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2017 gab es gehäuft Stresssituationen im Netz: An 301 Tagen musste stabilisierend eingegriffen werden.

 

Quelle: kurier.at und sn.at, Update 05.02.18 – Ö1 Digital Leben

Der Übertragungsnetzbetreiber APG und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) pochen nach den im Vorjahr gehäuft aufgetretenen Stresssituationen im Stromnetz auf einen möglichst raschen Ausbau dieser Infrastruktur. Durch immer mehr volatilen Ökostrom und teils ungünstige Witterung musste die APG 2017 zur Sicherung der Versorgung an 301 Tagen stabilisierend eingreifen, so oft wie nie zuvor.

Davon mussten nach dem Verursacherprinzip 100 Mio. Euro von “österreichischen Zahlern” getragen werden, also der Wirtschaft und den Konsumenten. Die Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit bestanden vor allem in Zuschaltungen thermischer Kraftwerkskapazität. Redispatch sei aber viel teurer als ein Netzausbau, dessen Notwendigkeit sich im Vorjahr einmal mehr erwiesen habe, verwies die Managerin auf die noch immer beim Bundesverwaltungsgericht liegende Causa “Ausbau der 380-kV-Salzburg-Leitung”.

“Wir benötigen die Leitung ganz dringend, um kritische Situationen in Österreich zu verhindern”, betonte APG-Chefin Ulrike Baumgartner-Gabitzer am Donnerstag vor Journalisten. In Westösterreich stehe viel Strom aus Pumpspeicherkraftwerken zur Verfügung, der zum Ausgleich des in Ostösterreich nicht permanent vorhandenen Stroms aus Windkraft dienen könne.

“Wir brauchen mittelfristig alle Gaskraftwerke. Gas ist eine Brückentechnologie, um die Volatilität ausgleichen zu können. Die Gaskraftwerke dürfen daher nicht vom Netz gehen”, forderte Baumgartner-Gabitzer.

Die noch fehlende Verbindung von Salzburg nach Kaprun könnte – bei raschem grünen Licht – 2023 fertig sein, sagt die APG-Chefin.

Update 05.02.18 – Ö1 Digital Leben

Die Engpassmanagementkosten sind von 2 Millionen Euro (2011) auf 320 Millionen Euro (2017) gestiegen.

Kommentar

Ulrike Baumgartner-Gabitzer war bis letzten Sommer eher als jene Person wahrzunehmen, die kein Problem gesehen hat. Das hat sich deutlich geändert und sollte zum Nachdenken anregen. Insgesamt geht es natürlich nicht nur um die Situation in Österreich alleine. Auch in Deutschland werden die Problemstellungen nicht weniger. Ganz im Gegenteil. Und wir wissen nicht, wo genau der Kipppunkt liegt. Ob wir knapp davor sind, oder noch genug Puffer bleibt.

 

Quelle: APG/Wirtschaftsmuseum

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