universität Duisburg-Essen (UDE). Ihre Versuche auf dem Gelände der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop sollen die Machbarkeit des weltweit ersten Pumpspeicherkraftwerks belegen, das unterirdisch angelegt wurde.
Energieversorgung
9521.10.17E-Autos könnten Stromverbrauch um ein Siebentel erhöhen

Bis 2030 wollen Energiekonzerne 15 Milliarden Euro in den Erzeugungsausbau stecken, davon 9 Mrd in Anlagen

Gegenüber dem Jahr 2014 mit 74,4 Terawattstunden (TWh) dürfte der Stromverbrauch in Österreich bis 2030 um 14 TWh zulegen, also auf mehr als 88 TWh, erinnerte Schitter an schon länger vorliegende Prognosedaten. Rechne man noch den aktuellen Negativsaldo der Strombilanz hinzu, weil unser Land vermehrt Strom importieren muss – zuletzt über 14 Prozent des Verbrauchs -, so sei ein Anstieg der Inlandserzeugung um mindestens 20 TWh bis 2030 nötig. Dies könne mit einem Ausbau von Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie um jeweils 6 bis 8 TWh bewerkstelligt werden.
E-Mobility, Energieversorgung
9623.10.17US-Regierung warnt vor Hackerangriffen auf Industriekonzerne

Im Visier von Angreifern seien vor allem Konzerne der Atom- und Energiebranche sowie der Luftfahrtindustrie und bestimmter Zweige des herstellenden Gewerbes, schrieben das Ministerium für Heimatschutz und die Bundespolizei FBI in einer am Freitagabend in den USA verbreiteten E-Mail. Bereits seit Mai gebe es Attacken in diesen Bereichen - wie aber auch auf Regierungseinrichtungen. Den Hackern sei es gelungen, in einige Netzwerke einzudringen. Um welche Ziele es sich gehandelt hat, wurde nicht bekannt. Auch gab es keine Berichte über konkrete Sabotagefälle.
Im Juni hatten die Behörden die Unternehmen bereits vertraulich auf die Gefahr hingewiesen. Die nun geäußerte öffentliche Warnung gilt als ungewöhnlicher Schritt.

Anmerkungen: Man weiß zwar nie genau, welche hidden agenta es dabei noch gibt, aber ganz ohne Grund werden sie doch nicht damit an die Öffentlichkeit gehen. Zum anderen ist die geopolitische Lage alles andere als beruhigend.
Kritische Infrastruktur, Cyber
9723.10.17Elektromobilität und E-Autos in Norwegen: Netzengpass um 18 Uhr

Norwegens Hauptstadt kommt nicht mit der Installation öffentlicher Ladestationen für die bereits 50 000 E-Autos in der Region nach. Die reine Anschaffung der Technik dürfte das kleinste Problem sein. Doch muss auch die Infrastruktur vorhanden sein: ein Stellplatz und eine ausreichende Stromversorgung.

Vor allem in den Vorstädten der Ballungsräume ist das Energiesystem unzureichend auf Tausende neue Elektro-Fahrzeuge vorbereitet. „Wir arbeiten an einer Softwarelösung, bei der der Stromnetzbetreiber mit den Ladesäulen kommuniziert“, erläutert Heinemann. Ziel sei es, große Nachfragespitzen zu vermeiden. „Wenn das E-Auto sowieso die ganze Nacht steht, reicht es auch, wenn es ab 23 Uhr geladen wird.“ Der Besitzer müsste dann beispielsweise nur eingeben, ab wann er das Auto wieder nutzen möchte. Die Software würde den Ladevorgang je nach Stromnetzauslastung selbst steuern.

Schon heute haben wir durch Windkraft- und Solaranlagen keine kontinuierliche Einspeisung von Strom mehr. Sollten auch auf der Abnehmerseite durch E-Autos neue Nutzungsspitzen entstehen, wird die Netzsteuerung noch schwieriger.

Der Netzbetreiber hat Hochrechnungen angestellt, wie sich die Auslastung der Stromnetze durch E-Autos ändern würde. Bereits ab einem Anteil von 20 Prozent kämen einige städtische Regionen in einen kritischen Bereich.
E-Mobility, Versorgungssicherheit
9827.10.17Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

Kriminelle nutzen Sicherheitslücken in IoT-Geräten zum Aufbau eines großen Botnetzes aus.

Bislang sind den Sicherheitsexperten zufolge noch keine Attacken bekanntgeworden, die das Botnetz nutzten. Nach Ansicht von Checkpoint bedeutet dies jedoch nur "die Ruhe vor einem noch mächtigeren Sturm". Der nächste "Cyber-Hurrican" stehe bevor.
Cyber
9927.10.17"BadRabbit"-Angriff in Russland und Ukraine

Hacker haben Computer vorwiegend in Russland und in der Ukraine lahmgelegt. Der Erpressungstrojaner "BadRabbit" hat sich auch in Systeme der Metro und des Flughafens Odessa eingenistet. Rund 200 Ziele sollen bisher betroffen sein.

Bei dem Angriff handelt es sich um den Erpressungstrojaner "BadRabbit", der Rechner infiziert und Daten sowie Zugänge für Nutzer sperrt. Sie werden dann zu Geldzahlungen aufgefordert, um wieder Zugriff zu erhalten
Cyber, Kritische Infrastruktur
10027.10.17NHS could have avoided WannaCry hack with 'basic IT security', says report

National Audit Office says NHS and Department of Health must ‘get their act together’ or suffer ‘far worse’ than chaos experienced in May

The NHS could have avoided the crippling effects of the “relatively unsophisticated” WannaCry ransomware outbreak in May with “basic IT security”, according to an independent investigation into the cyber-attack.

The National Audit Office (NAO) said that 19,500 medical appointments were cancelled, computers at 600 GP surgeries were locked and five hospitals had to divert ambulances elsewhere.

“It was a relatively unsophisticated attack and could have been prevented by the NHS following basic IT security best practice. There are more sophisticated cyber-threats out there than WannaCry so the Department and the NHS need to get their act together to ensure the NHS is better protected against future attacks.”

Overall, 81 NHS organisations in England were affected, a third of the total.
Cyber, Kritische Infrastruktur
10131.10.17Merck musste wegen NotPetya-Angriff Medikamente leihen

Auch das Pharmaunternehmen Merck Sharp und Dohme merkt den NotPetya-Angriff in seiner Bilanz: Rund 375 Millionen US-Dollar Ausfall gibt das Unternehmen durch die Ransomware an. Um den Betrieb trotz Produktionsausfällen aufrechtzuerhalten, hat sich die Firma sogar Medikamente bei den US-Behörden geliehen.

Auch die Logistikkonzerne Maersk und TNT hatten jeweils große Schäden durch NotPetya. Maersk gab einen Verlust von 200 bis 300 Millionen US-Dollar an, TNT ebenfalls rund 300 Millionen.
Cyber, Kritische Infrastruktur
10208.11.17Wie die Klimaerwärmung das Stromnetz bedroht

Zahlreiche Experten sehen vermehrt Ursachen, die ohne Vorwarnung einen Totalausfall des Stromnetzes hervorrufen könnten.

Steigender Verbrauch, die Energiewende und bewusste Manipulation, etwa durch Terroranschläge oder Cyber-Attacken, könnten das Stromnetz immer näher an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit führen. Auch der Klimawandel stellt mit Extremwetterlagen, erhöhten Flusswassertemperaturen und abschmelzenden Alpingletscher eine ernstzunehmende Bedrohung dar.

Klar ist, dass bei Eintritt eines Blackouts, also eines langanhaltenden und flächendeckenden Stromausfalls, katastrophale Folgen für das gesamte Gemeinwesen zu erwarten wären.
Kritische Infrastruktur, Verwundbarkeit
10308.11.17Zu wenig Bewusstsein für „Blackouts“

Die Wahrscheinlichkeit eines länger anhaltenden, großflächigen Stromausfalls steigt. Ein „Blackout“ würde das öffentliche Leben massiv verändern, aber noch gebe es wenig Bewusstsein über mögliche Folgen, so der OÖ. Zivilschutzverband.

Nicht Angst sei angebracht, so Lindner vom Zivilschutz, sondern eben Vorsorge. Seine Empfehlung: Jeder sollte sich sieben Tage lang selbst versorgen können. Das gilt für Medikamente, Nahrung und natürlich Wasser.
Blackout, Vorsorge
10410.11.17Tausende Cisco-Switches offen im Internet – Angriffe laufen bereits

Über 200.000 Cisco Switches sind übers Internet erreichbar und lassen sich umkonfigurieren oder komplett übernehmen; mehrere tausend davon allein in Deutschland. Die Systeme werden bereits angegriffen, doch der Hersteller sieht keine Schwachstelle.
Cyber, Kritische Infrastruktur
10511.11.17Feuerwehr diskutiert Blackout-Szenarien

Ein tagelanger Stromausfall ist durchaus möglich - nicht nur wegen des Klimawandels: Erst vor einer Woche haben in der Oberpfalz nach einem Sturm zwei Tage lang weder Internet noch Telefon von Vodafone funktioniert. Die Einsatzkräfte in der Oberpfalz beschäftigen sich jetzt mit den Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls.

Politik muss tätig werden
Fredi Weiß will kein Horrorszenario erzeugen, ganz im Gegenteil: Er will langsam sensibilisieren, was zu neuen Herausforderungen für die Feuerwehren werden könnte. Die Einsatzkräfte wie BRK oder THW sind gut gerüstet, sie müssen immer und jederzeit von größeren Schadensereignissen ausgehen. Die Feuerwehren und damit auch die Kommunen müssen langsam nachziehen.
Blackout, Krisenvorsorge
10617.11.17Die Anfälligkeit für Störungen ist hoch

Aber wenn wir von Einsatzlagen sprechen, in denen nicht einfach nur Schaden entsteht oder Menschen verletzt werden, sondern eine Gefährdungssituation für die Gesellschaft als Ganzes vorliegt, dann ist ein flächendeckender, andauernder Stromausfall für uns eines der brisantesten Szenarien überhaupt.

Je länger der Blackout andauert, desto kritischer wird die Situation. Dazu kommt eine soziale Komponente: Wir leben in einer Welt, die stark arbeitsteilig organisiert ist. Die Menschen leben in Echtzeit, sie überlegen sich meist erst tagsüber, was sie abends kochen wollen. Sie haben nicht unbedingt einen Verbandskasten zu Hause und wissen zum Teil auch gar nicht, wer in ihrer Nachbarschaft wohnt und im Notfall vielleicht Hilfe braucht. Die Anfälligkeit für Störungen ist dadurch sehr hoch.
Blackout, Vorsorge
10717.11.17Feuerwehr Braunau übt den „Black-Out“ – Ernstfall

Doch was bedeutet das für Einsatzkräfte der Feuerwehr?
Um weiterhin den Schutz für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten, bedarf es einer gesicherten Notstromversorgung,
Personal, verschiedenste Ressourcen zur Versorgung der Einsatzkräfte, Treibstoffe für Aggregate und Fahrzeuge,
sowie einen sorgfältig ausgearbeiteten Notfallplan.

Blackout, Vorsorge
10818.11.17Milliardenbeträge fällig, um Blackout zu verhindern

Der Technologieverband VDE mahnt die Parteien zur Besonnenheit.
Ein früherer und überhitzter Ausstieg würde die Netz- und Systemsicherheit fundamental ins Wanken bringen.

Was man nicht sieht und spürt, ist nicht existent; nur so ist die eine oder andere Entscheidung in Politik und Gesellschaft zu verstehen. Fakt ist aber, dass die Netzbetreiber immer häufiger kostenintensive Redispatch-Maßnahmen ergreifen müssen, also die Einspeisung von Kraftwerksleistung inklusive der Erneuerbaren-Energieanlangen, anpassen, um eine stabilen Netzbetrieb sicher zu stellen.
Versorgungssicherheit
10918.11.17Gerüstet für den großen Blackout

Mit dem Konzept Energiesicherheit trifft das Landratsamt Vorsorge. Nach einem Jahr Arbeit liegen erste Ergebnisse vor.

An Plänen für solche Notfälle wird im Pirnaer Landratsamt seit einem Jahr gefeilt. Den Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, Steffen Klemt, interessiert dabei die Ursache für eine mögliche Havarie nur am Rande. Denn egal ob Wetterkatastrophe, Terroranschlag oder Cyberattacke – seine Behörde muss eine Antwort auf die Frage geben, was zu tun ist, wenn der Strom für längere Zeit – sechs, acht, zwölf oder sogar 24 Stunden oder noch länger ausfällt. Hier ein Überblick zu den Planungen.

In den vergangenen Monaten habe sich herauskristallisiert, dass Altenheime und Pflegeeinrichtungen besondere Unterstützung brauchen. Etwa 3 500 Menschen leben kreisweit in solchen stationären Einrichtungen, die Zahl der Einwohner mit gesundheitlichen Einschränkungen beträgt sogar 10 000. Tendenz steigend.

Anders als die Krankenhäuser sind aber die allermeisten der rund 50 Senioren-Einrichtungen nicht mit Notstromaggregaten ausgestattet. Außerdem herrsche bei den Trägern ein Sicherheitsdenken vor. Klemt hört in Gesprächen oft sagen: „Wenn etwas ist, rufen wir die Feuerwehr.“

Alle Notstromaggregate, aber auch Rettungswagen und andere Einsatzfahrzeuge brauchen Treibstoff. Im Katastrophenfall kann aber die Versorgung mit Sprit rasch unterbrochen sein. Im Moment wird im Landratsamt hochgerechnet, wie viel Sprit nach 8, 16 und 24 Stunden benötigt wird, um die wichtigsten Verbraucher zu versorgen. In einem zweiten Schritt geht es um einen Plan, wie Diesel und Benzin verteilt werden. Amtsleiter Klemt: „Solche Pläne gab es bei uns bisher noch nicht.“

Blackout, Vorsorge
11021.11.17Großer Stromausfall: Das passiert bei einem "Blackout"

Fast alles hängt in unserer technisierten Welt vom Strom ab. Das bekamen nun die Menschen in Wiesbaden und Mainz vor Augen geführt - plötzlich war der Saft aus der Steckdose weg. Experten sehen länger anhaltende Blackouts als großes Risiko.

