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Schlecht auf Krisen vorbereitet … die Truthahn-Illusion

 

Quelle: OTS/Deloitte

Die globale Deloitte Studie „A crisis of confidence“ enthüllt große Defizite der Unternehmen bei der aktiven Krisenprävention. Zwar vertrauen 76 % der Befragten auf die grundsätzliche Fähigkeit ihres Unternehmens mit Krisen umzugehen. Aber nur weniger als die Hälfte glaubt, dass auch die Ressourcen und Abläufe für eine bestmögliche Krisenbewältigung vorhanden sind.

Die Ergebnisse der globalen Studie decken sich mit unseren Erfahrungen in Österreich. In sehr vielen Unternehmen herrscht zwar Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Krisenbewältigung, es mangelt aber an konkreten Präventionsmaßnahmen. Diese Fehleinschätzung kann gefährliche Folgen haben“. – „Jedes Unternehmen wird früher oder später mit Krisen konfrontiert – dann zeigt sich, ob den Worten auch Taten folgen können.“

Zwei Drittel sehen Probleme in der Versorgungskette, überbordende Regularien und Naturkatastrophen als Risikofaktoren.

Die Studie zeigt auch ein Kommunikationsdefizit auf. In den Unternehmen wird zu wenig über Krisenmanagement gesprochen. Nicht einmal die Hälfte der Vorstände tauscht sich demnach mit der Geschäftsführung über Maßnahmen zur Krisenvorbeugung aus. „Die interne Kommunikation in vielen Unternehmen ist mangelhaft und zu wenig systematisiert. Dabei weiß gerade das operative Management am besten darüber Bescheid, wo Risiken lauern können und wie diese am besten beseitigt werden“.

„In den Unternehmen muss ein stärkeres Bewusstsein für die Wichtigkeit der Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Krisen geschaffen werden. Dies kann nur gelingen, wenn Vorstand und Management eng zusammenarbeiten und gemeinsam rechtzeitig Vorkehrungen treffen. Wenn es bereits eine Krise gibt, ist es zu spät“.

Kommentar

truthahn-illusion (5)Hier bestätigt sich einmal mehr die Truthahn-Illusion. “Wird schon nicht passieren” … oder … “Es wird schon die anderen treffen (Florianiprinzip). Leider eine Beobachtung, die im Zusammenhang mit dem möglichen Szenario eines europaweiten Strom- und Infrastrukturausfalls, nur bestätigt werden kann. Das Thema ist zu wenig greifbar – was sich ja auch an den genannten Risikoszenarien widerspiegelt. Das was wir bereits kennen und schon in aller Munde ist (Cyber), wird genannt. Wobei gerade Betriebsunterbrechungen und Probleme in den Versorgungsketten in Folge eines Blackouts ganz wesentliche Herausforderungen darstellen werden. Und das gezeigte Verhalten beschränkt sich nicht nur auf Unternehmen, sonder spiegelt sich in der gesamten Gesellschaft wieder.

 

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