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IS-Hackerattacke legt TV5 Monde lahm

 

Quelle: www.behoerden-spiegel.de

Eine Hacker-Attacke von mutmaßlichen Mitgliedern des “Islamischen Staats” (IS) hat den Sendebetrieb des französischen Senders TV5 Monde zum erliegen gebracht. Der Sendebetrieb wurde für Stunden unterbrochen. Auch die Internetseite und sozialen Medien der Sendergruppe sind betroffen.

Auch über die Webseite und seine Konten in sozialen Netzwerken hatte TV5 Monde über Stunden keine Kontrolle mehr.

Der öffentlich-rechtliche Sender wird normalerweise in rund 200 Ländern empfangen.

Kommentar

Bisher werden die Cyber-Angriffsfähigkeiten von radikalen Gruppierungen eher heruntergespielt. Dieses Beispiel zeigt jedoch, dass hier möglicherweise eine Fehleinschätzung vorliegt. Im Zusammenhang mit vielen anderen Erkenntnissen über die Verwundbarkeiten unserer Infrastrukturen (siehe etwa Hybride Bedrohungspotenziale im Lichte der Vernetzung und Systemischen Denkens) besteht hier aber wohl auch eine sehr reale Gefahr. Ein Schwarzer Schwan ist dabei nicht ausgeschlossen. Daher besteht die Notwendigkeit, weniger auf mögliche Akteursgruppen und Auslöser zu achten, als vielmehr auf die Verwundbarkeiten und die Reduktion dieser (Systemdesign – Energiebedarfssenkung, Dezentralität und Fehlerfreundlichkeit; siehe auch Die vernachlässigten Schattenseiten der Vernetzung).

Es bleibt nur zu Hoffen, dass es keine Zusammenhänge zwischen diesen Ereignissen gibt:

Ob die heute bekanntgebene Reform der österreichischen Milizstruktur  dazu geeignet ist, einen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit in der Kritischen Infrastruktur leisten zu können, sei dahingestellt:

Bis 2018 werden etwa 5000 zusätzliche (Miliz)Soldaten beordert, weitere 4000 folgen bis zum Jahr 2026. Mit einer sofortigen Tranche von 29 Millionen werden moderne Kampfanzüge und Nachtsichtgeräte gekauft. Mit diesen Soldaten sollen in den Bundesländern zusätzliche Miliz-Kompanien gebildet werden. Sie bekommen die Verantwortung für konkrete Objekte. Das, so Minister Klug, seien jene sensiblen Einrichtungen, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens erforderlich sind – etwa Ölraffinerien, Flughäfen und Krankenhäuser. Dadurch entsteht auch eine starke, regionale Identität. Denn die Milizsoldaten werden für Objekte in ihren Heimatregionen verantwortlich sein. (Quelle: Kurier)

Dezentrale Milizstrukturen machen auf jeden Fall Sinn. Die Frage ist vielmehr, mit welcher Aufgabenstellung. Bei einem Blackout etwa wäre es auf jeden Fall sinnvoll, wenn ausgebildete (Miliz)Soldaten eine aktive Rolle bei der lokalen Selbstorganisation übernehmen, da eine kurzfristige Formierung eher die Ausnahme darstellen wird. Soldaten können aufgrund ihrer Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz beitragen, auch die Wehrpflicht, wenn sie stärker in diese Richtung ausgerichtet wird.

Kommentar 10.04. [Update]

Wie nun nach und nach bekannt wird, war dieser Angriff wohl auf große Schlamperei zurückzuführen … denn wenn man im Fernsehen und auf sonstigen Bildern seine Passwörter der Welt mitteilt, dann wird man ja de-facto zum Missbrauch eingeladen …

Aber, dass ist ja leider kein Einzelfall, sondern oft praktiziert Realität. Und bekanntlich ist die Kette so stark, wie das schwächste Glied – auch in den Kritischen Infrastrukturen …

Siehe auch dieses Video

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  1. […] Gefahr eines Hackerangriffs mag abstrakt erscheinen, doch die Cyberattacke auf den französischen Fernsehsender TV5 gibt eine leise Vorahnung dessen, wie ein Angriff aussehen könnte. Schwarze Bildschirme, gelb […]

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