Bundesamts-Präsident Unger sagt: "Es wird wichtiger, sich damit zu befassen." Früher sei das Stromnetz mit den Großkraftwerken stabiler gewesen. Mittlerweile variierten die eingespeisten Strommengen stark. Mal weht Wind, mal scheint die Sonne - und mal eben nicht. "Das Einspeiseverhalten stresst das Gesamtsystem", erklärt Unger. Zudem werde im großen europäischen Strommarkt Strom über Grenzen hinweg hin- und hergeschoben. "Dafür ist das Netz nicht gebaut worden."
Blackout, Vorsorge
11121.11.17Tagelang ohne Strom: Was geht?

Was geht? Oder besser gefragt: Was geht nicht, wenn es tagelang keinen Strom gibt? Diesen Fragen sind am Samstag hauptamtliche und ehrenamtliche Katastrophenschützer im Lahn-Dill-Kreis nachgegangen.
Blackout, Vorsorge
11221.11.17Blackout-Diskussion: Wenn die Lichter ausgehen

ST. MARTIN. Ein großer Erfolg war die Podiumsdiskussion des OÖ Zivilschutzes, bei der eine Expertenrunde im Martinussaal über das Katastrophenszenario „Blackout“ diskutierte.

die Folgen eines solchen Blackouts wären katastrophal – und eine derartige Krise kann jederzeit eintreffen.
Blackout, Vorsorge
11422.11.17Helfer übten in Braunau für Blackout-Ernstfall

Im Rahmen einer Übung befasste sich die Feuerwehr der Stadt Braunau zusammen mit dem Roten Kreuz mit dem Thema. Um den Schutz für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten, bedürfe es einer gesicherten Notstromversorgung, Personal, verschiedenster Ressourcen zur Versorgung der Einsatzkräfte, Treibstoffen für Aggregate und Fahrzeuge sowie eines sorgfältig ausgearbeiteten Notfallplans.

Anmerkungen: Es geht nicht um die Aufrechterhaltung des Schutzes der Bevölkerung, da dieser bei 8 Millionen Betroffenen nicht möglich ist! Daher geht es um die Erhöhung der Selbstorganisationsfähigkeit der Bevölkerung! Diese kann gefördert werden. Aber dazu muss sie auch in Übungen, etc. eingebunden werden!
Blackout, Vorsorge
11522.11.17Blackout - Warum Hessen oft nahe am Strom-Totalausfall steht

Video

Als im letzten Winter gleichzeitig mehrere Kraftwerke abgeschaltet wurden, stand das deutsche Stromnetz kurz vor dem Kollaps. Das sagt einer, der es wissen muss, der Chef des größten deutschen Stromnetzbetreibers Amprion, Klaus Kleinekorte: „Es haben nur wenige Tropfen gefehlt, und es wäre zum Überlaufen gekommen, das heißt Blackout.“

Bis der Ausbau des Netzes vorankommt, sollte man sich besser vorbereiten, warnt Frankfurts Feuerwehr-Sprecher Andreas Mohn. Denn die Einsatzkräfte können trotz 27 mobiler Stromerzeugungsgeräte nicht jedem helfen. Hilf dir selbst, lautet die Devise: „Das fängt mit ein paar Kerzen an, Lebensmittel, Wasser, vielleicht auch eine Möglichkeit, etwas zu erwärmen, einen Gaskocher oder Ähnliches.“
Blackout, Vorsorge
11625.11.17AI CAN HELP HUNT DOWN MISSILE SITES IN CHINA

INTELLIGENCE AGENCIES HAVE a limited number of trained human analysts looking for undeclared nuclear facilities, or secret military sites, hidden among terabytes of satellite images. But the same sort of deep learning artificial intelligence could also prove invaluable in the world of spy versus spy. An early example: US researchers have trained deep learning algorithms to identify Chinese surface-to-air missile sites—hundreds of times faster than their human counterparts.

The deep learning algorithms proved capable of helping people with no prior imagery analysis experience find surface-to-air missile sites scattered across nearly 90,000 square kilometers of southeastern China. Such AI based on neural networks—layers of artificial neuron capable of filtering and learning from huge amounts of data—matched the overall 90 percent accuracy of expert human imagery analysts in locating the missile sites. Perhaps even more impressively, the deep learning software helped humans reduce the time needed to eyeball potential missile sites from 60 hours to just 42 minutes.

Künstliche Intelligenz
11726.11.17Katastrophenplan für den Blackout

Das Rathaus bereitet sich auf einen großen Stromausfall vor. Dabei kommt es aber auch auf jeden Dresdner an.
Wenn gerade mal ein Drittel des Strombedarfs gedeckt werden kann, bedeutet das nicht, dass alle Veranstaltungen ausfallen. Sittel sagt: „Noch stärker als bei Hochwasser wird bei Stromausfall die Psychologie wichtig sein.“ Deshalb sollte der Striezelmarkt dann trotzdem öffnen.
Blackout, Vorsorge
11828.11.17Polizei und Bundeswehr proben Ernstfall in Sachsen-Anhalt

Simulierte Terroranschläge und ein Cyberangriff: Am Dienstag und Mittwoch ist der Süden Sachsen-Anhalts Schauplatz einer Katastrophenschutzübung. Daran beteiligt sind das Innenministerium, verschiedene Behörden, Polizei, private Hilfsorganisationen und die Bundeswehr. Nachgestellt wird unter anderem ein Anschlag am Busbahnhof in Halle.

Am Mittwoch wird ein sich daran anschließender Cyberangriff mit einem großflächigen, länger andauernden Stromausfall durchgespielt.
Blackout, Vorsorge, Cyber, Terror, Übung
11928.11.17Amadeus sorgt für erneutes Chaos auf Flughäfen weltweit

Im April 2017 gab es schon einmal einen Zusammenbruch der Amadeus-Software Altea, die an vielen großen Flughäfen dieser Welt für alle Abläufe von Check-in bis Boarding verwendet wird. Am Donnerstag, 28. September 2017 bereitete sie nach einem erneuten Absturz wieder Kopfzerbrechen bei IT-Experten und zig Tausenden verärgerten Passagieren.

„Worldwide airport chaos after computer check-in systems crash“. 125 Fluggesellschaften arbeiten mit dem offensichtlich anfälligen und nicht ausgereiften System Altea des IT-Dienstleisters Amadeus.

Ein Netzwerkproblem hätte am Morgen des 28. Septembers 2017 in einigen Amadeus-Systemen zur Störungen geführt.
Cyber, Kritische Infrastruktur
12028.11.17Probleme beim Cloud-Anbieter OVH durch Stromausfall führen zu Ausfällen

Wie Le Monde schreibt, ist ein Stromausfall der Grund für die Probleme. Der Ausfall ereignete sich um 7 Uhr am heutigen Donnerstag. Offenbar sind die Notstrom-Generatoren im Rechenzentrum in Straßburg nicht angesprungen.
Stromausfall, Notstromversorgung
12128.11.17Großer Stromausfall im Rhein-Main-Gebiet

In weiten Teilen des Rhein-Main-Gebiets ist am Donnerstagmorgen 20 Minuten lang die Stromversorgung zusammengebrochen. An der Hochschule Mainz führte der Stromausfall zu einem Alarm, in dessen Folge die Türen verriegelt wurden.

Beim Mainzer Spezialglashersteller Schott richtete der 20-minütige Stromausfall einen Schaden in Millionenhöhe an. Schott teilte mit, die Notstromaggregate hätten den Normalbetrieb nicht aufrechterhalten können. Wenn während des Schmelzvorgangs die Temperatur in den Wannen sinke, könne das Glas nicht mehr verwendet werden.
Es sei nach 2016 bereits der zweite große Stromausfall gewesen, teilte ein Unternehmenssprecher dem SWR mit. Damals habe der Schaden 800.000 Euro betragen. Schott produziert unter anderem Spiegel für die Weltraumforschung.

Auch bei Boehringer Ingelheim fiel der Strom auf dem Werksgelände aus. Alle sogenannten "unkritischen" Bereiche wie Bürogebäude hätten sofort vom Netz genommen werden müssen, erklärte eine Unternehmenssprecherin dem SWR. Dennoch sei es auch in der Produktion zu Ausfällen gekommen, allerdings in geringem Maße. Die Produktion sei allerdings noch nicht wieder vollständig hochgefahren, da nach einem Ausfall in einigen Bereichen Qualitätskontrollen notwendig seien, die bis zu einem Tag in Anspruch nehmen könnten. Boehringer Ingelheim produziert in Ingelheim einen Teil des Stroms selbst. Im Falle eines externen Stromausfalls kommen zudem Notstromaggregate zum Einsatz.
Stromausfall
12229.11.17Sachsen-Anhalt muss sich besser für Stromausfälle rüsten

Am heutigen zweiten Tag der Landeskatastrophenschutzübung „THEMIS 2017“ simulieren die Katastrophenschutzbehörden ihr Handeln bei einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall. Die Übung wird als sogenannte Stabsrahmenübung durchgeführt, das heißt es üben außerhalb der Stäbe keine weiteren Einsatzkräfte.

„Andere Bundesländer sind uns bei der Bewältigung solcher Lagen deutlich voraus. Dort gibt es landesweite Vorgaben, die einheitlich regeln, wie sich die Katastrophenschutzbehörden vorzubereiten haben. Insbesondere Hessen ist hier ein Vorbild. Hessen ist auch ein positives Beispiel bei der Ausrüstung der Katastrophenschutzbehörden mit mobilen Großaggregaten für die Notstromversorgung. Dort hat jeweils ein Landkreis alleine so viel Kapazitäten, wie in Sachsen-Anhalt alle Landkreise zusammen aufbieten können.
Blackout, Vorsorge
12308.12.17Cyberangriffe auf InfrastrukturMit einem Hack ist alles weg

Ob das Motiv nun darin besteht, Geld zu erpressen oder ob es darum geht, Angst, Schrecken und Verunsicherung zu verbreiten - die Anfälligkeit einer Hochleistungsgesellschaft steigt mit der fortschreitenden Vernetzung, die Verwundbarkeit wächst exponentiell.

Vor allem Krankenhäuser dürften nach Ansicht vieler IT-Sicherheitsexperten vermehrt in den Fokus von Cyberangreifern geraten. Denn die IT-Systeme öffentlicher Kliniken sind vielfach hoffnungslos veraltet

Die Cyberattacke habe die Versorgung der Patienten nicht gefährdet, so Kremer. Dennoch waren die Konsequenzen enorm. Die Klinik musste ihre gesamte IT neu aufsetzen, Kosten: eine Million Euro.
Kritische Infrastruktur, Verwundbarkeit
12413.12.17Landkreis führt gemeinsamen Notfallworkshop "Blackout" mit Pflegeinrichtungen durch

Die Versorgung und Unterstützung von Personen, welche temporär oder permanent Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen benötigen, also Pflegebedürftige, wird im Falle eines mehrtägigen Stromausfalls nur möglich sein, wenn sich das gesamte Katastrophenmanagement den veränderten Bedingungen anpasst. Darin waren sich alle Teilnehmer des Workshops einig.

Im Gegensatz zu Krankenhäusern ist bei Alten- und Pflegeeinrichtungen zu befürchten, dass bereits bei kurzzeitigem Stromausfall wichtige technische Einrichtungen ausfallen und dadurch zentrale Versorgungs- und Organisationsabläufe und die Grundversorgung der Bewohner entscheidend gestört werden können.
Gesundheitsversorgung, Blackout
12515.12.17Wenn das Licht ausgeht Wie Berlin auf einen Blackout vorbereitet ist

Berlin bräuchte 2,3 Millionen Liter Diesel am Tag, um die Rettungsdienste und die wichtigsten Notstromaggregate in Kliniken, bei den Wasserbetrieben, bei der Feuerwehr, der Polizei und zentralen Verwaltungen am Laufen zu halten.

Rund 60 solcher Notstromanlagen sind lebenswichtig, gut 600 gibt es insgesamt in der Stadt. Deren Vorräte sind nach etwa 24 Stunden erschöpft, und es gibt kein Dutzend Tankstellen, die Notstrom haben beziehungsweise an entsprechende Aggregate angeschlossen werden können.

Schwierigkeiten kann es noch geben, Tanklager wie am Westhafen anzuzapfen: Sie haben zwar Notstrom, aber nur für die Löschanlagen.

Anmerkung: Wenn man am Tag 2,3 Millionen Liter Diesel benötigt, dann frage ich mich schon, wie man dann gut auf ein Blackout vorbereitet sein kann. Hier wurde wohl etwas nicht verstanden.
Treibstoffversorgung
12616.12.17Vorsorgen für den Strom-Blackout

Nach Föhnsturm „Yves“ sind in Kärnten tausende Haushalte ohne Strom gewesen. Längere Stromausfälle, so genannte Blackouts, haben schnell unangenehme Folgen. Vor allem im Winter sollte man gerüstet sein, Vorräte anlegen und alternative Heizmöglichkeiten planen.

ür den Fall eines längeren Stromausfalles rät der Zivilschutzverband, Kerzen, Taschenlampen und ein batteriebetriebenes Radio im Haus zu haben, damit laufend Informationen empfangen werden können. Ebenso sollte man Lebensmittelvorräte und Medikamente vorrätig haben. „Am einfachsten ist es, darüber nachzudenken, was würde ich benötigen, wenn ich auf einen Campingausflug fahre und mehrere Tage ohne Infrastruktur auskommen muss“, rät Peter Plaimer vom Zivilschutzverband.

Die Gemeindeämter bitten außerdem um Informationen, wenn daheim Maschinen für die Pflege von Angehörigen, dringend benötigt werden. „Damit dann die Einsatzorganisation sofort reagieren“, so Markus Hudobnik vom Katastrophenschutz des Landes.
Blackout, Vorsorge
12716.12.17Neuer Cyberangriff zeigt Gefahr für Kraftwerke auf

Bei einem Cyberangriff am Donnerstag wurde Sicherheits-Technologie von Schneider Electric angegriffen. Diese kommt in zahlreichen Kraftwerken und Fabriken zum Einsatz.
Cyber, Stromversorgung
12816.12.17Neue Malware Triton attackiert kritische InfrastrukturCyber, Kritische Infrastruktur
12916.12.17Energiewende setzt Stromnetz massiv unter Druck – immer mehr teure Eingriffe

Deutschlands Stromnetz kann mit dem Ausbautempo der Erneuerbaren Energie nicht mithalten. Immer häufiger müssen die Netzmanager wild jonglieren, weil Leitungen fehlen oder zu viel Strom ins System drängt. Die teuren Netzeingriffe zahlt der Stromkunde.

