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APG erhöht Aufwand, um Blackout zu verhindern

 

Quelle: wirtschaftsblatt.at

Der Netzbetreiber APG muss weitere Kraftwerke als Notfallreserve unter Vertrag nehmen, um das Stromnetz in Balance zu halten.

Für Versorgungssicherheit Österreichs ist sie unverzichtbar, in der E-Branche heiß begehrt: die sogenannte Sommerreserve-eine Maßnahme des Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG), um das Stromnetz stabil zu halten. Doch die bestehende Notfallreserve reicht nicht mehr aus-sie muss aufgestockt werden, um Stromausfälle zu verhindern, wie das WirtschaftsBlatt erfahren hat.

Es geht um eine Erhöhung der Reservekapazitäten für heuer und den Sommer 2017. Laut gut informierten Kreisen wird die bestehende Leistung von 800 Megawatt (MW)-das entspricht in etwa einer Leistung von vier großen Donaukraftwerken-auf rund 2400 Megawatt verdreifacht. Die Kosten dieser Maßnahme, die bisher im unteren einstelligen Millionen-€-Bereich lagen, könnten damit zweistellig werden. Dafür aufkommen muss der Steuerzahler über die Netzgebühren.

Die zusätzliche Leistung ist notwendig, weil das Stromnetz durch die steigende Erzeugung von Erneuerbaren immer mehr an seine Grenzen stößt. Die APG muss gegensteuern, um Stromausfälle, sogenannte Blackouts, zu verhindern.

Kommentar

Diese Maßnahme ist ein weiterer Stress-Indikator, der die Sensibilität und Achtsamkeit erhöhen sollte. Eine Verdreifachung der Leistung sollte für sich sprechen. Insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass 2,4 GW ungefähr 1/3 der maximalen Sommerlast bzw. mehr als die gesamte Donauwasserkraftwerkskette darstellt. Man kann davon ausgehen, dass diese Maßnahme zwingend notwendig ist, den ansonsten würde die E-Control dieser Maßnahme nicht zustimmen.

Gleichzeitig wird der Ernst der Lage auf Seiten der Krisenvorbereitung weiterhin nicht erkannt bzw. ignoriert.

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