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Massiver Stromausfall in Schleswig-Holstein

 

Quelle: www.ndr.de

Ein großflächiger Stromausfall hat am Mittwoch Lübeck und viele Gemeinden im Südosten Schleswig-Holsteins getroffen. In der Hansestadt stand das öffentliche Leben teilweise still. Ampeln fielen aus. Geschäfte mussten schließen. Fahrstühle blieben stecken. Auch bei der Deutschen Bahn kam es zu Einschränkungen. Das Handynetz war stark überlastet. Ursache war ein technischer Defekt im Umspannwerk in Stockelsdorf (Kreis Ostholstein). Nach etwa vier Stunden gelang es Technikern, den Schaden zu beheben. Vor allem in Lübeck waren die Nachwirkungen jedoch auch am Mittwochabend noch zu spüren. Telefonanlagen funktionierten nur zum Teil. Buchungssysteme im Handel liefen nicht rund. Viele Satellitenanlagen lieferten noch kein TV-Bild.

In Restaurants und Supermärkten wurden die Kühlketten unterbrochen. Eisläden mussten ihre Ware so schnell wie möglich loswerden. Geschäftsleute klagten, nichts verkaufen zu können. Kunden klagten, nichts kaufen zu können.

Lübecker Stromausfall legte digitale Alarmierung lahm

Quelle: www.ln-online.de

Das ging gerade noch einmal gut: Der Stromausfall am Mittwoch in Lübeck hat auch eine so genannte DXT-Anlage lahmgelegt – eine Digitalfunkverteilstation, die den Digitalfunk und die digitale Alarmierung von Einsatzkräften der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes steuert.

Damit konnten die Retter über Stunden nicht zuverlässig alarmiert werden, was gegen 16.30 Uhr dazu führte, dass vorsorglich Tausende Feuerwehrleute von 350 Feuerwehren in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein in ihre Gerätehäuser gerufen wurden, um gegebenenfalls nach telefonischen Einsatzinformationen schnell ausrücken zu können.

Das war eine Sonderlage, wie es sie zuvor noch nie gab. „Zum Glück gab es parallel keine große Schadenslage, so dass man das Problem und die Lösung fast als Übung verbuchen könnte“, sagte am Donnerstag Tobias Frohnert, der Sprecher des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Doch tatsächlich steckt hinter der technischen Panne ein massives Problem. Funk und Alarmierung gelten als kritische Infrastruktur, die jederzeit funktionieren muss. Frohnert: „Der Ausfall war nicht der gedachte Soll-Ablauf für so eine Situation.“ Welche Probleme genau auftraten, müsse jetzt aufgeklärt werden. „Man muss alle technischen Maßnahmen ausschöpfen, damit so etwas nicht passiert.

Die Leitstelle in Bad Oldesloe verfügt über Notstromaggregate, war aber vom eigentlichen Stromausfall in Lübeck gar nicht betroffen. Wohl aber die Stromversorgung der DXT-Anlage, von der es bundesweit 64 Stück gibt und die das Land betreibt. Die Landkreise sind nur Nutzer. „Eigentlich soll die Anlage auch bei Stromausfall funktionieren.

„Es ist ein beunruhigendes Gefühl, wenn man sich nicht 100-prozentig auf die angeblich so sichere moderne Technik verlassen kann.“ So hat der Stromausfall – glücklicherweise ohne nennenswerte Folgen – eine massive Schwachstelle im System offenbart. Frohnert: „Das muss natürlich geklärt und für die Zukunft abgestellt werden. Da ist unser Katastrophenschutz auch schon dran.“

Der Digitalfunk der Polizei ist bereits über je zwei automatisch startende Notstromaggregate abgesichert. Theoretisch jedenfalls. In Lübeck sprang am Mittwoch keines von alleine an. Zunächst lief die Anlage auf Batteriebetrieb. Dann hatten Streifenwagen und Zentrale 23 Minuten lang überhaupt keinen Funkkontakt mehr. Schließlich konnte ein Techniker das Notstromaggregat anwerfen.

Stromausfall im Norden: Was tun?

Quelle: www.dnn.de

Panik ist kein guter Begleiter: Bewahren Sie deshalb zunächst einmal Ruhe. Wenn es Nacht ist, schalen Sie Ihre Notbeleuchtung an (siehe Vorsorge).

Der rosarote Elefant. Ich kann nicht verstehen, warum immer wieder dieses unsägliche Wort “Panik” in den Mund genommen wurde, wo es es nur sehr sehr wenige Beispiele für ein derartiges Verhalten gibt. Aber gerade von Medien und zum Teil auch von Behörden und Organisationen (BOS) wird dieser Mythos Panik immer wieder bemüht. Einfach nur schlechte und falsche Kommunikation.

Stunden ohne Strom

Quelle: www.ln-online.de

Auch die Feuerwehr Groß Parin kam nach einem ersten kleinen Hilfseinsatz dazu. „Wir haben den Reiterhof mit Wasser für die Pferde versorgt. Die Pumpe für den Brunnen war dort ausgefallen“, berichtete Brandmeister Thorsten Reichert.

Aushelfen konnte das mit Notstrom versorgte Bad Schwartauer Rathaus einer benachbarten Apotheke, die teure Medikamente zum Kühlen vorbeibrachte.

An der Zapfsäule habe es daher verzweifelte Kunden gegeben, erzählt Tausendschön. „Die kamen mit fast leerem Tank und haben gefragt: ,Was soll ich jetzt machen? Schieben?‘“ Der Pächter bedauert, dass er nicht helfen kann. „Ändern kann ich es nicht.“

Unternehmen: Die Kosten des Stillstands

Quelle: www.ln-online.de

Ähnlich erging es der Firma Brüggen. Von einer Sekunde auf die andere stand in der Produktion sowie in der Logistik alles still. „Das ist natürlich eine Katastrophe für einige Bereiche, wie beispielsweise in der Backstraße, in der das Müsli in den heißen Öfen festhing und drohte Feuer zu fangen “, sagt Hanno Brüggen, geschäftsführender Gesellschafter. Daher mussten die Maschinen schnell von den Produkten befreit und vom Stromnetz genommen werden.

Erst zur Nachtschicht um 22 Uhr wurden die Systeme wieder hochgefahren und die Produktion weitergeführt. „Die einzigen Kosten, die nicht liefen, waren die Elektrizitätskosten. Der Aussetzer in der Produktion sorgte somit für Umsatzeinbußen zwischen einer viertel und einer halben Million Euro“, sagt Brüggen.

 

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  1. […] gab es einen vierstündigen Stromausfall in einer größeren Region von Norddeutschland. Der Stromausfall selbst war jedoch weit von einem Blackout entfernt und eine gewöhnliche […]

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