Das deutsche Stromnetz ist durch die Energiewende massiv unter Druck geraten. Weil der Leitungsbau mit dem Ausbautempo der Erneuerbaren Energie nicht mithalten kann, müssen immer wieder ganze Kraftwerke abgeschaltet und Reserveanlagen oft im Süden oder in Österreich hochgefahren werden. Um Schwankungen im Netz auszugleichen, mussten Netzmanager im vergangenen Jahr fast täglich in den Netzfluss eingreifen, heißt es im aktuellen Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt, der der dpa vorliegt. Häufig wurden auch Kraftwerke für Erneuerbare Energien – meist Windkraftanlagen – gegen Kostenerstattung gedrosselt oder ganz in den Wind gedreht.

Dabei geht es nicht um Mini-Korrekturen, sondern um erhebliche Eingriffe in den Stromfluss. Die Dauer der sogenannten Redispatchmaßnahmen verdoppelte sich annähernd auf knapp 16.000 Stunden 2015. Die betroffenen Strommengen hätten sich in etwa verdreifacht, heißt es in dem Bericht. Die Kosten für die Netz- und Systemsicherheit stiegen laut Bericht 2015 auf 1,13 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 436 Millionen Euro. Zahlen müssen das die Verbraucher über den Strompreis.,

Hinter den Kulissen wächst dennoch die Sorge der Fachleute. Vor allem im windreichen Winter ist der Druck auf die Netze enorm

Im Winter 2015/2016 wurden die Reservekraftwerke im In- und Ausland – vor allem in Österreich – bereits deutlich häufiger angefordert als 2014/15: an 93 Tagen, ein Jahr zuvor waren es nur 7 Tage.

Nach jetzigem Stand sollen die drei Stromautobahnen, die "Schlagadern" der Energiewende, 2025 ans Netz gehen – zwei bis drei Jahre nach dem endgültigen deutschen Atomausstieg Ende 2022 und damit schon nach jetziger Planung eigentlich zu spät: Für einen jahrelangen Übergangszeitraum fällt der Atomstrom bereits weg, die Netze für den Transport von Ersatz stehen aber noch nicht komplett.
Stromversorgung, Versorgungssicherheit
13027.12.17Vulnerability Affects Hundreds of Thousands of IoT Devices

Here's something to be cheery on Christmas Day —a vulnerability affecting a web server that's been embedded in hundreds of thousands of IoT devices.

"Welcome to our security nightmare of convenience without proper configuration," cyber-security expert Cheryl Biswas commented on the bug earlier this week.
Cyber
13127.12.17Botnetze können das Stromnetz sabotieren

Ein Botnetz könnte den Stromverbrauch vernetzter Geräte rascher beeinflussen, als Stromnetze darauf reagieren können. Damit könnte die Stromversorgung ganzer Länder sabotiert werden.

Wenige Millionen Computer, die koordiniert den Stromverbrauch erhöhen und senken, können Teile des kontinentaleuropäische Stromnetz zusammenbrechen lassen.

Cyber, Stromversorgung
13204.01.18Wasser als Teil der kritischen Infrastruktur

Um für den Notfall gerüstet zu sein, fand in Südböhmen die zweitägige Simulation eines flächigen und 6 Tage andauernden Stromausfalls statt. Teil der kritischen Infrastruktur ist auch Wasserver- und Abwasserentsorgung.

Koordiniert vom Kreis Südböhmen, nahmen die Infrastrukturunternehmen E-on, Jihočeský vodárenský svaz, ČEVAK sowie zahlreiche weitere Organisationen des sogenannten integrierten Rettungssystems teil. Neun Betriebsstellen der ČEVAK (Kaplice, Krumau, Budweis, Vodňany, Vimperk, Třeboň, Neuhaus und Borovany) waren über 48 Stunden intensiv mit der Übung beschäftigt. Ihre Aufgabe war es, die Trinkwasserversorgung aufrecht zu erhalten. An zahlreichen Standorten wurden Notversorgungen über öffentliche Wasserausgabestellen und mobile Wassertanks eingerichtet.
Blackout, Kritische Infrastruktur, Übung
13309.01.18Die Top 5 Risiken für das Jahr 2018

Groß angelegte Cyber-Angriffe auf die Infrastruktur - 2017 war das Jahr der großen, aber mehr oder weniger zufällig disruptiven Angriffe. Für 2018 muss mit weiteren Attacken im Stil von WannaCry, NotPetya und BadRabbit, aber auf einflussreichere, stärker zielgerichtete und mehr disruptive Art und Weise gerechnet werden. Nationale Infrastruktursysteme sind besonders gefährdet.
Cyber, Kritische Infrastruktur
13415.0.18Blackout: Trotz Bedrohungen sorgen wenige vor

Gefahren sind drastisch gestiegen. Zivilschutzverband rät, haltbare Lebensmittel daheim zu lagern.

Die hoch technisierte Welt hat unser Leben viel verwundbarer gemacht, als den meisten lieb ist. Ohne Strom geht so gut wie nichts mehr. Kein Smartphone, kein Internet, kein Kühlschrank, kein E-Herd oder kein Licht.

Jedes Jahr sind hunderte "kritische Netzeingriffe" notwendig, um in Österreich einen "Blackout" abzuwehren. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur Energieerzeuger, Krankenhäuser oder Behörden, sondern auch private Haushalte vorsorgen, raten Fachleute.

Laut Schätzungen sollen zwei Drittel aller Haushalte auf Ausnahmesituationen unzureichend vorbereitet sein. Dass ein Lebensmittelvorrat für mehr als zehn Tage wichtig ist, belegen Studien: Denen zufolge dauert es rund 30 Minuten, bis in den Märkten die Lebensmittel für den täglichen Bedarf ausverkauft sind. "Vorausgesetzt, sie haben offen", sagt Straka.
Blackout, Vorsorge
13516.01.18Forscher: Stromhandel kann Netze gefährden

Dass erneuerbare Energien Schwankungen in den Stromnetzen verursachen, ist bekannt. Dass aber auch der Stromhandel die Stabilität der Netze beeinflusst, zeigt erst jetzt eine Studie von Göttinger und Dresdner Forschern.

Wie es zu einer solchen Katastrophe kommen könnte und wie sie sich verhindern lässt, darüber diskutieren Wissenschaftler und Regierungen bereits seit mehreren Jahren. Neben terroristischen Angriffen z.B. durch Hacker gelten die erneuerbaren Energien als eine der größten Bedrohungen für die Stabilität der Stromversorgung. Der Grund: Weil der Wind nicht immer gleichmäßig weht, liefern auch die Windräder mal mehr und mal weniger Strom. Auch die Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen schwankt, je nachdem ob es wolkig ist oder nicht.

Wie Physiker des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) in Göttingen und der TU Dresden nun zeigen, werden die Schwankungen nicht nur von erneuerbaren Energiequellen verursacht. Auch der Stromhandel hat offenbar einen mindestens genau so großen Einfluss, berichtet ein Team um Benjamin Schneider und Marc Timme im Fachjounral "Nature Energy".

Die statistische Auswertung habe einen deutlichen Befund gebracht, sagt Benjamin Schneider. "Der Einfluss des Stromhandels auf die Netzfrequenz ist in etwa so groß wie der der Erneuerbaren, wenn nicht sogar noch größer." Strom wird in Deutschland in Zyklen von 15 Minuten gehandelt, unter anderem an der Leipziger Strombörse EEX. Parallel zu diesen Handelszyklen treten Schwankungen der Netzfrequenz auf, die bis zu 0,15 Hertz mehr oder weniger betragen können. "Das hat uns insofern überrascht, weil in der Öffentlichkeit und der Politik an dieser Stelle immer nur über die Rolle der Erneuerbaren diskutiert wird und nicht über die Gestaltung des Handels", sagt Marc Timme.

Bislang seien solche größeren negativen Folgen dieser Schwankungen nicht bekannt, sagen die Forscher. Doch die Abweichung könnten gefährlicher werden, wenn der Stromhandel weiter liberalisiert werde, ohne seine Rolle auf die Netzfrequenz zu berücksichtigen, warnen sie.
Blackout, Versorgungssicherheit
13617.01.18Cyberattacke legt Lettlands Gesundheitssystem lahm

Lettlands Onlinegesundheitssystem ist Ziel eines breitangelegten Hackerangriffs geworden. Das Portal für die Ausstellung digitaler Arztrezepte sei mit Tausenden Anfragen pro Sekunde lahmgelegt worden, teilte das Gesundheitsministerium gestern mit.
Cyber, Kritische Infrastruktur
13723.01.18Iran verfügt über Angriffssoftware der „Stuxnet“-Klasse

Die Malware, mit der das Schaltsystem einer Pipeline oder Förderanlage in Saudi-Arabien angegriffen worden war, stand wochenlang frei zum Download im Netz. Alle Analysen verweisen auf den Iran als Herkunftsland.

Zeitgleich wurde das neue elektronische Gesundheitssystem Lettlands durch eine DDos-Attacke vom Netz geholt und ein Einbruch in dessen norwegisches Pendant wurde öffentlich. Zudem flogen ein kapitaler Geheimdiensttrojaner und hochgefährliche Angriffssoftware auf, die - wie „Stuxnet“ 2010 - auf industrielle Steuerungssysteme (SCADA) zielt. Damals wurden iranische Uranzentrifugen angriffen, die nun entdeckte Malware aber stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Iran.

Am Mittwoch gab der führende US-Anbieter von Industrieschaltanlagen Schneider Electric Details zum Angriff auf die Systeme einer nicht genannten Kundenfirma aus dem Energiesektor bekannt. Entdeckt wurde der Angriff zwar schon im Sommer, nähere Informationen über Art und Funktion der Malware gab es nicht. Das änderte sich im Dezember, als ein voll funktionsfähiger Teil der Software plötzlich zum Download stand.

Ein Sicherheitstechniker der Firma Schneider hatte die Gefährlichkeit dieser Software offenbar völlig unterschätzt und auf die Sicherheitsforschungsplattform „Virustotal“ hochgeladen, wo sie bis Anfang Jänner zur Verfügung stand. In Folge kamen erste Details durch Sicherheitsfirmen an die Öffentlichkeit. Schneider sah sich damit zu einer weiteren Stellungnahme gezwungen und bald war klar, dass mit dieser Software eine Ölförderanlage in Saudi-Arabien angegriffen worden war.

Bemerkt wurde die „Trisis“ (oder auch „Triton“) genannte Schadsoftware im August, als die Steuerung Teile der Anlage selbsttätig abschaltete. Das wurde durch die „Trisis“-Malware ausgelöst, die zwar schon das Kommando übernommen hatte, durch die ungewollte Abschaltung allerdings nicht mehr dazukam, die eigentliche Schadfunktion von irgendwo nachzuladen. Die Analysten gehen deshalb davon aus, dass sich die gesamte zugehörige Malware-Suite noch in einem - wenngleich fortgeschrittenen - Entwicklungsstadium befindet.

Trisis setzt auf eine bis dahin nicht bekannte Sicherheitslücke („Zero-Day“) im Betriebssystem der Triconex-Schaltanlagen von Schneider auf, die auch in Europa ziemlich verbreitet sind. Das hatte nach der Bekanntgabe am Mittwoch beträchtliche Aufregung ausgelöst, zumal mit Trisis erst die zweite solche Malware nachgewiesen ist, die das Betriebssystem einer großen, industriellen Steuerungsanlage angreift. Der erste, bekannte Fall dieser Art liegt bereits acht Jahre zurück, als Steuerungsanlagen von Siemens im Iran angegriffen wurden, um die Zentrifugen zur Urananreicherung zu sabotieren.
Cyber, Kritisch Infrastruktur
13830.01.18Nächtlicher Stromausfall trifft Püttlinger Klinik

Püttlingen: Kompletter Stromausfall heute Nacht in der Knappschaftsklinik in der Humes in Püttlingen! Gegen Mitternacht kommt es in Teilen der Köllertalstadt zu einem ganz kurzen Stromausfall, doch in der Klinik bleiben die Lichter plötzlich aus. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk eilten zum Krankenhaus, in dem 370 Patienten versorgt werden.

Ursache für den nächtlichen Stromausfall war ein Kabelfehler im Leitungsnetz der Energis. Für solche Fälle gibt es in dem Krankenhaus ein Notstromaggregat, das auch direkt anspringt und mit der Stromproduktion beginnt.
„Das Notstromaggregat ist ordnungsgemäß gestartet. Eine Netz­einspeisung in das Stromnetz des Krankenhauses ist nicht erfolgt.“ Ruffing vermutet, dass möglicherweise eine Überspannung diese Fehlfunktion auslöste. Erst recht verwunderlich, warum das Aggregat patzte: Erst vor wenigen Tagen, am 20. Januar, habe es zu Testzwecken einen Probelauf gegeben. Bei diesem regelmäßigen Funktionstest sei alles glatt gelaufen, vermeldet Ruffing.

Nichtsdestotrotz seien die Patienten während des Stromausfalls „sicher versorgt“ gewesen, betont sie. Niemand hätte verlegt werden müssen.

Gegen 0.40 Uhr gehen dann die Lichter im Krankenhaus wieder an. Technikern ist es gelungen, den Notstrom auf das Gebäude zu verteilen. Wenig später leuchten auch wieder die Straßenlaternen, die Energis hat es geschafft, über eine Umleitung die Klinik wieder an das Stromnetz anzuschließen.

Anmerkung: Nochmals alles gut gegangen. Bei einem wirklichen Blackout hätte das wohl nicht so funktioniert.
Kritische Infrastruktur, Stromausfall
13905.02.18Vernetzte Digitalisierung und langanhaltende und großräumige Stromausfälle

Immer größere Bereiche des täglichen Lebens werden digitalisiert und vernetzt - was bei großräumigen Stromausfällen den Schaden gering halten soll, wird untersucht und geprobt

So kam es vor wenigen Monaten im südlichen Breisgau zu einem mehrstündigen Stromausfall, weil eine von zwei Übertragungsleitungen wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet wurde und die Netzüberwachung den daraufhin erfolgten zusätzlichen Stromtransport über die zweite Leitung als Störung identifizierte und auch diese Leitung abschaltetet. In dem sehr engmaschig verflochtenen historisch gewachsenen Netz, dessen Struktur im Rahmen der in den letzten Jahren erfolgten neuen Konzessionsvergaben auf unterschiedliche Eigentümer übergegangen war, dauerte die Ursachenforschung dann mehrere Stunden.

