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Katastrophenschutz: Kärnten entwickelt Maßnahmenplan zum Schutz bei “Blackout”

 

Quelle: www.ktn.gv.at

“Blackout” – Ein Begriff, der in verschiedensten Medien immer wieder vorkommt und den plötzlichen Ausfall großer Stromnetze bedeutet. Dieses Bedrohungsszenario ist längst nicht mehr nur Inhalt von diversen Kino-Filmen, sondern durchaus real und wird von Katastrophenschützern weltweit sehr ernst genommen. Wie Kärntens Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser bekannt gibt, werde in seinem Auftrag auch für das Bundesland Kärnten aktuell an einem umfassenden Schutzmaßnahmen-Plan für einen “Blackout” gearbeitet.

“Der Schutz Kärntens und seiner Bevölkerung auch vor möglichen Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls ist mir eine Herzensangelegenheit. Es ist alles zu tun, um im Fall der Fälle die öffentliche Ordnung zu erhalten und die Menschen in Kärnten vor Schaden zu bewahren”, betont Kaiser die Notwendigkeit derartige Pläne vorzubereiten. Man bedenke, dass bei längeren, flächendeckenden Stromausfällen nicht nur Kühlschrank, Herd und Heizung in den Privathaushalten betroffen sein könnten. Von der Beleuchtung im öffentlichen Raum, über Verkehrsanlagen, den bargeldlosen Zahlungsverkehr, Sicherheitseinrichtungen bis hin natürlich zur Versorgung in Spitälern und Pflegeeinrichtungen – die Auswirkungen hätten ohne entsprechende Vorbereitungs- und Schutzmaßnahmen unmittelbare Auswirkungen auf jede und jeden Einzelnen.

Um die notwendigen Schutz- und Einsatzpläne zu erarbeiten wurde im Auftrag von Kaiser eine ständige Arbeitsgruppe mit Vertretern der Landesamtsdirektion, dem Bundesheer, der Feuerwehr, dem Roten Kreuz, der Polizei und dem Zivilschutzverband eingerichtet. In einem ersten Schritt wurde ein spezifischer Fragenkatalog zur organisationsinternen Erstabklärung erarbeitet, der bis Mitte des Jahres ausgearbeitet und Basis für weitere Planungen sein soll. “Der Fragenkatalog dient zur Eigenüberprüfung des Amtes der Kärntner Landesregierung und der Bezirkshauptmannschaften für den Fall eines großflächigen und lang anhaltenden Stromausfalls, also eines Blackouts”, so Kaiser. Die Fragen betreffen die drei Bereiche “Stromversorgung”, “Kommunikation” und “Infrastruktur”. So soll beispielsweise geklärt werden, welche Dienststellen über Notstromaggregate verfügen, wie lange und unter welchem Spritverbrauch sie die benötigte Leistung abdecken können, welche alternativen Kommunikationsmöglichkeiten es gibt, wie die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung funktioniert. Parallel dazu wird im Bereich der Straßenmeistereien gerade ein Pilotprojekt ausgearbeitet, um die landeseigenen Straßenbauämter und Straßenmeistereien mittels Notstrom zu versorgen.

Kommentar

Es ist sehr erfreulich, dass nun ein weiteres Bundesland das Thema “Blackout” aufgreift, auch wenn mir die dazu ausgesendete Mitteilung zu kurz greift. Es geht nicht um den Schutz der Bevölkerung, denn den kann man bei diesem Ereignis nicht sicherstellen – niemand, da ja alle selbst auch  betroffen sind. Hier geht es vor allem um die Mobilisierung der Eigenverantwortung und -vorsorge, denn ohne die geht rein gar nichts. Und ohne diese sind auch alle anderen organisatorischen Vorbereitungen auf Sand gebaut … Aber zumindest wird einmal ein Schritt gesetzt, der hoffentlich nicht wie mein “Lieblingsabsatz” aus dem Buch Flachsinn – Ich habe Hirn, ich will hier raus endet:

»Das Problem ist doch schon längst erkannt, Herr Dueck!«, sagen sie in einem Ton, der suggeriert, dass Problemerkennung schon die halbe Lösung sei. »Hallo, wieso längst erkannt? Und nun? Ist nicht längst etwas geschehen?« – »Geduld!« Das höre ich in allen Konzernen und auch Parteien reihum, wenn ich einmal etwas anrege oder gar kritisiere. Ich könnte feststellen: »Eure Frauenquote ist schlecht!« – Und sie würden erwidern: »Oh, da sind wir dran, es ist bald erledigt.« Ich vermute einmal in den Wind hinein: »Die Produktion ist nicht nachhaltig!« – Antwort: »Wir haben diese Kritik schon früher wach und interessiert aufgenommen und haben bereits eine Kommission eingesetzt. Wir können leider von heute auf morgen nicht alles auf den Kopf stellen, bitte noch etwas Geduld.« S. 171f.

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