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Workshop „Meine Stadt auf weitreichende Infrastrukturausfälle vorbereiten“

 

Einladung Workshop 05.09.17 (PDF-Version)

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir dürfen Sie recht herzlich zum Workshop „Meine Stadt auf weitreichende Infrastrukturausfälle vorbereiten“ am
05. September 2017, von 10-17 Uhr
, in das Schloss Laudon, 1140 Wien, einladen. Das Bundeskanzler­amt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) unterstützen diese zivilgesellschaftliche Initiative als Beitrag zum Österreichischen Programm zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (APCIP).

Unsere moderne Lebensweise hängt völlig von einer funktionierenden Strom- und Telekommunikationsversorgung ab. Das ist uns aufgrund der sehr hohen Versorgungssicherheit meist nicht bewusst. Stromausfälle kennen wir nur von kleinräumigen Ereignissen und kurzer Dauer. Was aber, wenn dieser Stromausfall weite Teile Europas betrifft und viele Stunden oder sogar Tage andauert? Unmöglich? Warum? Weil es noch nie passiert ist? Leider häufen sich die Anzeichen dafür, dass es in absehbarer Zukunft zu einem solchen Ereignis kommen könnte. Die Ursachen dafür sind vielfältig, sowie auch die möglichen Auslöseereignisse. Aber auch die Herausforderungen im Cyber-Bereich werden immer größer. Zunehmend geraten auch öffentliche Einrichtungen sowie Infrastrukturbetreiber ins Visier der Angreifer. Die Fälle mit Erpressungen, wo zuerst die Daten in der IT-Infrastruktur verschlüsselt und erst durch eine Lösegeldzahlung wieder freigegeben werden, nehmen drastisch zu. Dabei kann es rasch zu Betriebsunterbrechungen kommen.

Entscheidend ist daher die Frage: Wären wir auf solche Ereignisse oder einen mehrstündigen oder sogar mehrtägigen Strom- und Infrastrukturausfall vorbereitet? Auch noch nach einem unmittelbaren Stromausfall sind weitreichende Folgewirkungen und Versorgungsengpässe zu erwarten, die unser Gesellschaftsleben vor enorme Herausforderungen stellen würden. Am schlimmsten wäre, wenn uns ein solches Ereignis völlig unvorbereitet überraschen würde, besonders in den Städten und urbanen Räumen, wo viele Menschen leben und arbeiten.

Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen, des Umfanges der Betroffenheit sowie durch den Ausfall der Telekommunikation werden der sehr bewährte österreichische Katastrophenschutz und die diesen tragenden Einsatzorganisationen nur mehr eingeschränkt handlungsfähig sein. Hilfestellung wird sich daher weitgehend auf lokale bzw. kommunale Ebene abstützen müssen bzw. im Extremfall nur mehr durch Selbstorganisation aufrechterhalten werden können. Diese Veranstaltung spricht daher konkret die Bürgermeister der österreichischen Städte als erste behördliche Einsatzleiter im Katastrophenfall an.

Der Workshop wird auf zivilgesellschaftlicher Basis organisiert und soll einen breiten Einblick in das Thema „weitreichender Infrastrukturausfall“ und in die erwartbaren Herausforderungen geben sowie zur Vernetzung und gemeinsamen Lösungsfindung beitragen. Ziel ist der Anstoß von weiteren Aktivitäten in Ihrer Stadt, um auf die eigenständige Bewältigung von Extremsituationen besser vorbereitet zu sein.

Michael Kugler    Herbert Saurugg Sylvia Mayer
Bundeskanzleramt,
Abteilung Sicherheitspolitik
Experte für die Vorbereitung auf den
Ausfall lebenswichtiger Infrastrukturen
Bundesamt für Verfassungsschutz
und Terrorismusbekämpfung
Schutz kritischer Infrastruktur Organisator Schutz kritischer Infrastruktur

 

 

 

Vorläufige Agenda für den Workshop „Meine Stadt auf weitreichende Infrastrukturausfälle vorbereiten“

09:00 – 10:00 Uhr Eintreffen im Schloss Laudon, Begrüßungskaffee

Impulsvorträge während des Tages (á 15 Minuten)

Thema ReferentIn
Blackout / Infrastrukturausfall – Eine Gesamtsicht Herbert Saurugg
APCIP, SKI, SKKM: Was passiert „top-down“ Michael Kugler, Sylvia Mayer
Erfahrungen aus der Praxis: Kremsmünster Gerhard Bruckner (Feuerwehr)
Erfahrungen aus der Praxis: Stadt Feldbach Josef Ober (Bürgermeister)
Erfahrungen aus der Praxis: Stubenberg Alexander Allmer (Bürgermeister)
Cyber-Risiken mit Relevanz für Städte/kommu­nale Betriebe aus Sicht des Bundeskriminalamtes Bundeskriminalamt
Cyber-Vorfälle mit Relevanz für Städte/kommu­nale Betriebe aus Sicht GovCERT GovCERT
Wie kann ich als Bürgermeister das Thema Krisenvorsorge in meiner eigenen Stadt angehen? Herbert Saurugg
Eine notversorgungsfähige Energiezelle am Beispiel KREISEL Electric Jürgen Sonnleitner (KREISEL Electric)
Sicherheitskommunikation und die (eingeschränkten) Möglichkeiten der Feuerwehren Österreichischer Bundesfeuerwehrverband
Unterstützungsmöglichkeiten durch die Zivilschutzverbände Michael Nistl, Österreichischer Zivilschutzverband

Anmerkung:Government Computer Emergency Response Team (GovCERT)

Dazwischen finden zwei World Cafés (Kleingruppendiskussionen) statt, wo konkrete Fragestellungen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden können.

16:45 – 17:00 Uhr Zusammenfassung & Verabschiedung

Zielgruppe:  Bürgermeister, sicherheits- und katastrophenschutzverantwortliche Organe österreichischer Städte (Eine Teilnahme für Interessenten außerhalb dieser Zielgruppe ist nur bei Verfügbarkeit entsprechender Restplätze und kurzfristig möglich. Wir ersuchen um Ihr Verständnis.)

Die Veranstaltung wird durch Herbert Saurugg organisiert.

Siehe hierzu auch die vergangenen Veranstaltungen:

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