Dezentrale Stromversorgung mit zellulären Netzen oder Microgrids
Man könnte die Sicherheit der Stromversorgung auch durch den Ausbau einer dezentralen Stromversorgung und den Einsatz sogenannter zellulärer Netze, die auch unter dem Namen Microgrids bekannt sind, verbessern. Hierbei lassen sich die Auswirkungen eines Stromausfalls begrenzen und die einzelnen Versorgungsnetze unabhängig von einander in Betrieb halten oder nach einem Stromausfall zügig wieder in Betrieb nehmen.

Die Idee der Microgrids hat sich in der Energiewirtschaft, die noch maßgeblich von den zentralen Großkraftwerken geprägt wird, noch nicht durchsetzen können. Man verfolgt hier noch immer die Idee der Kostendegression durch Vergrößerung der jeweiligen Versorgungseinheiten. Eine kundennahe Stromerzeugung wird sich flächendeckend erst dann durchsetzen können, wenn die Kunden die Stromerzeugung und -versorgung beispielsweise im Rahmen von Bürgerenergiegenossenschaften wieder selbst in die Hand nehmen.
Kritische Infrastrukturen, Vernetzung, Energiezellen
14020.02.18Biodiesel legt Tornados auf deutschem Fliegerhorst lahm

Die Luftwaffentornados auf dem Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein (Deutschland) dürfen seit einer Woche nicht fliegen, weil dem Kerosin zu viel Biodiesel zugemischt war. Das sei bei einer Routineüberprüfung am vergangenen Montag aufgefallen. Die Toleranzwerte sind minimal überschritten.
Kritische Infrastruktur
14121.02.18Erneuerbares Energiespeicher­projekt von Autarsys gewährleistet verlässliche Stromversorgung

Das Batteriespeichersystem stellt gleichzeitig fünf Betriebsmodi zur Verfügung:
PV-Support-Mode: Um die Verlässlichkeit eines Solarkraftwerks zu erhöhen, kann ein Batteriesystem die Lücken zwischen dem Bedarf und der erzeugten Energie schließen. Dazu nutzt es Funktionen wie PV-Smoothing und -ramping oder Peak-shaving, um das erneuerbare System zu stabilisieren.
Grid-Support-Mode: Ist das ESS mit dem Stromnetz verbunden, dient es als „Mittelsmann“ zwischen Netz und PV-Anlage. In diesem Betriebsmodus sichern die Batteriewechselrichter ein stabiles Netz, indem sie Ausgang und Eingang der Wirk- und Blindleistung kontrollieren und dadurch letztlich die Häufigkeit von Stromausfällen reduzieren.
Island-Mode: Sollten im nationalen Stromnetz Unregelmäßigkeiten auftreten, kann das lokale Netz auch unabhängig die lokale Gemeinde von 3000 Haushalten betreiben.
Market-Mode: Mit dem Stromnetz verbundene erneuerbare Systeme können sehr profitabel sein. Dieser Betriebsmodus verdeutlicht die Fähigkeit des Systems, am Markt für Energiearbitrage teilzunehmen.
Combined-Mode: Für den Regulärbetrieb der wahrscheinlich wichtigste Modus. Das System verwendet seine Fähigkeiten aus den anderen Modi, um den ökonomischen Nutzen zu maximieren.
Energiezellensystem
14222.01.18Angezapft: Schwachstellen machen tausende Tankstellen für Hacker angreifbar

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab haben im Rahmen einer Untersuchung eine Reihe unbekannter Schwachstellen in einer Steuereinheit gefunden, die von Tankstellen weltweit eingesetzt wird. Die Sicherheitslücken betreffen ein Embedded-System, von dem derzeit über tausend Einheiten installiert und online sind. Über die Schwachstellen wären Hacker in der Lage, via Fernzugriff die Kontrolle über betroffene Systeme zu erlangen.
Cyber, Kritische Infrastruktur
14322.01.19

Der österreichische Übertragungsnetzbetreiber APG und die Wirtschaftskammer warnten erst kürzlich wieder davor, dass neben dem fehlenden Netzausbau auch die Unsicherheit über die Verfügbarkeit thermischer Kraftwerke ein Problem für die Versorgungssicherheit darstellt. „Eine Entwicklung, die sich bereits seit Jahren zuspitzt. Deswegen hat der Nationalrat im Juni 2017 die Notbremse gezogen und einstimmig die Sicherstellung des Betriebs von bestehenden hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Wahrung der Versorgungssicherheit beschlossen“, erklärt SPÖ-Energiesprecher Wolfgang Katzian.

Anmerkung: Leider wird hier leichtfertig mit dem Begriff "Blackout" umgegangen. Nichts ist schlimmer, als wie wenn das Thema nun zu einem parteipolitischen Hickhack genutzt wird.
Blackout
14424.02.18Das bestehende System ist extrem krisenabhängig und absolut nicht nachhaltig

Brigitte Ederer, Vorstandsvorsitzende des Forums Versorgungssicherheit, warnt: das Problem der Versorgungssicherheit würde in der Politik viel zu wenig diskutiert. Man stehe vor einem großen Umbruch, auf den man angemessen reagieren müsse. „Um die Versorgungssicherheit zu stabilisieren, ist es meiner Meinung nach wichtig, den Netztreibern zu erlauben, Strom zu speichern. Dabei geht es nicht um den Handel mit Strom sondern um ein zuverlässiges und stabiles Netz“, erklärte Ederer gestern bei einer Diskussionsveranstaltung des Forums Versorgungssicherheit in Wien ihren Standpunkt. Zudem solle Grünes Gas, das aus überschüssigem Strom gewonnen wird, zunehmend genutzt werden. Damit könne man die Zeit bis zur Entwicklung von gasfreien Alternativen gut überbrücken.
Versorgungssicherheit
14524.02.18Stromausfälle in Venezuelas sind eine unendliche Geschichte.

Am Donnerstag (22.) fiel in mindestens elf Bundesstaaten für mehrere Stunden der Strom aus, das Regime hat sich bisher nicht dazu geäußert. Dieser „allgemeine Stromausfall“ ergänzt die lange Liste der Störungen, die in den letzten Tagen auf nationaler Ebene aufgetreten sind.

Und obwohl die hoffnungslos für die Stromkrise veraltete Infrastruktur von verschiedenen Stellen angeprangert wurde, führen die Behörden das Problem immer auf Sabotage, Naturphänomene und sogar auf die Nutzer selbst zurück und versichern, dass die Probleme auf einen hohen Verbrauch zurückzuführen sind.

Anmerkung: Wenn das System immer wieder Störungen hat und ausfällt, sind sowohl die Menschen auch als die Unternehmen auf so etwas vorbereitet. Und genau das fehlt uns in Mitteleuropa.
Blackout
14626.02.18THW in Heide rüstet sich für Blackout

15.000 Euro kostete das neue Notstrom-Aggregat. Mit 40 Kilowatt Leistung ist es stärker als das bisher sechs Kilowatt starke Aggregat. Es läuft mit Diesel und kann im Falle eine Blackouts Strom ins lokale Netz einspeisen. So werden wichtige Einrichtungen am Leben erhalten.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste können jetzt vom neuen Aggregat profitieren und es bei Stromausfällen anfordern. Die Kosten: 200 Euro für sechs Stunden inklusive Arbeitskräfte.

Anmerkung:Gute Maßnahme, aber äußerst schlechte Kommunikation. Mit 40 kW Leistung hüpft man nicht wirklich weit. Zum Vergleich, ein Durchschnittshaushalt hat einen 4 kW Anschluss! Damit kann man daher weder ein Spital noch ein Pflegeheim sinnvoll versorgen. Vor allem werden dann alle gleichzeitig anrufen bzw. besser gesagt, einen Melder schicken.
Blackout, Vorsorge
14728.02.18Hamsterkäufe in Irland vor Schneesturm

Eine Schneesturmwarnung hat in Irland Hamsterkäufe ausgelöst. Viele Iren nahmen die Aufforderung der Behörden, angesichts der für morgen erwarteten Schneemassen auf unnötige Reisen zu verzichten, ernst und deckten sich bereits gestern mit Vorräten ein. Begehrt waren vor allem Frischwaren wie Brot, Milch und Gemüse. In Sozialen Netzwerken wurden Fotos von geplündert aussehenden Lebensmittelgeschäften und leeren Regalen veröffentlicht.



Vorsorge
14828.02.18Das Geschäft mit dem Blackout

Fünf große Energieversorger teilen sich die Gewinne aus dem Kampf gegen den Netzkollaps. Bei der Industrie regt sich Unmut. Sie will am 320 Millionen Euro schweren Markt mitspielen.

Im Grund ist es paradox: Obwohl Europa mehr Strom erzeugt als je zuvor, steigt die Gefahr eines Blackouts auf dem Kontinent kontinuierlich. „Überschüsse sind eben genauso gefährlich wie zu wenig Elektrizität“, erklärt Gerhard Christiner, Technikvorstand des österreichischen Übertragungsnetzbetreibers APG. Und Stromüberschüsse gibt es in Europa mittlerweile mehr als genug. Ein windiger Sommertag in Deutschland reicht aus, um so viel Ökostrom zu erzeugen, dass Kilowattstunden oft schon verschenkt werden müssen, nur damit sie aus dem Netz verschwinden. Polen und Tschechien haben sich bereits abgeschottet, um eine Überlastungen ihrer Stromnetze zu verhindern. Österreichs Stromhändler kaufen hingegen munter deutschen Billigstrom zu und bringen damit das heimische Netz in Gefahr.
Blackout
14906.03.18Bei 40 günstigen Android-Smartphones ist ein Trojaner ab Werk inklusive

Sicherheitsforscher listen über 40 Android-Smartphones auf, die einen von Angreifern modifizierbaren Trojaner an Bord haben. Dieser soll sich nicht ohne Weiteres entfernen lassen.

Der Android.Triada.231 getaufte Schädling soll direkt mit der Firmware verwoben sein. So lässt er sich nur mit viel Aufwand entfernen. Dafür muss man das Smartphone komplett zurücksetzen und ein neues, sauberes Android-Image installieren, erläutern die Sicherheitsforscher.
Cyber
15006.03.18Anexia wehrt bisher größte Cyber-Attacke auf Österreich ab

Cyber-Angriffe auf österreichische Unternehmen häufen sich signifikant - IT-Dienstleister Anexia konnte bisher schwerste Attacke dank verstärkter Infrastruktur abwehren

Seit vergangener Woche sind weltweit die IT-Unternehmen in Alarmbereitschaft. Am Donnerstag wurde der Online-Dienst für Software-Entwicklungsprojekte Github Opfer des bis dato weltgrößten Cyber-Angriffs, bei dem bisher unbekannte Täter versuchten mittels einer sogenannten DDoS-Attacke (Distributed-Denial-of-Service) mit rekordverdächtiger Stärke die Website lahmzulegen.

In Österreich häufen sich die Cyber-Angriffe ebenfalls signifikant. „Wir haben aktuell über 5.000 Attacken pro Stunde auf unseren Servern und wissen auch von anderen Betreibern, die eine Steigerung an Angriffen registrieren“, berichtet Alexander Windbichler, CEO und Gründer von Anexia, einem der führenden österreichischen Cloud- und Hostingdienstleister. „Diese DDoS-Attacken sind vergleichbar mit einer Lawine aus Daten. Hacker versuchen durch unzählige Anfragen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen, Server in die Knie zu zwingen und damit die dort laufenden Services lahmzulegen. Ziel solcher Angriffe sind Online-Portale, e-Commerce-Anwendungen oder Server mit hochsensiblen Daten.“

Diese Attacke auf die Anexia-Server, die als die bisher größte registrierte auf einen österreichischen Anbieter gilt, wurde mit einer Größe von nahezu 700GBit/sec. aufgezeichnet. „Ziel des Angriffs war ein namhafter internationaler Service-Provider, den wir seit längerem umfassend betreuen. Die Attacke dauerte 13 Minuten.

Das Ziel solcher Angriffe ist immer, Webseiten und Online-Services zum Stillstand zu bringen. Für die Betreiber von betroffenen Webseiten können dann schnell Schäden in Millionenhöhe entstehen. Jede Minute, die ein großer Online-Shop offline ist, kostet Geld. Oftmals werden die Plattform-Betreiber von den Hackern erpresst und erst gegen ein Lösegeld – meist zu bezahlen in Bitcoins – wird die Attacke gestoppt. Wer hinter solchen Angriffen steckt, bleibt meist unklar
Cyber, Kritische Infrastruktur
15106.03.181,35 Terabit pro Sekunde: Weltgrößte DDoS-Attacke gegen Github

Die "Memcached Amplification Attack"-Angreifer setzten eine neue Methode ein, um die Seite lahmzulegen Welche Ausmaße gezielte Angriffe im Internet mittlerweile angenommen haben, zeigt ein Angriff auf den Online-Dienst Github, der Software-Entwicklungsprojekte auf seinen Servern bereitstellt. Wie "Wired" berichtet, war er Ziel der größten Distributed-Denial-of-Service-(DDoS-)Attacke, die das Netz bisher gesehen hat. Dabei wurden durchaus beeindruckende 1,35 Terabit Daten pro Sekunde auf den Anbieter losgelassen, um dessen Services vollständig vom Netz zu nehmen.

Der bisherige Rekordhalter war ein Angriff auf den großen Domain-Name-System-(DNS-)Dienstleister Dyn, der immerhin 1,2 Terabit Daten pro Sekunde erreichte und Teile des Internets lahmlegte, da Anbieter wie Twitter und Spotify das Service von Dyn nutzten.

Cyber, Kritische Infrastruktur
15209.03.18BRÜSSEL ATTESTIERT DEUTSCHLAND ERHEBLICHE ENERGIEWENDE-DEFIZITE

Die EU-Kommission moniert gravierende Missstände bei der Energiewende in Deutschland. Im Falle der Bundesrepublik gleicht der Länderbericht, den Brüssel alljährlich für die 27 Mitgliedstaaten erstellt, einer Mängelliste. Im Energiekapitel konstatiert der Bericht, dass die Erneuerbaren-Integration hierzulande wegen "ausgebliebener Investitionen in den Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze" nur schleppend vorankommt. Diese Verzögerung habe zu spürbaren Kostenbelastungen in den Stromnetzen und an den Strommärkten geführt. Zudem gebe es die Tendenz, Netzengpässe, die Folge der Lücken bei den innerdeutschen Nord-Süd-Trassen sind, an die Auslandsgrenzen zu verlagern. "Diese Engpass-Problematik wird durch die derzeitige Preiszonen-Definition und das gegenwärtige Engpassmanagement, das den grenzüberschreitenden Stromfluss limitiert, nicht angemessen adressiert", heißt es in dem Bericht.
Energiewende
15311.03.18Viel mehr Solar- und Windstrom nötig als gedacht

Um den Stromverbrauch in Österreich bis 2030 wie geplant über das Jahr gerechnet völlig CO2-frei zu machen, ist künftig viel mehr Elektrizität aus erneuerbaren Quellen nötig als bisher gedacht.

