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Commenda: “Die Österreicher sind auf Krisen überhaupt nicht vorbereitet”

 

Quelle: www.nachrichten.at

Wer habe heute noch eine “Speis” und ausreichend Lebensmittel für bis zu zwei Wochen zu Hause? Mit dieser Frage konfrontierte Generalstabschef General Othmar Commenda seine Zuhörer bei einem Vortrag der “Agrar-Info-Exklusiv” in Linz. Um damit auf die Verwundbarkeit der Lebensmittelversorgung in einem Krisenfall hinzuweisen.

“Die Österreicher sind auf derartige Krisen überhaupt nicht vorbereitet”, ist Commenda überzeugt. Bei einem “Blackout”, also einem flächendeckenden Stromausfall, würde im Land innerhalb weniger Tage Chaos ausbrechen. “Wir sind unheimlich verwundbar.” Denn, die Menschen hätten keine Vorräte, ohne Energie würden Kühlaggregate und Heizungen versagen, auch Transporte gebe es dann keine mehr.

Commenda plädierte dringend für ein Wiederaufleben der sogenannten “umfassenden Landesverteidigung”. Diese beinhalte die zivile, wirtschaftliche und – besonders wichtig – die geistige Landesverteidigung. “Wir müssen die Menschen dafür sensibilisieren, dass es diese Gefahren nicht nur im Fernsehen und weit weg gibt.”

Aber nicht nur die Haushalte müssten zukunftsfit gemacht werden. “Eine Armee, die sich in der Krise nicht mehr selbst bewegen kann, ist keine Hilfe”, kritisierte der oberste Soldat den Sparzwang, der die Rolle der Armee als strategische Handlungsreserve der Republik beinahe zerstört habe. “Mit ökonomischem Denken sind Krisen nicht bewältigbar”, sagte Commenda. Und meinte damit die Forderung des Rechnungshofes, “Bevorratungen” beim Heer aufzugeben. Die Konsequenz: Es gebe keine Tanklager mehr, die im Notfall speziell für Blaulichtorganisationen unabdingbar wären.

Kommentar

Es ist erfreulich, dass nun sechs Jahre nach Beginn der Truppendienst-Serie “Blackout” das Thema und die Tragweite auch auf höchster militärischer Ebene angekommen ist und klar angesprochen wird.

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