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Hochspannung im Stromnetz

 

Quelle: www.handelsblatt.com

Für den Vizechef der Bundesnetzagentur sind die nächsten zwei Kalenderwochen daher „besonders kritisch“ und arbeitsreich. „Es gibt keine nennenswerte Photovoltaik-Erzeugung in dieser Jahreszeit“, sagte Franke am Donnerstag auf der Handelsblatt-Energietagung in Berlin. Gleichzeitig könne auch die Stromproduktion durch Windkraft quasi zum Erliegen kommen. „Wir sehen, dass die dezentrale Einspeisung in diesen Wochen gegen null geht“.

Die Folge dieser Entwicklung: Um den witterungsbedingten Totalausfall von Solar- und Windenergie zu kompensieren, werden im ganzen Land Kohle- und Gaskraftwerke hochgefahren.

Kommentar

Wenn einmal die Bundesnetzagentur von “besonders kritisch” spricht, dann sollte man aufhorchen! Während bisher die erwartete extreme Windstromproduktion ausgeblieben ist, dürften wir nun das andere Extrem erleben – kaum eine Produktion aus erneuerbaren Energiequellen. Zumindest dürften die Temperaturen etwas steigen und damit die Situation entlasten. Die weitere Darstellung erfolgt unter Aktuelle Situation.

Der Artikel selbst geht aber leider nicht auf die verabsäumten Maßnahmen bei der Energiewende – nämlich dem Umbau des gesamten Systems ein. Es reicht eben nicht, nur die Primärenergie zu ändern. Dass sich der Leitungsbau weiter massiv verzögert und verteuert liegt auch daran, dass die Politik nun eine Verkabelung vorgibt. Wobei die Energiewende in Deutschland insgesamt zu großtechnisch und einseitig gedacht und vorangetrieben wird. Eine Stromversorgung aus erneuerbaren Energien erfordert ein dezentralisiertes Energiezellensystem mit einer entsprechenden Energiebevorratung – wo wir derzeit noch nicht mal Ansätze sehen. Das bedeutet wohl, dass die absehbaren Probleme weiter zunehmen werden.

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