Der Ausbau der Wasserkraft müsste weitergeführt werden wie bisher, bei Windenergie und Photovoltaik müsste kräftig aufgestockt werden. Das Stromangebot aus Wasserkraft soll bis 2030 (Vergleich mit dem Jahr 2016) um 15 bis 20 Prozent wachsen.

Windstrom soll es bis dahin viermal so viel geben und PV-Strom sogar mehr als zehnmal so viel, ergaben neue Berechnungen. Zu den momentan 1.200 Windrädern in Österreich, von denen die meisten in Niederösterreich und dem Burgenland stehen, müssten weitere 1.700 dazukommen.

Bei Photovoltaik reicht das von der neuen Regierung angekündigte „100.000-Dächer-Programm“ bei Weitem nicht aus - nach neuen Daten der Elektrowirtschaft müssten Jahr für Jahr 200.000 neue Anlagen errichtet werden. Bis 2030 wären das in Summe rund 2,4 Millionen neue PV-Anlagen, wenn man dabei von den in der Regel jeweils fünf Kilowatt peak (kWp) Leistung ausgeht. Dafür wären 115 Quadratkilometer Dachfläche nötig.

Anmerkung: Es wird kein Weg an einer massiven Energieeinsparung vorbeiführen. Siehe auch Die Energiewende – Fiktion und Wirklichkeit
Energiewende
15414.03.1850-HERTZ-CHEF SCHUCHT: "NETZAUSBAU WIRKT"

Der für den Nordosten zuständige Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50 Hertz hat erstmals einen Grünstrom-Anteil von mehr als 50 Prozent (53,4 %) verbucht. Es gebe kaum Regelzonen dieser Art. Die installierte Leistung stieg demnach um 2.000 MW auf 31.000 MW, die Produktion um fünf TWh auf 51 TWh. Der Verbrauch habe wie im Vorjahr bei 96 TWh gelegen. Dabei bleibe das Unternehmen mit 48,8 TWh der zentrale Stromexporteur in Deutschland, dessen Nettoexporte insgesamt bei 55,4 TWh lagen.

50 Hertz habe den Redispatch "stabilisiert", so Schucht weiter. Die Kosten für das Engpassmanagement hätten nach vorläufigen Zahlen bei 187 Mio. Euro gelegen (2016: 180 Mio. Euro), und dass trotz eines Zubaus erneuerbarer Erzeugungskapazitäten im Umfang von 2.100 MW. Allein der Bau der Südwest-Kuppelleitung habe - Stand 12. März - rund 308 Mio. Euro solcher Kosten gespart.

Anmerkung: Eine der wenigen positiven Nachrichten aus der Branche.

Energiewende
15514.03.18Blackout stellt Kreis vor Probleme

Energieversorgung und Kraftstoffmangel sind bei tagelangem Stromausfall kritische Punkte, warnt Katastrophenschützer Erich Schlotthauer.

„Unsere Achillesferse ist die Kommunikationstechnik“, sagt Schlotthauer. Das zweite nicht gelöste Problem ist die Versorgung mit Benzin, denn ohne Strom funktioniert keine Tankstelle.

„Handynetze brechen nach wenigen Minuten zusammen, denn die Sendetürme haben kaum Stromreserven.“ Wer auf das Internet hofft, hofft vergeblich. „Das gute alte Telefonkabel war stromunabhängig, aber die Verteiler der modernen DSL-Leitungen schalten sich ab. Sie haben dann kein Internet mehr.“ Beispiele aus der Notrufzentrale zeigen, was schon nach 20 Minuten Stromausfall passiert: „Es rufen Bürger an, die Kaffee kochen oder für ein Baby Milch erwärmen wollen.“ Kein Herd, keine Heizung funktioniert. „Einkaufen im Supermarkt ist nicht möglich“, sagt Schlotthauer. Bäcker backen kein Brot und in den Kühlräumen der Fleischer verdirbt die Ware.

Wir haben bundesweit keine Regelung, welche Behörde im Ernstfall auf welches Treibstofflager zugreifen kann, aber genau das brauchen wir.

Als eine dritte Herausforderung bezeichnet er die Absicherung des Personalbedarfs: Die Mitarbeiter der Verwaltung und des Rettungsdienstes kommen aus einem Umkreis von 100 Kilometern. „Wir gehen davon aus, dass nur ein Drittel von ihnen im Ernstfall einsatzfähig sein wird“, befürchtet Schlotthauer. Für die Aufrechterhaltung der Leistungen sei das wenig.
Blackout, Krisenvorsorge
15614.03.18Blackout: Nürnberg will sich für den Ernstfall wappnen

Nürnberg arbeitet an einem Konzept für den Blackout - und hat Ideen.

Doch die Gefahr eines großflächigen, mehrere Tage oder gar Wochen andauernden Stromausfalls (Blackout) wächst und wächst. Mit jedem technischen Fortschritt nimmt auch die Abhängigkeit von Elektrizität zu. Das heißt aber auch: Die Systeme werden anfälliger und verwundbarer.

Um aber Krisen nach einem großflächigen Stromausfall klein zu halten, sind einige Städte dabei, sich zu rüsten. Berlin und Hannover gehören da zu, aber auch Nürnberg. Derzeit stellt die Stadt das Katastrophenschutzkonzept auf neue Füße. Darin wird festgelegt, wohin sich Bürger bei einem Blackout wenden können. Nach dem Motto: Wo Licht ist, erhält man Informationen.

Es wird erste Anlaufstellen geben, die mit Notstromaggregaten ausgestattet sind: so beispielsweise in allen 18 Feuerwehrgerätehäusern in den Ortsteilen und in den fünf Wachen der Berufsfeuerwehr. Ab Frühjahr 2019 wird die Stadt die zwölf bestehenden Gerätehäuser sanieren und sechs weitere neu bauen. Im Zuge dessen werden die Gebäude für derartige Krisenzeiten ertüchtigt. Doch diese Anlaufpunkte werden für die Halbmillionenstadt nicht ausreichen.

Bei der Wasserversorgung wird es Nürnberg nicht so heftig treffen wie andere Städte. "Das Wasser liegt in höher gelegenen Bereichen. Dadurch haben wir ein Gefälle, das für ausreichenden Druck sorgt." In Hochhäusern kann es jedoch zu Schwierigkeiten kommen, der Druck reicht nicht bis ins zehnte Obergeschoss.
Blackout, Krisenvorsorge
15717.03.18Konzepte für sichere Energiesysteme

Für die Betreiber von Stromnetzen bringt die Energiewende neue Herausforderungen mit sich. „Um die schwankende Leistung erneuerbarer Energiequellen auszugleichen, muss das Stromnetz beispielsweise mit Pufferkapazitäten, aber auch mit dem Wärme- und dem Gasnetz gekoppelt werden“, berichtet Sebastian Lehnhoff. Fachleute nennen diese neuen, vielfältigeren Lebensadern der Energieversorgung „multimodale Netze“. Weil darin neben Wechselstrom zunehmend auch Gleichstrom eine Rolle spielt, werden die Netze zusätzlich auch als „hybrid“ bezeichnet.

Eins der drei Projekte mit Beteiligung der Oldenburger Energieinformatiker beschäftigt sich damit, wie sich die zahlreichen regenerativen Stromquellen – etwa Photovoltaik-Anlagen, Windturbinen oder Blockheizkraftwerke – am besten koordinieren lassen. Zur Steuerung setzen Lehnhoff und seine Kollegen von der Universität Hannover auf ein so genanntes Multiagentensystem. Das ist eine Software, die ähnlich funktioniert wie ein Ameisenstaat: Dabei agieren lokale Steuereinheiten unabhängig voneinander. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass die Spannung in einem Bereich des Netzes im erlaubten Rahmen bleibt, ohne dass eine zentrale Stelle das gesamte System überwacht. „Dadurch entstehen automatisch Redundanzen, die das System robuster und weniger fehleranfällig machen“, sagt Lehnhoff.

Das dritte Teilprojekt beschäftigt sich mit dem so genannten Schwarzstart – also dem Fall, dass das Netz nach einem großräumigen Stromausfall wieder neu gestartet werden muss. Hierbei arbeiten die Oldenburger Energieinformatiker mit der Universität Passau zusammen. „Ein Schwarzstart erfordert die sorgfältige Koordination zwischen den IT-Systemen und dem elektrischen Energiesystem“, erläutert Lehnhoff. Ein klassischer Schwarzstart in einem großen Kraftwerk beginnt mit einer Batterie, die die Steuerung für einen kleinen Dieselgenerator in Gang bringt, der wiederum eine Gasturbine startet. Häufig werden auch Wasserkraftwerke eingesetzt, deren Turbinen ohne Strom in Bewegung versetzt werden können.
Energiezellen, Forschung
15820.03.18Erste gezielte Malware-Attacke auf industrielle Sicherheitssysteme

Stuxnets Erben: Eine neue, auf industrielle Prozesse zielende Malware hat offenbar eine kritische Infrastrukturanlage im Mittleren Osten befallen. Der Triton genannte Schädling greift erstmals funktionale Sicherheitssysteme einer Industrieanlage an.

"Vermutlich bestand der Zweck des Angriffs darin, das Sicherheitssystem zu deaktivieren, um den Grundstein für einen zweiten Cyberangriff zu legen, der zu katastrophalen Schäden an der Anlage selbst führen würde, die möglicherweise zu großen Umweltschäden und zum Verlust von Menschenleben führen könnten".
Cyber, Kritische Infrastruktur
15920.03.18„Flex4Energy“: Neuartiger Marktplatz mit Quartierspeicher verbessert Versorgungssicherheit

Um Engpässe zu verhindern, kann Energie zwischengespeichert werden und bei Bedarf kurzfristig abgerufen werden.

Was bislang fehlte, ist ein virtueller Marktplatz, auf dem diese Energiedienstleistungen gehandelt werden können. Ein solcher ist jetzt dem Forschungsprojekt „Flex4Energie“ entwickelt worden.

„Flex4Energy“ soll künftig die Lücke schließen und den Handel mit regionalen Energiedienstleistungen ermöglichen.
Energiezellen, Forschung
16020.03.18Cyberattacks Put Russian Fingers on the Switch at Power Plants, U.S. Says

The Trump administration accused Russia on Thursday of engineering a series of cyberattacks that targeted American and European nuclear power plants and water and electric systems, and could have sabotaged or shut power plants off at will.

“We now have evidence they’re sitting on the machines, connected to industrial control infrastructure, that allow them to effectively turn the power off or effect sabotage,” said Eric Chien, a security technology director at Symantec, a digital security firm.

“From what we can see, they were there. They have the ability to shut the power off. All that’s missing is some political motivation,” Mr. Chien said.
Cyber, Kritische Infrastruktur
16125.03.18Stromnetze und Kraftwerke - Die Angst vor dem Cyber-Angriff

Hacker zielen auf Atomkraftwerke und Stromnetze - auch in Deutschland. Doch die „zivile Verteidigung“ weist vielerorts noch große Lücken auf.

Wenn fehlende Voraussicht schon so großen Schaden anrichtet, was passiert dann erst bei einem gezielten Angriff auf das Stromnetz, fragten damals nicht nur Fachleute. Ein offizieller Bericht für den Bundestag warnte 2010 vor einem schnellen „Kollaps der gesamten Gesellschaft“ im Fall von großflächigen Stromausfällen.
Cyber, Blackout, Krisenvorsorge
16229.03.18Stromversorger nutzt ausgediente E-Auto-Batterien als Energiepuffer

Sie sind eine zentrale Säule der Energiewende - trotzdem stellen Sonnen- und Windstrom Energieversorger immer wieder vor Probleme. Nun sollen Energiespeicher helfen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Unterstützen soll dabei die Autoindustrie.

Ähnliche Projekte würden derzeit in Stuttgart und Hamburg getestet, um wirksamer auf die schwankende Stromeinspeisung von Solaranlagen und Windrädern reagieren zu können.
Energiezellens
16305.04.18Wenn der Strom ausfällt Wie gut sind wir auf einen längeren Blackout vorbereitet?

ie Stürme des vergangenen Jahres sowie Orkantief „Friederike“ zu Jahresbeginn haben gezeigt, wie verwundbar das Stromnetz ist. Bäume, Dachziegel, Planen und andere Gegenstände flogen in die Leitungen und sorgten vielerorts

für Stromausfälle. Wenn möglich hat der Stromversorger Mitnetz Strom nach eigenen Angaben den Strom umgeleitet und die beschädigten Stellen repariert. Doch was passiert in der hoch technisierten Welt, wenn der Strom länger und in einem größeren Gebiet ausfällt? Wie reagieren Behörden, Stromversorger und Bevölkerung auf einen sogenannten Blackout?

Der Versorger Mitnetz Strom hat die Tragweite eines Blackouts ebenfalls erkannt: „Die Auswirkungen würden, sofern keine Vorsorge getroffen wird, jegliches Vorstellungsvermögen übersteigen und können dazu führen, dass das gesamte öffentliche Leben zusammenbricht.“
Blackout, Krisenvorsorge
16409.04.18Drewag bereitet sich auf den Notfall vor

Dresden hat eine sehr sichere Wasserversorgung. Das mehr als 2 400 Kilometer lange Netz ist hervorragend ausgebaut. Doch der Bund hat schon vor Jahren gewarnt, dass bereits ein dreitägiger Stromausfall in Großstädten zu katastrophalen Zuständen führen kann. Rüdiger Opitz will verhindern, dass die Dresdner in so einem Fall im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen sitzen und kein Tropfen Trinkwasser mehr aus dem Hahn kommt.

Kürzlich war er beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. „Als erste deutsche Großstadt haben wir eine Risikoanalyse zur Trinkwasserversorgung vorgestellt“, sagt der Experte.

Viele Ursachen können zu einem Blackout führen, der die Dresdner Wasserwerke lahmlegt. „Kurzfristig können wir Dresden dann noch für einen Tag aus den Hochbehältern versorgen“, erklärt Opitz. Danach würde es aber nicht gut aussehen. Immerhin braucht die Stadt an einem normalen Tag rund 100 000 Kubikmeter. Ohne Strom könnten bereits nach 48 Stunden nur noch 5 000 Kubikmeter geliefert werden, nach vier Tagen wäre ganz Schluss.

