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Wer haftet bei Blackout?

 

Quelle: CMS Hasche Sigle

Die Marktakteure haben sich auf dieses Ereignis sorgfältig vorbereitet. Doch was passiert, wenn diese Vorbereitungen nicht ausreichen?

Übertragungsnetzbetreiber stellen Stromversorgung sicher

Sind diese Maßnahmen ausgeschöpft, sind die Übertragungsnetzbetreiber unter Einbeziehung der Verteilernetzbetreiber als ultima ratio dazu berechtigt, sämtliche Stromeinspeisungen, Stromtransite und Stromabnahmen anzupassen bzw. die entsprechende Anpassung zu verlangen. Dies kann im Ernstfall bedeuten, dass die Versorgung von bestimmen Verbrauchern unterbrochen wird.

Schadensersatz im Fall der Nichtbelieferung?

Neben den Übertragungsnetzbetreibern sind im Ergebnis auch die Stromlieferanten in der Pflicht, zur Versorgungssicherheit beizutragen. Denn die Stromlieferanten müssen dafür sorgen, dass derjenige Strom, den ihre Kunden benötigen, z.B. aufgrund entsprechender Verträge mit den Erzeugern, auch zur Verfügung steht.

Offene Fragen

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Kommentar

Ja, hier werden sich viele Fragen auftun, wenn dieser Fall einmal auftritt. Doch alle Rechtsstreitigkeiten werden den Schaden nicht mehr rückgängig machen können. Daher wäre es wünschenswert, wenn bereits vorab die Rechtsmeinungen stärker artikuliert werden würden, um auch den verantwortlichen Personen klarer zu machen, was sie erwarten könnte. Das Problem ist jedoch, dass ein Blackout in der Regel durch eine Kumulation von an und für sich beherrschbaren Einzelereignissen ausgelöst wird. Eine rechtlich saubere Ursache-Wirkungszuordnung ist sehr unwahrscheinlich. Damit besteht die Gefahr, dass einzelne Bauernopfer übrig bleiben. Zum anderen würde ein Blackout morgen Mittag, dass 24 Stunden dauert, alleine für Österreich einen Primärschaden von rund einer Milliarde Euro auslösen (www.blackout-simulator.com). Da hilft wohl eine Haftung auch nicht mehr viel. Ganz abgesehen von möglichen weiteren Dominoeffekten.

Es stellt sich daher auch die Frage, wer außerhalb der E-Wirtschaft dafür haftet, dass unsere Gesellschaft nicht generell auf ein solches Szenario vorbereitet ist, denn das ist wirklich fahrlässig. Es gibt kein System, das immer zu 100% funktioniert und sicher ist!

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