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Was da draußen vor sich geht …

 

Um die aktuelle Situation im europäischen Stromnetz zu verdeutlichen, hier ein Beispiel:

17. Oktober 2013

Am 17. Oktober 2013 waren für Deutschland um Mitternacht rund 4 GW Windstrom prognostiziert. Das entspricht in etwa der Leistung von 4 Atomkraftwerken. Im Laufe des Tages sollte die Windstromproduktion auf über 18 GW ansteigen, also sich mehr als vervierfachen.

Tatsächlich wurden aber um 16 Uhr über 20 GW produziert – oder das 5-fache seit Mitternacht.

18. Oktober 2013

Am 18. Oktober waren um Mitternacht noch etwa 15 GW Windstrom erwartet worden. Bis 17 Uhr wurde ein Rückgang um 14 GW, sprich auf etwa 1 GW erwartet.

Tatsächlich wurden um Mitternacht über 16 GW erzeugt. Innerhalb von 17 Stunden ging die Produktion jedoch auf unter 1 GW.

Kommentar

Die E-Wirtschaft macht eine hervorragende Arbeit um mit derartigen Situationen überhaupt noch umgehen zu können. Die Herausforderungen werden jedoch immer größer. Und wie bei einem ständig überlasteten Menschen, droht auch hier ein Systemkollaps.

Grundsätzlich könnte mit regulatorischen Maßnahmen noch das Schlimmste verhindert werden, etwa indem die immer bevorzugte Abnahme von erneuerbarem Strom gem. dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Sinne der Systemsicherheit angepasst wird. Was kein einfacher Schritt ist, da damit eingestanden werden müsste, dass in der Vergangenheit nicht alles optimal verlaufen ist. Bei einer generell kaum ausgeprägten Fehlerkultur kein einfaches Unterfangen. Siehe auch „Deutschland droht kein Blackout“.

 

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