Doch im Konzept steht eine Lösung. Im Wasserwerk Coschütz soll ein großes Notstromaggregat fest installiert werden, sodass die Anlagen weiter funktionieren. Damit könnten bereits 80 Prozent der Stadt versorgt werden. Ein zweites Notstromaggregat soll am Hochbehälter Hosterwitz an der Fischhausstraße aufgestellt werden, dem Dreh- und Angelpunkt der rechtselbischen Wasserversorgung. Wird dort beim Blackout weiter Wasser in Leitungen gepumpt, werden 90 Prozent der Haushalte und Betriebe versorgt.

Blackout, Krisenvorsorge
16512.04.18WannaCry hatte Boeing im Visier

Die Ransomware WannaCry soll auch den Flugzeugbauer Boeing angegriffen haben. Das geht aus einem internen Rundschreiben hervor, wonach Teile der Produktion lahmgelegt wurden. Zudem wurde eine Infektion der Flugzeug-Software befürchtet.

Im Juni legte WannaCry ein japanisches Werk des Autobauers Honda lahm. Im August musste zudem der koreanische Elektronikkonzern LG Teile seines Unternehmensnetzwerks abschalten.

Bereits in der vergangenen Woche war ein weiterer Angriff mit Ransomware bekannt geworden. Die US-Großstadt Atlanta (Georgia) musste mehrere Computersysteme abschalten.
Cyber, Kritische Infrastruktur
16612.04.18Stromausfall bei BMW Regensburg

Einen Tag nach dem Stromausfall bei BMW Regensburg dem einstündigen Stromausfall beim BMW Group Werk Regensburg lief die Produktion wieder auf Hochtouren. Dennoch: Der Rückstand konnte bis Dienstag noch nicht aufgeholt werden. Zu groß sind die Auswirkungen auf das Werk, in dem alle 57 Sekunden ein Auto vom Band rollt.

„Die Produktionsschritte im Karosseriebau, der Lackiererei und der Montage sind bei uns fein aufeinander abgestimmt.“ So muss beispielsweise der Karosseriebau stets so viel vorproduzieren, dass es auch etwas zu lackieren gibt. Dieses ausgeklügelte System hat der Stromausfall gestört.

Nachdem das Band abrupt stoppt und zum Beispiel ein Roboter in einer bestimmten Bewegung „einfriert“, sei es auch wichtig, die Produktion später wieder sorgfältig hochzufahren. Das geschehe nicht nur aus Qualitäts-, sondern auch aus Sicherheitsgründen.

Die Krux in diesem speziellen Fall war leider, dass sich einer der redundanten Trafos in Wartung befand, als der zweite unerwartet ausfiel.
Stromausfall, Erfahrung
16712.04.18DE-CIX: Stromausfall legte deutsches Internet lahm

Ein "massiver Stromausfall" um kurz vor 22 Uhr in einem Frankfurter Rechenzentrum des Dienstleisters Interxion hat in der Nacht von Montag auf Dienstag zu Störungen bei Internetverbindungen gesorgt.

In der Folge waren eine Vielzahl an Webseiten nicht erreichbar und der Datendurchsatz für DSL-Nutzer sank.

Kurz nach Mitternacht gab das Unternehmen erstmals Entwarnung, nachdem der Datenverkehr zunächst behelfsweise umgeleitet worden war und einer der beiden Route-Server und der Switch wieder funktionierten. Doch wenige Stunden später kam es zu einem erneuten Stromausfall. Erst in den Morgenstunden gegen 6.30 Uhr funktionierten die Systeme wieder normal, wie DE-CIX vermeldete. Die Ursache für die Stromausfälle sind zur Stunde nicht bekannt.

„Schockiert und betroffen“ von Stromausfall
Eine Sprecherin von Interxion verwies auf einen nicht näher beschriebenen „Gerätefehler“ und gestand das Versagen der kompletten Notstromanlage ein.

So viel ist bisher bekannt: In der Nacht vom Montag auf Dienstag versagte nicht nur der reguläre Stromkreislauf seinen Dienst, die Schiffsdiesel, die im Notfall die elektrische Energie liefern sollen, sprangen erst gar nicht an. Zu allem Überfluss versagten auch noch die Batterien, die die Schiffsdiesel im Zweifelfall zum Laufen bringen sollen.
Stromausfall, Kritische Infrastruktur, Erfahrungen
16813.04.18Groupe E unterstützt Eigenverbrauchsgemeinschaften

Seit dem 1. Januar 2018 können die Bewohnerinnen und Bewohner eines Hauses oder benachbarter Häuser eine Eigenverbrauchsgemeinschaft gründen und die von ihnen produzierte Sonnenenergie selbst nutzen. Um den Eigenverbrauchsgemeinschaften das Leben zu erleichtern und ihre Entwicklung zu fördern, führt Groupe E Smart Solar ein. Es handelt sich um neue modulare Dienstleistungen zur Abdeckung von Bedürfnissen, die in Zukunft noch wachsen werden.

Groupe E begleitet schon jetzt Eigenverbrauchsgemeinschaften wie beispielsweise die Coopérative d’Habitation de Champ des Fontaines, deren 285 Wohnungen sich auf 21 Gemeinschaften im Kanton Freiburg verteilen.
Energiezellen
16923.04.18Blackout-Übung in Amberg Blackout, Krisenvorsorge; Video
17024.04.18Ein britisches Startup bläst zum Angriff auf Tesla

Der größte Unterschied zu Teslas Powerwall ist die Tatsache, dass der OVO-Speicher auch in Häusern installiert werden kann, welche kein Solardach besitzen. Doch auch ohne Solarpanele kann das britische Gerät sinnvoll sein. So kauft das Gerät dank seiner intelligenten Software über den Tag hinweg günstig Strom ein und speichert diesen. Wenn die Energiepreise dann wie üblich am Abend steigen, wird zunächst der gespeicherte, günstigere, Strom genutzt.

In Kooperation mit dem Autobauer Nissan hat OVO außerdem eine Heim-Ladestation für Autos entwickelt. Um genauer zu sein für den Nissan Leaf. Der Leaf ist derzeit das beliebteste E-Auto, wodurch OVO eine Vielzahl potenzieller Kunden erreichen kann. Die Besonderheit der Leaf-Ladestation ist, dass der Wagen nicht geladen, sondern auch entladen werden kann. Sollte das Auto nicht genutzt werden, kann so die überschüssige Energie wieder zurück ins Stromnetz geführt und sogar an den Stromanbieter zurück verkauft werden. OVO zufolge könnten Leaf-Fahrer damit jährlich rund 350 Euro sparen.
Energiezellen
17104.05.18Krisen und Katastrophen: Land OÖ unterstützt Vorsorge

m Mittelpunkt der Aufklärungsarbeit stand dabei die Thematik „BLACKOUT – ein Stromausfall der alles verändert“, in welcher zahlreiche Fragen zum Krisenfall erörtert wurden.

Auch das Bundesheer wurde über die Gefahren von Stromausfällen informiert: In jeder oberösterreichischen Kaserne fand deshalb mindestens ein Zivilschutz-Workshop zum Thema Blackout statt. 884 Grundwehrdiener und Mitglieder des Kader-Personals wurden dadurch in 24 Veranstaltungen informiert.

Neben den Behörden sind es jedoch vorallem Privatpersonen, die sich selbstständig zum Thema Zivilschutz informieren und vorbereiten wollen.

„Vorsorgen für den Katastrophenfall, egal ob Blackout oder Naturkatastrophe, ist essentiell, aber auch sehr einfach“, betont der oberösterreichische Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.

Die Vorbereitung gliedert sich dabei in die drei Bereiche: ausreichende Lebensmittel, technische Hilfsgeräte und Medikamente/Hygieneartikel. Ziel des Zivilschutzes sei es, so Hammer, dass jeder Bürger eine Woche ohne fremde Hilfe und ohne sein Haus zu verlassen überleben könne.
Blackout, Krisenvorsorge
17206.05.18Allein gegen den Blackout

Bobritzsch-Hilbersdorf will für große Stromausfälle vorsorgen. Für die Idee des lokalen Netzes wurden Eins Energie und Envia mit eingespannt. Doch der Aufwand wäre immens, sagt die TU Dresden.

Was aber, wenn der Blackout nicht nur ein paar Dörfer für ein paar Stunden, sondern ganze Regionen tagelang trifft? "Ein solcher Fall hätte gravierende Auswirkungen vom Trinkwasser, über das Melken von Rindern bis hin zur Versorgung der Bevölkerung", sagt André Kaiser, Sprecher des Landratsamts. Energieversorger und Katastrophenschützer messen dem Thema viel Gewicht bei. Kaiser: "Wir beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit mit einem solchen Szenario und haben dies im Rahmen einer Stabsübung geprobt." Nun will der Kreis etwa eine Informationskette aufbauen. Auch Mitarbeiter der Envia-Tochter Mitnetz Strom trainieren regelmäßig für Krisen und Havarien, berichtet Sprecherin Evelyn Zaruba. Landes- und Kreisverwaltungen, Feuerwehren, THW und Kommunen seien dabei. "Weiterhin nehmen Mitarbeiter an Seminaren an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz teil."

Sie alle fragen, inwieweit das Blockheizkraftwerk bei einem Blackout weiter Wärme und Strom liefern kann, um etwa eine Anlauf- und Versorgungsstelle beispielsweise für Senioren zu unterhalten und die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander zu sichern.

Mit dem Blockheizkraftwerk allein lässt sich dies nur schwer erreichen. Das geht schon damit los, dass die Anlage selbst im laufenden Betrieb nicht ohne Strom auskommt. Forscher der Dresdner Uni haben nun verschiedene Varianten geprüft. Keine lässt sich so einfach umsetzen, sagt Sebastian Palm, der die Arbeit betreut hat. Probleme macht etwa die sogenannte Blindleistung, die für stabiles Netz unabdingbar ist und für die im Fall Hilbersdorf selbst im Minimalszenario weitere Generatoren oder Speicher nötig wären. Und je größer ein mögliches Inselnetz wäre, umso schwieriger die Realisierung. Palm: "Die Systeme, die dahinter stehen, sind relativ komplex." Aktuell reiche aber weder die Leistung noch die Regelbarkeit der Anlage aus, um die Basis einer Insellösung bieten zu können.
Blackout, Energiezellen, Krisenvorsorge
17306.05.18Können Hacker wirklich das ganze Land lahmlegen?

Stromausfall im ganzen Land. Kann so etwas überhaupt passieren? Fragen an Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Im Verlauf der Handlung kommt es zum Stromausfall im ganzen Land, verübt von politisch motivierten Hackern. Ist das denkbar?
Generell haben wir in Deutschland eine sehr sichere Stromversorgung. So ein mehrtägiger Blackout würde aber zu katastrophalen Folgen führen, deswegen ja unsere Vorsorgeempfehlungen. Denken Sie an Magdeburg: Nach dem Sturm Kyrill war in großen Teilen Magdeburgs der Strom ausgefallen – all das gab es schon. Und wir haben Berichte von Cyber-Attacken auf ein ukrainisches Kraftwerk. Fazit: So etwas ist denkbar.

Nur wenige Stunden später gibt es bürgerkriegsähnliche Bilder, Gewalt, Plünderungen. Denken Sie solche Szenarien durch?

Wir gehen nach all unseren Erfahrungen davon aus, dass die Mehrzahl der Menschen sich sozial adäquat verhalten wird, dass man zusammenhält, sich gegenseitig hilft. Nur ein kleiner Teil würde sich wohl anders verhalten. Ein Beispiel: In Berlin-Friedrichshain fiel mal für zwei Stunden der Strom aus. Da wurde ein Supermarkt geplündert. Die Sicherheitsbehörden bereiten sich deshalb auf solche Szenarien vor.

Anders als von den Hackern prognostiziert, läuft das Leben nach wenigen Tagen wieder ganz normal, der Stromausfall ist behoben. Ist das denkbar?

Wenn der Strom nur einige Stunden lang ausfällt, kann alles schnell normalisiert werden. Aber nach einem mehrtägigen Ausfall können die Kraftwerke nicht so schnell wieder hochgefahren werden. Es gab einen Fall in Italien, da fiel ein Baum auf eine Stromleitung. Die Störung konnte behoben werden, jedoch ließ die Bevölkerung vor Ort ihre Klimaanlagen eingeschaltet, die unmittelbar nach der Reparatur eine Menge Strom forderten. Ein Ungleichgewicht im Stromnetz führt zu Problemen in der Stromversorgung.
Blackout, Cyber, Vorsorge
17406.05.18Konsortium findet Geschäftsmodell für gemeinschaftliche Energiespeicherung

Die Bereitstellung von Netzwerkdiensten für Verteilnetzbetreiber ist eine Schlüsselkomponente für ein finanzierbares gemeinschaftliches Speichersystem. Kleine netzgekoppelte Energiespeicherlösungen - oder "Community Batteries" - können einen tragfähiges Geschäftsmodell haben und das anhaltende Wachstum dezentraler Energieerzeugungsressourcen unterstützen. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer von DNV GL veröffentlichten Machbarkeitsstudie, die auf Arbeiten eines branchenweiten Konsortiums beruht, zu dem die Energiespeicherfirma Alfen und der Flexibilitätsaggregator Peeeks gehören. Die Studie stellt fest, dass - angesichts der aktuellen Kosten für Lithium-Ionen-Batterietechnologie und Netzausbauprojekte - die gemeinschaftliche Speicherung sowohl wirtschaftlich als auch sozial vertretbar sein kann. Darüber hinaus skizziert das Ergebnis einen Entscheidungsrahmen, der Netzbetreibern und anderen Interessengruppen dabei helfen soll, Geschäftsmodelle und Einnahmequellen für die Speicherung in der Gemeinschaft auf jedem Markt zu identifizieren und zu optimieren.
Energiezellen
17507.05.18Stromausfall legt auch Strafjustiz lahm

Im Gebäude des Strafjustizzentrums in der Nymphenburger Straße in München wurde es am Montag dunkel. Aus Sicherheitsgründen wurde das Haus geräumt.

Grund ist ein Stromausfall in dem großen Gerichtsgebäude, der auch vom Notstromaggregat nicht aufgefangen werden konnte. Zu allem Übel sei auch noch ein Schalter des Notstromaggregats defekt.

