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Notversorgungsfähige Energiezellen in Deutschland

 

Hier werden verschiedene Projekte aus Deutschland gesammelt, die einen Beitrag zur Entwicklung von notversorgungsfähigen Energiezellen darstellen.

Forschungsprojektes IREN2

Quelle: www.zfk.de

Im Rahmen des Forschungsprojekts IREN2 ist in Wildpoldsried der erste Inselnetzbetrieb nur mit Hilfe von erneuerbarer Energieerzeugung gelungen.

Der Testversuch in Wildpoldsried im Rahmen des Forschungsprojektes IREN2 ist der erste Microgrid-Test außerhalb einer Laborumgebung, also im Echtbetrieb der Allgäu-Netz GmbH und mit realen Hausanschlüssen von Kunden. Die Konsortialpartner – Siemens, Allgäuer Überland Werk (AÜW), Allgäu-Netz, ID.KOM, RWTH Aachen sowie Hochschule Kempten – trennten ein Teil des Niederspannungsnetzes vom öffentlichen ab und legten es bewusst stromlos.

Danach versuchte man den Schwarzstart dieses Inselnetzes. Mittels der dezentralen Erzeugungs- und Speicheranlagen sei es nun erfolgreich gelungen, dieses Inselnetz wieder hochzufahren und zu stabilisieren. Diese Abkoppelung hatte keinerlei Auswirkungen auf die Anschlüsse der im Versuch integrierten Haushalte.

Microgrids als Unterstützung der Versorgungssicherheit

Der Versuch zeigte: Sollte es im Hauptnetz zu einer Störung kommen, ist es machbar Teilnetze davon abzukoppeln und als autarkes Inselnetz weiter mit Strom zu versorgen. “Das Ergebnis ist ein wichtiger Meilenstein. Es zeigt uns, dass Microgrids künftig helfen werden eine stabile und sichere Stromversorgung im Netz zu ermöglichen – sie sind ein Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland, aber auch in der ganzen Welt”, so Michael Lucke, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerk GmbH.

Erneuerbare Energien aus Photovoltaik- oder Biogasanlagen können mit der Bildung von Inselnetzen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit leisten, so Luckes Fazit. Daneben können sie auch im Falle von Störungen, etwa durch Unwetter, einspringen. Derartige erfreuliche Testversuche seien für ihn Motor für die weitere Teilnahme an Forschungsprojekten, bekräftigte Lucke.

Pilotprojekt LINDA

Quelle: www.lew-verteilnetz.de

Im Forschungsvorhaben „LINDA“ untersucht LEW Verteilnetz GmbH (LVN) gemeinsam mit verschiedenen Partnern, wie sich im Falle eines Stromausfalls die lokale Stromversorgung in der Gemeinde Niederschönenfeld mit erneuerbaren Energien wiederaufbauen lässt. Ziel des Vorhabens ist es Wege zu finden um Feldheim und ggf. auch weitere Gemeinden bei Stromausfall schnell wieder mit Strom aus Wasserkraftwerk und den anderen Energieanlagen vor Ort versorgen zu können.

In diesem Zusammenhang plant LVN zwei Feldversuche im Netzbezirk Feldheim. Im ersten Versuch 2016 sind nur das Wasserkraftwerk und eine Biogasanlage beteiligt. Danach folgt ein zweiter Feldversuch, in dem der Inselnetzbetrieb auf die Ortsnetzstationen in Niederschönenfeld und damit auf alle privaten Haushalte und die dort angeschlossenen Photovoltaikanlagen ausgeweitet werden soll. Ein abschließender Versuch ist 2017 geplant. Hierbei soll das nächstgelegene Kraftwerk Rain angekoppelt werden, um nachzuweisen, dass mit LINDA mehrere Kraftwerke und Verbraucher zusammengeschaltet und gemeinsam stabil betrieben werden können.

Kommentar

Neben Stubenberg und Weiz in der Oststeiermark ein weiteres positives Beispiel dafür, dass notversorgungsfähige Energiezellen möglich sind. Während es bei diesem Projekt nur um die Stromversorgung ging, wurden in Stubenberg und Weiz alle lebenswichtigen Infrastrukturen einbezogen.

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