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Wirtschaftliche Folgen eines „Blackouts“ wären fatal

 

Quelle: ww.wko.at

Die sichere Versorgung mit Strom ist für das Industriebundesland Oberösterreich von größter Bedeutung. Das Risiko eines „Blackouts“ steigt aber durch unterschiedliche Einflüsse stark an. Deshalb hat die Sparte Industrie die Broschüre „Vorsorge Blackout – Wie schütze ich mein Unternehmen vor Schäden?“ mit Präventionsmaßnahmen und Checklisten entworfen.

„Vielfach ist in den Unternehmen noch keine geeignete Strategie für den Fall eines ,Blackouts‘ vorhanden. Dabei sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen enorm“, betont Erich Frommwald, Energiesprecher der Sparte Industrie. „Wir wollen daher mehr Bewusstsein in der Gesellschaft und der Politik schaffen, um das Risiko eines ,Blackouts‘ zu minimieren. Zudem sollen unsere Unternehmen mithilfe von Checklisten und Notfallplänen für den Fall des Falles gewappnet sein“, unterstreicht Frommwald die Bedeutung der Broschüre.

Kollaps der gesamten Gesellschaft

Ein mehrtägiges und großflächiges „Blackout“ hätte dramatische Folgen für Unternehmen und Gesellschaft. Sie reichen von Produktionsausfällen bis hin zum Zusammenbruch der gesamten Infrastruktur. Beim Ausfall von Kommunikation, Mobilität und lebenswichtigen Dienstleistungen wie der Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser oder Heizenergie drohen Katastrophenszenarien, die laut aktueller Studien aus Deutschland und der Schweiz schlimmstenfalls zum Kollaps der gesamten Gesellschaft führen könnten.

Das Energie-Institut an der JKU hat im Projekt „Blackout in Österreich“ die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen von großflächigen Ausfällen im österreichischen Stromnetz analysiert. Würde an einem Wochentag um 9 Uhr der Strom im gesamten Bundesgebiet für 24 Stunden ausfallen, würde der volkswirtschaftliche Schaden laut „Blackout“-Simulator für Österreich bei 1,13 Mrd. Euro liegen, der Schaden in Oberösterreich würde 226 Mio. Euro betragen. Oberösterreich ist durch seine industrielle Struktur überproportional betroffen. Schäden an Produktionsanlagen sind noch nicht berücksichtigt.

Risiko eines „Blackouts“ steigt

„Unsere Stromnetze sind mittlerweile hochgradig komplex und europaweit miteinander verbunden. In Zeiten des raschen Wandels der Anforderungen an diese Netze steigt auch das Risiko eines ,Blackouts‘, ein überregionaler und länger andauernder Netzzusammenbruch der Stromversorgung. Anders als bei lokalen Störungen, die zumeist rasch behoben werden können, sind die Ursachen für ein ,Blackout‘ vielfältig. Es handelt sich in der Regel nicht etwa um einen Mangel an verfügbarer Energie, sondern um einen Netzzusammenbruch oder ein unvorhergesehenes, starkes Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz“, informiert Wolfgang Dopf, Vorstandsdirektor der Linz AG.

Kommentar

Schön, dass nun auch eine Wirtschaftskammer dieses Thema aufgreift. Es gibt noch viel zu tun, vor allem für die Wirtschaft. Denn die Schäden werden wohl weit über die errechnete Summe hinausgehen. Siehe etwa die Einschätzungen in der Schweiz, die je nach Szenario von bis zu 100 Milliarde Franken ausgehen.

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