Blackout, Erfahrungen
17607.05.18Sonnensturm trifft Österreich

Ein Solarsturm hat Österreich getroffen und über Tage hinweg die Energieversorgung und Telekommunikation vollkommen zum Erliegen gebracht. So oder so ähnlich könnte eine Schlagzeile in Zukunft aussehen.

Pure Science Fiction oder Realität? Eine Frage des Ob oder Wann? Die Kraft der Sonne ist enorm und somit auch ein Solarsturmszenario nicht auszuschließen. Daher bereiten sich die Funkamateure Österreichs gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer, Hilfs- und Rettungsorganisationen auf ein solches Ereignis vor. Am 1. Mai findet österreichweit eine Übung in Kombination mit einem Wettbewerb statt. Ziel der etwa 6000 Funkamateure ist es, möglichst viele Amateurfunkstationen im ganzen Land zu erreichen. Die Funkamateure bedienen sich dabei der niederfrequenten Kurzwelle, die in diesem Fall am wahrscheinlichsten zur Sprachübertragung eingesetzt werden kann und setzt auf energieautarke Versorgung der Funkanlagen.

Siehe auch http://emcom.at/
Blackout, Amateurfunk, Krisenvorsorge
17713.05.18Kleine Wasser, starker Strom aus Kleinwasserkraftwerken

Blackout. Nichts geht mehr. Das Horrorszenario eines europaweiten Stromausfalles hat etwas von Science-Fiction. Zuletzt zeigten die großflächigen Netzausfälle im Jahr 2003, als in Teilen Europas wie etwa Italien und in Nordamerika die Lichter ausgingen, wie verwundbar die moderne Gesellschaft ist. Doch der letzte große österreichische Ausfall datiert zurück auf das Jahr 1976. Das ist zu lange her, um zu beunruhigen.

Dennoch: "Wir wiegen uns in trügerischer Sicherheit", sagt Artur Egger, technischer Vorstand des regionalen Tiroler Energieversorgers Hall AG: "Es kommt immer wieder zu gefährlichen Engpässen im europäischen Netz." Die Bevölkerung bemerke dies nicht, solange alles wie gewohnt funktioniere. Dabei mahnt Egger eindringlich: "Auch Strom ist ein begrenztes Gut und daher nicht unendlich vorhanden."

Entsprechende Vorkehrungen für eine sogenannte Inselversorgung müssen getroffen werden, um das zu ermöglichen.

"Sieben bis acht Cent pro Kilowattstunde wären ein realistischer Preis, um Kleinwasserkraftwerke ohne Förderung betreiben zu können", sagt Wagner. Doch aktuell werde die Kilowattstunde an der Börse für rund 3,5 Cent gehandelt.

Ein Ort, der die Energiewende bereits geschafft hat, ist Stubenberg in der Oststeiermark. Mittels Kleinwasser-, Sonnen- und Biomassekraftwerken wird ein Eigenerzeugungsanteil von mehr als 200 Prozent erreicht. Fast drei Viertel dieser Energie werden von den beiden Kleinwasserkraftwerken an der Feistritz produziert, wie E-Werk-Leiter Johann Pfeifer erklärt. Und auch in Stubenberg hat man dank der Eigenenergieleistung Vorkehrungen für den drohenden Blackout getroffen.

"Bei einem europaweiten Ausfall würde es sechs bis zehn Tage dauern, um das Netz wiederaufzubauen", sagt Pfeifer. Stubenberg wäre hingegen innerhalb von zwei Stunden wieder komplett versorgt.
Blackout, Energiezellen
17820.05.18Sicherheit in der IKT-Infrastruktur

Die Digitalisierung schreitet in der Energiewelt schnell voran. Insbesondere die Energienetze als kritische Infrastruktur werden intelligenter und werden als smart grids „die Gehirnströme“ für die Umsetzung der Energiewende sein. Marius Stübs von der Universität Hamburg arbeitet am Fachbereich Informatik zum Thema IKT-Sicherheitsinfrastruktur und stellt hier die Projekte der Universität Hamburg vor.

Im Zuge der Dezentralisierung des Stromnetzes forschen wir an Konzepten, auf eine solche zentrale Komponente ganz zu verzichten, und somit auch einen „Flaschenhals“ in der Datenverarbeitung aufzulösen. Anhand des Prototypen für ein dezentrales virtuelles Kraftwerk können wir zeigen, dass eine Selbstorganisation im intelligenten Stromnetz einen gangbaren Weg darstellt. Besonders spannend ist für mich die Frage danach, wie falsche Prognosen von unzuverlässigen oder gar kompromittierten Geräten auf dezentrale Weise ausgeglichen werden können.
Energiezellen
17920.05.18Verfassungsschutz warnt vor Cyberangriffen auf Infrastruktur

Es würden Sabotageakte vorbereitet, indem Schadprogramme in kritische Infrastrukturen eingespeist würden, warnte der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen.

Unter kritischer Infrastruktur werden Anlagen oder Systeme verstanden, die für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind, wie zum Beispiel die Strom- und Wasserversorgung.
Cyber, Kritische Infrastruktur
18020.05.18Schluss mit grauer Theorie: Grüner Strom wird alltagstauglich

Ein Zwickauer Forscherteam will sich mit einem groß angelegten Projekt um ein ebenso banales wie ungelöstes Problem der Energiewende kümmern: Wie lässt sich Ökostrom auch dann nutzen, wenn er gerade nicht produziert werden kann, beispielsweise weil Windräder wegen Flaute stillstehen. Ein Testgebiet im Stadtteil Marienthal soll Antworten liefern. Seit Anfang 2017 laufen in der Muldestadt die Berechnungen und Vorbereitungen des Modellversuchs, der im nächsten Monat in die heiße Phase eintreten soll. Die Ergebnisse könnten nach Ansicht der Beteiligten dazu führen, die Stromnetze der Republik neu zu organisieren.

An dem Projekt Windnode ("Node" steht für Nordostdeutschland) sind zahlreiche Städte aus dem Osten der Republik beteiligt.

Geplant ist, Stromspeicher in die dortigen Mietshäuser der Wewobau einzubauen. 1109 Wohnungen sind angeschlossen, in 170 Haushalten werden zudem digitale Stromzähler verbaut, die Bedarf und Verbrauch auf die Minute genau dokumentieren. Zusätzlich ist geplant, Ladestationen für Elektroautos anzuschließen sowie ein neues Trafohäuschen zu bauen. Ab 2019 werden die Daten im Ubineum ausgewertet. 2020 endet das Projekt, dann will man feststellen, ob es sich auf andere Städte im Bundesgebiet übertragen lässt.
Energiezellen
18120.05.18Hacker greifen EnBW-Tochter an

Im Sommer 2017 gelingt es Hackern, in das Netz einer Tochter des Energieversorgers EnBW einzudringen. Der Angriff kann abgewehrt werden - doch das ist möglicherweise nur der Anfang einer groß angelegten Cyberattacke.
Cyber, Kritische Infrastruktur
18220.05.18E-Control warnt: Versorgungssicherheit bei Strom 2030 nicht gewährleistet

Wenn in Österreich keine thermischen Kraftwerke gebaut und bestehende Kapazitäten nicht erhalten werden, indem man den Betreibern garantiert, dass sich die Investition für sie rechnet, ist die Versorgungssicherheit bei Strom im Jahr 2030 nicht gewährleistet, warnt E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. Sich bei "Dunkelflaute" zu stark auf Importe zu verlassen, sei jedenfalls keine gute Strategie.

Bei der Bewertung der Versorgungssicherheit dürfe man das Augenmerk nicht zu sehr auf die installierte Leistung der sehr volatilen erneuerbaren Erzeugung - Windräder, Photovoltaik - richten, sagte Eigenbauer bei einem Pressegespräch. "Wir müssen feststellen, dass wir heute schon in der Situation sind, dass wir uns nur noch eingeschränkt selbst versorgen können und jedenfalls langfristig keine gesicherte Versorgung mehr haben."

So habe sich etwa im Jänner 2017 gezeigt, dass Österreich seinen Strombedarf nur an zehn Tagen aus eigener Kraft decken konnte. Ohne Importe hätte man aber wöchentlich bis zu 60 Prozent des aktuell vorhandenen Speicherinhalts verwenden müssen.

Der Stromimport werde immer mehr zu einer Art Strategie, sagte Eigenbauer. "Wenn man 'Import' hinschreibt, muss man nichts tun, das wird dann schon jemand anderer machen." Das funktioniere aber nicht, wenn alle die gleiche Strategie fahren. So seien bereits im Winter 2017 nur Deutschland und Tschechien exportfähig gewesen.
Stromversorgung
18327.05.18Stromausfall: Wer zahlt den Millionen-Schaden?

Das wird teuer: Wer hat Schuld am Vier-Stunden-Blackout von Lübeck? Ein Gutachter untersucht jetzt, wer den Stromausfall vergangene Woche verursacht hat. Stadtwerke-Chef Jürgen Schäffner will sich noch nicht dazu äußern. Die Schäden gehen in die Millionen.

Betroffen waren 146 000 Haushalte und 350 Großkunden. Und vor allem die Wirtschaftsunternehmen wie Brüggen, Dräger und Niederegger verzeichnen Schäden in Millionenhöhe. Die Produktion stand still, die Kosten liefen weiter.

Stromausfall, Erfahrungen
18429.05.18Stromausfall: Lübeck braucht einen „Blackout“-Plan

Lübeck hat keinen Alarmplan: Ein Stromausfall hat die Stadt am 16. Mai vier Stunden lahmgelegt. Dabei ist alles glimpflich abgelaufen. Jetzt wird klar: Lübeck hat zwar einen generellen Katastrophenschutz-Plan – aber keinen „Blackout“-Plan bei Stromausfall für die gesamte Stadt.
Blackout, Vorsorge
18531.05.18Großer Blackout: Lübeck hat keinen Notfallplan

Lübeck hat keinen Blackout-Plan. Als vor zwei Wochen der Strom ausfiel, sprangen die Notstromaggregate nicht an und zusätzlich viel der Digitalfunk aus. Viele Fragen an den Minister.

"Wer sich auf eine so eine Situation nicht einstellt, ist wirklich schlecht beraten. Spätestens seit dem Buch Blackout von @Marc_Elsberg weiß man, was dann passieren wird ..." Innenminister SH nach dem großen Stromausfall
Blackout, Vorsorge
18606.06.18Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken in Nöten

Viele Projekte, die als Backup für Ausfälle bei Wind- und Sonnenenergie benötigt würden, rechnen sich derzeit nicht.

In ganz Europa sind Speicher mit einer Turbinenkapazität von etwa 47.000 Megawatt (MW) in Betrieb, zwei Drittel davon mit Pumpleistung. Österreich schafft knapp 8.500 MW; davon entfallen 4..500 MW auf Pumpkraftwerke, die bei niedrigem Strompreis Wasser nach oben pumpen und bei hohem Strompreis Wasser über die Turbine schießen lassen und Strom produzieren. Um bei zunehmender Menge an erneuerbaren Energien für Zeiten der Dunkelflaute gerüstet zu sein, müssen im selben Ausmaß Reserven vorgehalten werden, die genutzt werden können, wenn weder die Sonne scheint noch der Wind weht.


Stromversorgung
18713.06.18Energie für die Industrie

Weniger Verbrauch, höhere Versorgungssicherheit – die Industrie macht sich Gedanken über die künftige Stromversorgung. Und denkt über radikale Neuerungen nach.

Stromausfälle fürchtet das produzierende Gewerbe wie der Teufel das Weihwasser. Dort geht es nicht um falsch gehende Radiowecker. Wo empfindliche Produkte hochautomatisiert gefertigt werden, kann das Wiederanfahren einer Produktionsanlage lange dauern und hohe Kosten nach sich ziehen. Schlimmer noch in der Prozessindustrie, also dort, wo Stoffe wie Öl, Gas, Chemikalien oder Getränke verarbeitet werden. Bei einem Stromausfall kann eine chemische Reaktion unterbrochen werden und Tonnen Abfall entstehen.

Was der Index allerdings nicht sagt: Die Stromausfälle kürzer als drei Minuten haben deutlich zugenommen, die Energieversorger müssen heute häufiger zur Stabilisierung des Netzes eingreifen.

Dass so etwas funktioniert, hat ein Konsortium von Unternehmen im Projekt AREUS bewiesen. Sie haben bei Daimler in Sindelfingen eine Fertigungszelle mit einem Robotermontageplatz eingerichtet und einem Microgrid eingerichtet. Dieses Mikro-Stromnetz wird aus dem öffentlichen Netz versorgt, aber auch von einer Photovoltaikanlage mit Sonnenstrom. Gepuffert wird die Versorgung von Batterien, die Stromausfälle überbrücken und Bremsenergie aus den Roboterantrieben speichern und beim Schweißen Energie zuschießen.

Gleichstrom gehört die Zukunft – in Fabriken, Büros und eines Tages vielleicht auch in Privathaushalten, denn auch viele Elektrogeräte zuhause – vom elektrischen Rasierer über das Notebook und den Flachbildfernseher bis zu LED-Leuchten – konsumieren Gleichstrom, den sie unter Verlusten aus dem Wechselstrom aus der Steckdose erzeugen müssen.
Energiezellensystem
18813.06.18PSI-Netzsimulator für das Stromnetz im Wandel

Sie haben Jahrzehnte lang ein Stromnetz geplant und gebaut, das die Kraftwerksleistung von Kohlekraft- und Kernkraftwerken zu vielen Verbrauchern transportiert. Sie haben gelernt, Ihr Netz zu führen und sicher zu machen. Und dann werden die Kernkraftwerke abgeschaltet.

Die Kohlekraftwerke sollen auch vom Netz genommen werden und überall bauen Verbraucher kleine, eigene Erzeugungsanlagen. Der Lastfluss ändert manchmal seine Richtung, die Spannung steigt mitunter gefährlich an und Sie wissen nicht, ob die rotierenden Stahlmassen in den verbleibenden Kraftwerken noch in der Lage sind, die Frequenz zu stabilisieren. Sie wissen auch nicht, ob Ihre Schutztechnik noch richtig ausgelegt ist. Es hilft nur eines: Sie begreifen diesen grundlegenden Wandel als Herausforderung!
Stromversorgungssystem
18913.06.18KOKOS –Kooperation mit freiwilligen Helfern in komplexen Einsatzlagen

Wie die Einbindung von spontanen, ungebundenen HelferInnen über Mittlerorganisationen gelingen kann
Krisenvorsorge, Forschung
19013.06.18Kontexte von Pflege- und Hilfsbedürftigen stärken –Verzahnung von BOS, Pflegeinfrastruktur und aktiven zivilgesellschaftlichen Netzwerken (KOPHIS)

Die Zahl der pflege- und hilfsbedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft nimmt bedingt durch die demographische Entwicklung stetig zu. Viele dieser Menschen werden von Angehörigen oder ambulanten Pflegekräften im heimischen Umfeld versorgt.



