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Tinetz sieht sich für Blackout gewappnet

 

Quelle: tirol.orf.at, diepresse.com

Im europäischen Stromnetz mehren sich laut der Tinetz die Anzeichen für ein Blackout. Menschen könnten so mehrere Tage ohne Strom sein. In Tirol werde man einen großen Teil im Inselbetrieb binnen fünf Stunden wieder versorgen können.

Ein Blackout ist eine schwer einschätzbare Herausforderung, es ist eine Kettenreaktion im Stromsystem, die einen tagelangen europaweiten Systemausfall nach sich ziehen kann. Das Fehlen unter anderen von Handynetzen und Tankmöglichkeiten würde dann rasch zum Chaos führen, warnen Experten schon länger. Bis zu sieben Tagen könnte es dauern, bis europaweit die System wieder voll angefahren sind, heißt es. In Tirol will man im Ernstfall wesentlich schneller wieder eine Versorgung schaffen.

Tirol sei aber aufgrund seiner großen Kraftwerke in einer komfortablen Lage. Bei einem Blackout könnten diese dann sukzessive wieder in Betrieb genommen werden. Dafür stehen zwei Anlagen im Großraum Innsbruck zur Verfügung.

Für derartige Szenarien seien Konzepte erstellt worden, die ständig evaluiert und überprüft würden. Unter anderem gebe es auch Übungen mit realen Stromabschaltungen. „Denn alles, was nicht geübt wurde, funktioniert im Ernstfall nicht“, meint Schüller. Zudem gehe es auch darum, die Anlagen zu überprüfen. Laut Tinetz wurde in den letzten zehn Jahren eine halbe Milliarde Euro in die Netzsicherheit investiert. 2017 sollen 80 weitere Millionen folgen.

Kommentar

Wenn die Verteilnetzbetreiber, die ihre Investitionen in die Schwarzstartfähigkeit nicht vom Regulator abgegolten bekommen, zunehmend in diese Investieren, dann hat das sicher gute Gründe und sollte zum Nachdenken anregen. Denn auch diese Unternehmen werden betriebswirtschaftlich geführt und müssen sparen.

Es sollte aber dabei nicht vergessen werden, dass die meisten Versorgungs- und Logistikketten transnational organisiert sind und ein 7-tägiger Ausfall außerhalb Tirols ebenfalls für Tirol fatal wäre. Siehe etwa “Alle Verantwortlichen denken beim Begriff Blackout zu positiv!” oder Ernährungsvorsorge in Österreich

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  1. […] alles andere als unmöglich (siehe etwa die letzte Meldung aus Tirol) und hätte verheerende Folgen für unsere Gesellschaft. Aber auch lokale und regionale […]

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