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SVU’14 – Newsletter Juni

 

Vor der Sommerpause schicken wir Ihnen die aktuellen Informationen zur Sicherheitsverbundsübung 2014. Wieder stellen wir Ihnen verschiedene Partner und Themen vor.

Quelle: www.vbs.admin.ch

70 % Strom != 70 % funktionierender Alltag
Nicht der Stromausfall, sondern die lang andauernde Strommangellage zeichnet sich als grösste Herausforderung im Szenario der SVU 14 ab. Ein Totalausfall gewisser kritischer Infrastrukturen ist sehr wahrscheinlich, denn weniger Strom heisst oft nicht, dass weniger geht, sondern, dass gar nichts geht. Informations- und Kommunika tionstechnologien (IKT) steuern wichtige Systeme (Transport, Telefonie, Lagerhaltung, Zahlungsverkehr etc.). Nichts geht heute mehr ohne IKT, aber ohne Strom geht IKT nicht. In dieser Situation sind Diesel oder andere Treibstoffe als Ersatz für lokale Strompro duktion unabdingbar.

Die Aufrechterhaltung der Grundversorgung der Bevölkerung mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern wird sehr schnell zentral und sehr schwierig machbar. Da zudem die üblichen Kommunikationswege sehr eingeschränkt sind, ist eine langandauernde Strommangellage nicht zu unterschätzen, sondern eine Herkulesaufgabe für alle Beteiligten.

Im Risikobericht 2012 des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS werden die Pandemie sowie ein Ausfall der Stromversorgung als grösste Risiken bezeichnet.

Im IKT Seminar 2 treffen sich rund 50 Spezialisten, um die Führungs- und Kommunikationsfähigkeit in einer Strommangellage zu besprechen, Schwachstellen zu analysieren sowie Verbesserungen anzudenken und weitere Tests zu planen.Beispiele von Tests, welche im Laufe des Sommers in den Kantonen gemacht werden: * Ist der Zugang zu den Systemen auch bei Stromausfall möglich (Zutrittssysteme, elektrische Türkontakte, Lifte etc.)? * Sind meine Systeme gegen unbefugten Zutritt geschützt (Netzsicherheit und physischer Schutz)? * Besitzt meine Organisation ein Business Continuity Plan BCP (Betriebskontinuitätsmanagement – BKM) für die Sicherstellung der Kernprozesse inklusive IKT Systeme? * Sind meine Führungsstandorte mit Notstrom ausgerüstet? Wenn ja, ist die Notstrom-Anlagen getestet und die Durchhaltefähigkeit festgestellt? * Habe ich Ersatzteile und Reserve-Betriebsstoffe für meine Notstrom-Anlagen? * Ist die periodische Anlage-Kontrolle (PAK) in den letzten Jahren regelmässig durchgeführt und die Mängel behoben worden? * Können meine mit Notstrom geschützten Systeme im Power-Off Modus eine Verbindung etablieren?

Im Sinne der Vorbereitung der Übung hat der militärstrategische Stab (MSS) in seinem ersten Stabskurs im März aufgrund des vorhandenen Szenarios die Beurteilung der sicherheitsrelevanten Herausforderungen vorgenommen und daraus Konsequenzen für mögliche Leistungen der Armee zur Bewältigung derselben erarbeitet.Dabei ging es grundsätzlich um zwei Bereiche. Erstens wurde beurteilt, welche Herausforderungen sich im Sinne des Business Continuity Management der Armee stellen, um ihren eigenen Betrieb aufrecht erhalten zu können. Zweitens galt es erste Überlegungen anzustellen, mit welchen Leistungen, in welchem Umfang und über welche Dauer die Armee die zivilen Behörden (Bund und Kantone) bei der Bewältigung verschiedenen Herausforderungen unterstützen könnte.

Freiburg: Einsatzplan «Stromversorgungsunterbruch»
Freiburg verfügt künftig über einen kantonalen Einsatzplan für den Fall eines Stromversorgungsunterbruchs.Der rund 90-seitige Einsatzplan will nicht nur ein roter Faden für die verschiedenen Führungsorgane, Einsatzkräfte, Verteilnetzbetreiber und zu Hilfe gerufenen lebenswichtigen Unternehmen sein, sondern auch ein Massnahmenkatalog für alle, sowohl im Rahmen der Prävention als auch bei der Krisenbewältigung und Wiederherstellung.http://www.fr.ch/orcaf/de/pub/technische_gefahren/strom.htm

Thurgau: «Hilfe kennt keine Grenzen»
Ein effektiver, effizienter und bestmöglicher Schutz vor Gefährdungen für die Bevölkerung und deren Lebensgrundlagen ist nur dann möglich, wenn bekannt ist, welche Risiken bestehen, welche Gefährdungen auftreten können und wie sich diese manifestieren.

Krisenprävention heisst: Das Unmögliche denken

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  1. […] rascher herzustellen. Jedoch würden die Auswirkungen in anderen Infrastruktursektoren (siehe Schweizer Erkenntnisse) dennoch verheerend sein. Wenn etwa in Deutschland die Wiederherstellung mehrere Tage benötigt, […]

  2. […] identifiziert, wenngleich hier besonders die Strommangellage angesprochen wird, welche gem. den Übungserfahrungen aus 2014 wesentlich schwieriger zu bewältigen ist, als ein Blackout (70 % Strom != 70 % […]

  3. […] Schweiz im Zuge der Sicherheitsverbundübung 2014 umfassend analysiert, etwa mit der Erkenntnis 70 % Strom != 70 % funktionierender Alltag! Fakt ist auch, dass die Probleme nicht an den nationalen Grenzen halt machen, sondern das gesamte […]

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