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Geniale Schleimpilze – von der Natur lernen

 

Quelle: www.pm-magazin.de

 

Er ist weder Tier noch Pflanze – und schon gar kein normaler Pilz. Aber was den Schleimpilz noch unheimlicher macht: Er besitzt so etwas wie Intelligenz – sogar Verkehrsnetze kann er planen.

Mehr noch: Das Netz ist so angelegt, dass im Falle einer Störung problemlos auf eine andere Linie ausgewichen werden kann. Forscher sprechen hierbei von Fehlertoleranz, die für Ausfallsicherheit sorgt. Binnen Stunden gelingt dem Glibber, wofür Ingenieure Monate brauchen. Kein Wunder, dass Atsushi Tero ganz praktisch denkt: »Netzwerkingenieure könnten sich künftig Anregungen vom Schleimpilz holen.« So könne seine  Fähigkeit zur fehlertoleranten Selbstorganisation dabei helfen, Infrastrukturen aufzubauen, zum Beispiel Strom-, Telefon- und Computernetze oder Gepäckförderbandsysteme an Flughäfen. Teros Team setzt das neue Wissen nun in mathematische Formeln um, damit Verkehrsplaner von den Tricks der Pilze profitieren können.

Eindrucksvoll auch, wie ausfallsicher diese Netze sind. Selbst wenn Hauser den Hauptstrang durchtrennt oder ganze Teile herausstanzt – der gelbe Schleim lebt weiter. Der Physiker fragt sich: Warum werden exakt an den wichtigen Stellen zwei Adern gebildet? Warum weiß das System genau, wo diese Redundanz erforderlich ist, um lebensfähig zu bleiben? »Wären Strom- und Computernetze so organisiert, könnten sie nicht mehr abstürzen« – dieser Gedanke ist es, der Hauser als Forscher antreibt. Ein Leben ohne Blackouts und verlorene Computerdaten.

Kommentar

Ein sehr interessanter Artikel, der Möglichkeiten aufzeigt, wie wir von der Natur lernen können, um robuste/resiliente technische Systeme zu gestalten.

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