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Schwere Störungen bei der Deutschen Telekom

 

Quelle: www.heise.dewww.heise.de

Die Telekom ist bei dem “Hackerangriff” auf Telekom-DSL-Router mit einem blauen Auge davon gekommen.

Nach dem Großangriff auf DSL-Router, der 900.000 Telekom-Kunden teilweise ganz vom Netz abgeschnitten hat, zieht der Konzern eine vorsichtig optimistische Bilanz. “Auf keinem Router ist die Schadsoftware installiert worden”, betonte Telekom-Manager Dirk Backofen.

Wie der für Sicherheit zuständige Telekom-Manager Thomas Tschersich in Frankfurt schilderte, hatten Telekom-Mitarbeiter die Attacke am Sonntag entdeckt und innerhalb von zwölf Stunden den Schadcode disassembliert. Weitere 12 Stunden habe es gedauert, bis man eine neue Firmware für die betroffenen Router geschrieben und für das Update beim Kunden bereitstellen konnte. “Normalerweise dauert dieser Vorgang drei oder vier Monate”, erklärte Tschersich.

Wäre die Attacke bei den Telekom-Kunden erfolgreich gewesen, seien die Folgen kaum abzusehen gewesen. “Kein Provider kann einen DDoS-Angriff dieser Intensität rausfiltern”

Bruce Schneier zur Netz-Sicherheit: “Die Ära von Spaß und Spielen ist vorbei”

Der renommierte Sicherheits-Experte warnte auf dem Security-Kongress der Telekom vor einer grenzenlosen Vernetzung. Staatliche Regulierung sei unausweichlich.

Mit einer düsteren Bilanz der Sicherheit im Internet of Things hat der Autor und Sicherheits-Experte Bruce Schneier in Frankfurt vor den Folgen einer grenzenlosen Vernetzung gewarnt. Die Menschheit baue derzeit einen “Roboter von Größe eines Planeten” – sei sich der Folgen aber kaum bewusst.

“Das Internet ist die komplexeste Maschine, die die Menschheit je geschaffen hat”, erklärte der Autor. Durch die Verknüpfung mit dem Internet of Things, also der Einbindung von Sensoren und Aktoren, habe das System eine unbekannte Brisanz erlangt. Seien bisher durch IT-Attacken allenfalls Daten gefährdet worden, gehe es nun darum, dass Menschen geschädigt oder verletzt werden könnten.

Bei der IT-Sicherheit sieht Schneier ein gewaltiges Marktversagen: So bemühten sich zwar Sicherheitsteams großer Konzerne darum, Smartphones so sicher zu halten wie möglich. Bei Geräten wie einem digitalen Videorecorder oder einem Thermostat mit Internetanschluss gäbe es diese Teams jedoch nicht. Oft seien bei den billigen Geräte nicht mal eine Update-Möglichkeit vorgesehen. Zudem würden Geräte wie Kühlschränke auch sehr viel seltener ausgetauscht als Smartphones.

So rechnet Schneier, dass die Vernetzung bald ihren Höhepunkt erreichen werde. So seien komplexe Systeme wie das Internet Of Things kaum effektiv zu verteidigen, ein ausreichend begabter, motivierter und finanzierter Angreifer finde immer einen Zugang. So sei nicht damit zu rechnen, dass die Urheber von Attacken wie dem Mirai-Botnetz verhaftet werden könnten. Deshalb müsse man auch in Zukunft mit ihnen leben.

Kommentar

So ganz klar scheint noch nicht zu sein, was hier wirklich passiert ist, wie neuere Berichte zeigen und da ist wohl nicht nur die Deutsche Telekom mit einem blauen Auge davongekommen (siehe auch Protokoll des Mega-Angriffs auf die Deutsche Telekom). Nicht auszudenken, wenn es in Folge auch zu weitreichenden Infrastrukturausfällen gekommen wäre bzw. was ein solches Szenario in einem wirklich Industrie 4.0 oder Smart everything, etc. Umfeld auslösen könnte. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir das sehen werden. Die Cyber-Eskalation findet offensichtlich statt.

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  1. […] Infrastrukturausfälle, das uns alle treffen könnte. Erst Anfang Dezember hatte die Deutsche Telekom wieder mit schweren Störungen zu kämpfen. Daher einmal mehr, es muss nicht immer ein gezielter Angriff sein, der […]

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