In Extremwetterlagen oder anderen Katastrophenlagen besteht die Heraus-forderung, diese Menschen zu versorgen, wenn beispielsweise Pflegekräfte sie nicht mehr erreichen können. In derartigen Situationen stellt sich die Frage, welche Personen in der Umgebung Hilfe benötigen und wer die Versorgung der betroffenen Menschen unterstützen kann kann.



Im Projekt KOPHIS sollen daher Unterstützungsnetzwerke aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Pflegeeinrichtungen, Angehörigen und aktiven zivilgesellschaftlichen Akteuren aufgebaut und gestärkt werden. Hierzu werden die Bedürfnisse der betroffenen bzw. betreuenden Personen ermittelt und Unterstützungskonzepte sowie Informationsmaterialien erarbeitet.
Krisenvorsorge, Forschung
19113.06.18FlexFuture! Biogas sorgt für stabile Netze

Biogasanlagen gelten als die Joker des erneuerbaren Energiesystems, denn sie können flexibel Strom und Wärme einspeisen und so Fluktuationen ausgleichen. An einer Praxisanlage wurde nachgewiesen, dass Engpässe und Überlastungen im Stromnetz vermieden werden können, wenn Photovoltaik- und Biogasanlage aufeinander abgestimmt Strom einspeisen.
Energiezellensystem
19213.06.18Auf der Frequenz 450 Megahertz Blackouts verhindern

Energieversorger fordern vom Bund ein eigenes Funknetz. Das soll auch der „Notfallkommunikation“ im Falle eines Blackouts dienen. Die gewünschte Frequenz bietet dafür ein paar wichtige Vorteile.

Bricht die Elektrizitätsversorgung aus welchen Gründen auch immer zusammen, will man wenigstens über Funk miteinander in Verbindung bleiben können.

„Sollte es zu einem flächendeckenden Blackout kommen, können wir die Stromnetze schnell wieder hochfahren“, sagt Wemag-Manager Murche. „Ohne funktionierende Kommunikationsmöglichkeit wäre das sehr schwer bis unmöglich.“
Krisenvorsorge, Blackout
19323.06.18Stromnetz-Rückkauf bringt Hamburg allmählich Gewinn – viele Hacker-Angriffe

"Die Überführung zentraler Infrastrukturen in die städtische Hand ist nicht nur richtig im Sinne der Daseinsvorsorge, sondern auch rentabel"

Bei einem weiteren Thema ist Stromnetz Hamburg täglich gefordert: Hacker-Angriffe. Rund 1000-mal pro Tag, erklärte Technik-Chef Thomas Volk.
Stromversorgung
19425.06.18Stromausfall im RZ zwingt Transferwise in die Knie

Transferwise, ein Anbieter für P2P-Geldtransfer-Services für Fremdwährungen, ist ausgefallen. Der Grund: ein Stromausfall in einem Rechenzentrum.

Ein Teil der kritischen Infrastruktur von Transferwise werde in einem europäischen Rechenzentrum gehostet. Gestern gegen 10.30 Uhr habe dieses RZ einen "katastrophalen Stromausfall" erlitten, so der Blogeintrag. Eine Stromschwankung habe daraufhin einige Geräte zerstört, die ersetzt werden mussten. Nach dem Austausch und der Neukonfiguration der Geräte, habe man wieder auf die Systeme zugreifen und mit der Wiederherstellung beginnen können. Da man über ein grosses, verteiltes System verfüge, habe die Durchführung des kompletten Neustarts einige Zeit gedauert.

Erste Services habe man um 18.30 Uhr wiederherstellen können und Debit-Card-Zahlungen seien kurz darauf wieder möglich gewesen. Gegen Mitternacht sei der Service vollständig wiederhergestellt worden, so der Blogeintrag.
Stromausfall, Erfahrungen
19525.06.18Ein Stromausfall im Rechenzentrum lähmt die Zoll-Abfertigung.

Ein Stromausfall im Rechenzentrum lähmt die Zoll-Abfertigung. Unter Pannen wie dieser leiden besonders solche Unternehmen, die ihre Lieferkette nach dem Prinzip "just in time" organisieren.
Stromausfall, Erfahrungen
19628.06.18Kommunen müssen Vorsorge für den Ernstfall treffen

Der totale Blackout ist nicht mehr nur eine Science-Fiction-Vision.
Der Landkreis Leipzig sammelt daher derzeit in Kommunen und Einrichtungen Daten, um gerüstet zu sein.
Blackout, Vorsorge
19728.06.18Wie Systemdenken die Todesrate in der Chirurgie fast halbiert hat

Ein amerikanischer Chirurg, der die folgende Frage stellte: Um die beste Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, brauchen wir die teuersten Experten, Medikamente, Prozeduren, Geräte, und so weiter? Über Systemdenken kam er zu der Antwort: Nein! Denn die teuersten Einzelteile gewährleisten nicht, dass das Ergebnis das Beste ist.

In den 70ern sah ein Patient, der in ein Krankenhaus eingewiesen wurde, durchschnittlich zwei Fachleute während des Aufenthalts – Doktor und Krankenpfleger. Ende des Jahrtausends waren es 15! Früher waren Ärzte Generalisten, aber heute ist jeder Arzt ein Spezialist. Aber das bedeutete früher, dass ein Arzt mit Cowboy-Mentalität gute Ergebnisse erzielen konnte. Aber heute brauchen wir funktionierende Teams.

Wir sind besessen, die besten Einzelteile zusammenzubringen. Dabei vergessen wir oft das ganze. Das ist eine miserable Design-Strategie
Vernetzung & Komplexität
19803.07.18Ludwigshafen: TWL bringt Deutschlands erstes Hybrid-Regelkraftwerk ans Netz

Seit Juni 2018 liefert ein neues Hybridkraftwerk der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) Flexibilität für das Verteilnetz. Die Kombination aus Batterien und einer Gasturbine kann schnell und zeitlich unbegrenzt Strom zur Verfügung stellen.

Dabei sorgen die Batterien für eine schnelle Verfügbarkeit der erzeugten Energie, während die Gasturbine eine lange Kapazität sichert. Das flexible Kraftwerkskonzept ist eine Eigenentwicklung von TWL in Zusammenarbeit mit Younicos und deutschlandweit das erste seiner Art.

Das Kombikraftwerk bedient sowohl den Primär- als auch den Sekundär-Regelleistungsmarkt (PRL und SRL) und stellt beiden Märkten je vier Megawatt (MW) Regelleistung zur Verfügung. Erreicht wird dies durch eine Gasturbine mit 4,5 MW Leistung und einem Batteriespeicher mit 9,6 MW.

Allein in Deutschland gibt es derzeit rund 400 Gasturbinen. Viele davon sind ungenutzt. Nach dem Muster des Hybridkraftwerks von TWL können diese wirtschaftlich revitalisiert werden.
Energiezellen
19914.07.18Mehr Ladesäulen: Siemens warnt vor Stromausfall in der Stadt

Mit dem Einzug der Elektromobilität wächst der Stromhunger der Städte. Der Siemens-Konzern warnt, viele Kommunen setzten beim Ausbau der Ladeinfrastruktur die Sicherheit ihrer Stromversorgung auf Spiel: „Es gibt kein koordiniertes Vorgehen“, sagt Martin Powell, der Leiter der Abteilung für Stadtentwicklung von Siemens im Gespräch mit dem Magazin bizz energy. „Niemand durchdenkt die Integration der Elektromobilität in den Städten genau genug.“

Probleme drohen nach seiner Einschätzung vor allem dann, wenn große Mobilitäts- oder Logistikunternehmen Ladeinfrastrukturen in Eigenregie aufbauen und betreiben: „Dann haben Sie hier Ladestationen von diesem Paketlieferdienst, dort welche von jenem Autohersteller und wieder andere von einem Fahrdienst wie Uber oder Lyft“, schildert Powell das Negativszenario. „Es entsteht das Risiko, dass das Stromnetz nicht robust auf Belastungen reagieren kann und zusammenbricht“, warnt der Siemens-Experte für urbane Entwicklung und Infrastruktur.

Manche Stromnetz-Manager verfolgen die neue Dynamik mit Sorge. Einer Studie zufolge droht schon bald eine Netzüberlastung, wenn die Zahl der Ladeplätze rasch weitersteigt: Die Unternehmensberatung Oliver Wyman rechnet damit, dass in fünf bis zehn Jahren in Stadtrandlagen immer wieder der Strom ausfällt, weil E-Auto-Ladevorgänge das Niederspannungsnetz zu sehr strapazieren. Ab 2032 drohe diese Gefahr dann flächendeckend. Ein E-Auto-Anteil von 30 Prozent werde die deutschen Netze überfordern, warnen die Berater. Um den urbanen Blackout zu verhindern müssten nun entweder die Netze deutlich ausgebaut werden oder die Ladevorgänge flexibilisiert und aufeinander abgestimmt werden.
Energiewende, Versorgungssicherheit
20014.07.18Schweizer Qualitätsspeicher - jetzt auch mit Lithium-Ionen

Flexibel, zuverlässig und universell wie ein Schweizer Taschenmesser sind die Stromspeichermodelle der Powerball Systems AG. Offene Schnittstellen, frei programmierbares Energiemanagement, Notstrom- und Inselfunktion bei jederzeit erweiterbarer Kapazität und Leistung garantieren Betreiber und Installateur langfristig volle Flexibilität in der Energiewende.

Die Kapazität kann bis zu 1000 Kilowattstunden erweitert werden, auch nach Jahren, die Leistung ebenfalls. Klein starten, um den selbst erzeugten Sonnenstrom zu nutzen und um Notstrom bei Blackout sicherzustellen. Wenn der Energiebedarf durch zum Beispiel Wärmepumpe und E-Mobility steigt wird unkompliziert erweitert.

Jeder Powerball ist mit Batteriewechselrichter, Energiemanagement und Kommunikation ausgestattet und somit ein unabhängiges All-In-One Gerät. Das erleichtert Installation und Erweiterung. Verbaut werden Qualitätskomponenten, vorzugsweise Schweizer Hersteller, für ein langes Speicherleben.
Energiezellensystem
20114.07.18Mikro-Stromnetz im indischen Kerala rekonfiguriert sich selbst

Ein Mikro-Stromnetz im indischen Kerala läuft nicht nur zuverlässig und rekonfiguriert sich bei Störungen selbst, sondern es wird auch teilweise aus erneuerbaren Energiequellen gespeist. Wie das Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme und Services (fortiss) berichtet, haben europäische und indische Partner am Campus der Amrita-Universität das aus 13 Knoten bestehende Micro Grid im Niederspannungsbereich von 400 V installiert.

Ausschlaggebend hierfür waren waren laut fortiss das Design des Verteilernetzes, eine robuste Kommunikationsinfrastruktur sowie ein intelligenter Stromzähler, um alle relevanten Datenpunkte zu erfassen. Die von fortiss entwickelte Software-Lösung arbeitet dezentral und folgt einem so genannten selbstähnlichen Architekturkonzept. Dabei haben die fortiss-Experten die gleiche Software-Architektur auf unterschiedlichen Ebenen eingesetzt – vom Stromzähler über die Aggregatoren bis zur Energieleitwarte.

Das Projekt „Stabiliz-Energy“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und durch die Initiative Inno Indigo unterstützt.
Energiezellensystem
20214.07.18PV-Speicherhersteller setzen auf die Cloud

75 Anbieter für Solarstromspeicher gibt es in Europa, drei der Hersteller konnten sich mehr als die Hälfte der Marktanteile sichern. Dabei bleibt Deutschland der zentrale Markt: In Europa wurden 2017 insgesamt 54.000 Speicher neu installiert, davon zwei Drittel hierzulande. Der bunte Strauß neuer und optimierter Produkte, der auf der Intersolar zu sehen war soll das Interesse wecken. Viele Hersteller kooperieren dazu auch mit Netzbetreibern.

Für das laufende Jahr geht die Branche hierzulande von einem deutlichen Absatzplus aus. 35.000 bis 40.000 neue Systeme sollen 2018 in Deutschland an den Start gehen, erklärte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Branchenverbands Bundesverbands Solarwirtschaft auf der Intersolar. Die Hersteller bestätigen das. Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Sonnen, sieht für 2018 eine steigende Nachfrage. "Dabei spielt die digitale Vernetzung der Speicher eine zentrale Rolle. Mit der Teilnahme an Netzdienstleistungen können zusätzlich zur Einspeisevergütung weitere Einnahmen generiert werden. Die Amortisationszeit für einen Batteriespeichern ist dadurch noch kürzer", erklärte er gegenüber EnBauSa.de.
Energiezellensystem
20314.07.18Zwei neue Notstromaggregate für das Landesklinikum Wr. Neustadt

Seit 1980 befinden sich drei innenverbaute Geräte mit einer Gesamtleistung von 1.860 kVA im LK Wr. Neustadt, von denen zwei weiter im Einsatz bleiben. “Mit den beiden zusätzlich neu angeschafften Notstromaggregaten erzielen wir eine um fast 2.800 kVA höhere Leistungskapazität und gewährleisten damit eine noch höhere Versorgungssicherheit im Notfall”, erklärt DI Thomas Müller, Leiter der Haus- und Betriebstechnik.

Auch Krankenhäuser bleiben von Stromausfällen nicht verschont. Ein solcher Blackout kann schlimme Folgen für die Patientinnen und Patienten haben. Die Notstromaggregate im Landesklinikum garantieren, dass wichtige medizinische Geräte wie lebensnotwendige Beatmungsgeräte auf der Intensivstation, Dialysegeräte, OP-Lampen oder auch elektrische Skalpelle und Narkosegeräte bei einem Stromausfall problemlos in Betrieb gehalten werden können.
Krisenvorsorge

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  1. […] zählen mehr, als physikalische Gesetze und infrastrukturelle Rahmenbedingungen. Die steigende Verwundbarkeit der Infrastrukturen wird ausgeblendet, oder wie heute John Casti meine Einschätzung wieder einmal […]

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